Foto © Stiftung Hilfe mit Plan

Schutz von Mädchen vor sexueller Gewalt in Bolivien

Gewalt gegen Mädchen und Frauen durch Partner und Familie sind in keinem anderen Land so hoch wie in Bolivien. Dazu zählen auch ungewollte Schwangerschaften, die im Zuge sexuellen Missbrauchs entstehen. Durch Tabuisierung und ein frauenfeindliches Rechtssystem werden die Taten selten zur Anzeige gebracht.

Was wir erreichen wollen

  • Mit diesem Projekt erweitern wir das Frauenhaus in Tarija um ein zweites Stockwerk und richten es für die Bewohnerinnen und ihre Kinder angemessen ein.
  • So erhalten circa 20 junge Frauen und ihre Kinder ein geschütztes Zuhause
  • Die betroffenen Mädchen sollen in der Bewältigung ihrer Gewalterfahrung und der ungewollten Schwangerschaft psychosoziale Unterstützung Betreuung erhalten, damit sie sich ein eigenständiges und unabhängiges Leben aufbauen können

Was wir dafür tun

  • Die jungen Frauen erhalten eine größere Unterkunft mit einem erhöhten Sicherheitsstandard, um ihren Schutz zu gewähren
  • Sozialarbeiterinnen werden darin ausgebildet, die betroffenen Mädchen und jungen Frauen psychologisch zu betreuen, Tanz-, Musik- und Theaterworkshops sollen ihnen helfen, ihre Gefühle zum Ausdruck zu bringen
  • Damit ihre Kinder gut aufwachsen können, erhalten sie kindgerechte Räume und Unterstützung in frühkindlicher Förderung
  • In Workshops und Schulungen erweitern rund 700 Jugendliche ihr Wissen zu sexuellen und reproduktiven Rechten, Gesundheit und Gleichberechtigung.
  • Lesen Sie jetzt den aktuellen Projektbericht und erfahren Sie mehr Details zum Projekt.

Was Sie dafür tun können

Dieses Projekt konnte dank großzügiger Spenden bereits erfolgreich umgesetzt werden. Sie möchten ein Projekt wie dieses fördern? Rufen Sie uns an: 040/607 716-260. Wir beraten Sie gerne!

Aus dem Projekt

Anpassungen aufgrund der Corona-Pandemie

Juni 2020: Die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Ausgangssperren haben das Problem der häuslichen Gewalt in Bolivien zusätzlich verschärft. Im Rahmen des Projekts werden deshalb bestehende Aktivitäten angepasst und zusätzliche Maßnahmen umgesetzt:

  • 70 Frauen, die während der Quarantäne Opfer von häuslicher Gewalt wurden, werden mit Lebensmittelboxen unterstützt.
  • Während der Zeit der Ausgangssperren suchten mehr Frauen Zuflucht im Frauenhaus. Die Unterkunft wird deshalb mit zusätzlichen Nahrungsmitteln ausgestattet.
  • Alleinerziehenden Mütter, die ihre Familien durch den Verkauf von Produkten versorgen und dazu ihre Gemeinden verlassen müssen, können im Frauenhaus übernachten. Zudem bekommen sie die Möglichkeit, ihre Produkte in der Nähe des Hauses zu verkaufen.
  • Anpassung von Kommunikationsmaßnahmen, da persönliche Treffen und Gruppenveranstaltungen aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden können. Unter anderem werden digitale soziale Netzwerke genutzt und es wird zusätzliches Informationsmaterial produziert.
  • Bereitstellung von Hygienekits für Jugendliche und Frauen sowie Schutzausrüstung für das Personal, um der Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken.

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