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„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“

von Stiftung Hilfe mit Plan

Unsere Stifterin des Monats Januar ist Marion Denny, 59 Jahre alt, aus Eschborn. Am 13.09.2017 gründete sie unter unserem Dach ihre eigene Treuhandstiftung, die Mark und Marion Denny Stiftung. Zuvor engagierte sie sich bereits durch mehrere Plan-Patenschaften für Mädchen in Afrika. Mit ihrer Stiftung fördert sie nun nachhaltig und langfristig Projekte, die sich für gleichberechtigte Bildungschancen von Mädchen in Afrika und Asien stark machen.

Was war der Auslöser für Ihr Engagement?

Die Absicht, mich nachhaltig für gleichwertige Bildungschancen für Mädchen in Afrika und Asien im Rahmen einer Stiftung zu engagieren, begleitete mich über viele Jahre. Konkreter Auslöser war dann eine Information von Plan International: Ein Mädchen aus Simbabwe, das ich mit meiner vorletzten Patenschaft unterstützt hatte, war im Alter von 15 Jahren Mutter geworden und hatte in der Folge die Schule abgebrochen.

Ich teilte Plan daraufhin mit, dass ich nur bereit sei, die Patenschaft, die auch der Gemeinschaft vor Ort zugutekommt, fortzuführen, wenn Endygirl, so der Name des Mädchens, den Schulbesuch wieder aufnähme. Plan zeigte sich diesem Anliegen gegenüber sehr aufgeschlossen und nahm über ein örtliches Mitglied aus dem Plan-Team Kontakt mit der Familie von Endygirl auf. Die umfangreichen Recherchen dauerten einige Zeit. Im Ergebnis war Endygirl dann bereit, den Schulbesuch wieder aufzunehmen. Ich war beeindruckt, dass mein Wunsch dank des umfassenden Engagements von Plan den Weg bis in ein kleines Dorf in Bulawayo gefunden hatte. Danach stand für mich fest, meine Stiftung, die dem Andenken an meinen verstorbenen Ehemann gewidmet ist, unter dem Dach der Stiftung Hilfe mit Plan zu errichten.

Was liegt Ihnen dabei besonders am Herzen?

Nicht zuletzt durch meine eigenen beruflichen Erfahrungen bin ich der Überzeugung, dass Bildung der Schlüssel für ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben ist. Ich habe das Privileg, in einem wohlhabenden westlichen Land zu leben. Leider sind insbesondere Mädchen in den sogenannten Entwicklungsländern nach wie vor benachteiligt. Frühe Verheiratung, sexuelle Gewalt und Versklavung sowie die damit fast immer einhergehende fehlende Schulbildung sind bis heute drängende Probleme, die durch die Covid-19-Pandemie noch verstärkt werden. So hat eine Studie des „African Child Policy Forum“ von Juni 2020 in bedrückender Weise u. a. gezeigt, dass 120 Millionen schulpflichtige Mädchen im vergangenen Jahr in Afrika nicht in die Schule gehen konnten. Ich hoffe, mit meiner Stiftung einen kleinen Beitrag leisten zu können, um jungen Menschen in weniger begünstigten Ländern ein Leben in Würde und Respekt zu ermöglichen.

Warum sind Sie Teil unserer Stiftungsfamilie?

Meine Erfahrungen mit der Stiftung Hilfe mit Plan waren in der Vergangenheit durchweg positiv. Ich fühlte mich einfach bestens betreut und informiert. Schon die Patenschaften waren stets überzeugend und gut durchdacht. Sehr überzeugt hat mich zudem, dass mir bei Bedarf auch kurzfristig eine Ansprechpartnerin zur Verfügung stand. Für meine Stiftungstätigkeit die Zusammenarbeit mit Plan International zu suchen, erschien mir deshalb die logische Konsequenz.

Was war bisher Ihr größtes Highlight?

Es fällt mir schwer, ein einzelnes Highlight zu benennen. Ich fühle mich durch mein Engagement bereichert und habe durch die in der Vergangenheit von mir geförderten Projekte in Nepal und Malawi viel gelernt. Die Fortschrittsberichte und Fallstudien haben mir gezeigt, was die finanzielle Unterstützung bewirken kann. Dabei ist es mir wichtig hervorzuheben, dass die Förderung der Projekte im Grunde ein Gemeinschaftswerk ist. Die großzügige finanzielle Unterstützung durch Freunde und Bekannte, die mit ihren Spenden und Zustiftungen zu der Verwirklichung meines Anliegens beitragen, freut und berührt mich sehr. Ihr Interesse an der Arbeit der Mark und Marion Denny Stiftung und der große Zuspruch, den ich erfahre, erfüllen mich mit tiefer Dankbarkeit.

Was raten Sie anderen, die sich engagieren möchten?

Ein berühmter Satz von Erich Kästner bringt es treffend auf den Punkt: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Wer schon motiviert ist, sich der Rolle als Stifter:in jedoch nicht oder noch nicht gewachsen fühlt, dem empfehle ich wärmstens, sich von einer so erfahrenen Organisation wir Plan International und der Stiftung Hilfe mit Plan unterstützen zu lassen.

Was ist Ihr größter Traum?

Eine Welt ohne Hunger, in der junge Menschen, vor allem Mädchen, in Frieden selbstbestimmt leben und die notwendige Bildung erhalten, um ihren Lebensunterhalt verdienen zu können.

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