Foto © Plan International/Michael Fahrig

Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte 2020

von Stiftung Hilfe mit Plan

Zum neunten Mal wurde in diesem Jahr der Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte in Berlin vergeben. Die Ulrich Wickert Stiftung würdigt mit diesem Preis herausragende Medienbeiträge von Journalist:innen, die sich für die Rechte von Mädchen und Jungen weltweit einsetzen.

Coronabedingt fand die Preisverleihung in diesem Jahr nur in kleinem Rahmen in Berlin statt – das tat der festlichen Stimmung jedoch keinen Abbruch. Bei einem exklusiven Abendessen wurden in Anwesenheit unserer Stifter:innen und prominenter Gäste die Preisträger:innen geehrt. Die Auszeichnung in der Sparte Deutschland/Österreich überreichte Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller an Stefanie Appel. Sie erstellte im Auftrag des Hessischen Rundfunks den KiKA-Beitrag „Bushra. Vertrieben aus Myanmar“.

„Stefanie Appel porträtierte für das junge Publikum der KiKA-Sendereihe ,Schau in meine Welt!‘ die neunjährige Bushra, die mit ihrer Familie im Flüchtlingscamp Kutupalong in Bangladesch lebt. Der Journalistin gelingt es, ein hoch sensibles Thema kindgerecht aufzubereiten. Sie zeigt das Leben in der Unterkunft aus unmittelbarer Nähe, überlässt es jedoch dem Rohingya-Mädchen, das Geschehen zu kommentieren. Ein Fernsehstück, das Klein und Groß zum Nachdenken anregt.“

– Ulrich Wickert, Stifter

Foto © Plan International/Michael Fahrig

Der diesjährige Peter Scholl-Latour Preis, der für die Berichterstattung über das Leid von Menschen in Krisen- und Konfliktgebieten verliehen wird, ging an Dennis und Patrick Weinert für die arte Reportage „Kongo: Ebola ist zurück“. Produzent Manuel Möglich nahm die Trophäe stellvertretend für die in Vietnam lebenden Journalisten von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner entgegen.

„Die arte Reportage ,Kongo: Ebola ist zurück‘ von Dennis und Patrick Weinert ist eine hochaktuelle Dokumentation. Sie zeigt, wie routiniert und furchtlos an Ebola erkrankten Menschen im schwer zugänglichen Osten des Landes geholfen wird. Gleichzeitig verdeutlicht der Beitrag, wie schwierig und gefährlich die Arbeit des Gesundheitspersonals ist. Der Rechercheaufwand und Mut der beiden jungen Filmer sind bemerkenswert. Entstanden ist ein leises, aber eindringliches Werk, das die Würde der Protagonist:innen wahrt.“

– Barbara Scherle, Jurymitglied

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Der internationale Preisträger Rinith Taing wurde für seinen Artikel „Children of the night“ („Kinder der Nacht“) in der Tageszeitung Khmer Times ausgezeichnet. Er konnte den Preis nicht persönlih in Empfang nehmen, sendete aber aus Kambodscha eine Grußbotschaft per Skype.

„Der Beitrag ,Children of the night‘ von Rinith Taing aus Kambodscha öffnet uns die Augen für ein Leben und ein Leid, das Touristen oft nur am Rande mitbekommen: Kinder, die nachts in den Ausgehvierteln von Phnom Penh Kleinigkeiten verkaufen oder betteln müssen. Der Artikel zeigt Probleme auf, die auch wir – die Westtouristen – mit verursachen und schildert mit viel Einfühlungsvermögen, welchen Gefahren die zwölfjährige Sok Lin und ihre beiden Brüder ausgesetzt sind an Orten, die andere aufsuchen, um sich zu vergnügen. Dieser besondere Einblick und der Perspektivwechsel, den er uns damit ermöglicht, haben die Jury überzeugt.“

– Charlotte Maihoff, Jurymitglied

83 Journalist:innen aus 11 Ländern bewarben sich für den diesjährigen Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte 2020, der mit insgesamt 18.000 Euro dotiert ist. Das Preisgeld wird aus Erträgen und Spenden der Ulrich Wickert Stiftung bereitgestellt. Preisträgerin Stefanie Appel hob in ihrer Dankesrede die Bedeutung des Ulrich Wickert Preises für Journalist:innen hervor. Ein Preis wie dieser sei sehr motivierend, insbesondere wenn man sich für so schwierige globale Themen einsetze und sich für die Recherchen auch in gefährliche Situationen begeben muss.

Möchten auch Sie die Ulrich Wickert Stiftung und damit die Vergabe des Journalistenpreises unterstützen? Sprechen Sie uns gerne an!

Ihre Ansprechpartnerin


Kathrin Hartkopf & Team

Tel.: 040 / 607 716 - 260
E-Mail: info@stiftung-hilfe-mit-plan.de

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