George May, Hannah Wolny und Sophia Finn (hinten v.l.n.r.) filmten ihren Besuch bei A Xien (v. Mitte) in Vietnam.
George May, Hannah Wolny und Sophia Finn (hinten v.l.n.r.) filmten ihren Besuch bei A Xien (v. Mitte) in Vietnam.

„Wann besuchst du mich endlich mal?“

Die 21-jährige Hannah und ihre Familien haben vor sieben Jahren die Patenschaft für A Xien aus Vietnam übernommen. Im März 2017 macht sich die Nürnbergerin auf die Reise ins südliche Kon Tum, um den 11-Jährigen zu besuchen. Mit dabei - die Freunde Sophia Finn, George May und Kameraausrüstung. Hannah und ihre Mitreisende sind nämlich Filmemacher und haben den Besuch beim Patenkind mit der Kamera begleitet.

Vor sieben Jahren hat meine Mutter mir ein Foto von einem kleinen vietnamesischen Jungen in die Hand gedrückt und gesagt „Das ist A Xien. Er kommt bald in die Schule und wir möchten ihn auf seinen Weg dorthin unterstützen.“

Vom ersten Brief bis zur Brieffreundschaft

Ich begann sofort, die Vorlage „Mein erster Brief“ von Plan auszufüllen. Ich erinnere mich noch, wie ich den Text über unser Leben in Deutschland möglichst klein geschrieben habe, um ganz viele Informationen auf das Blatt Papier bringen zu können und dann Fotos von mir und meinen Eltern fein säuberlich auf die Rückseite geklebt habe. Seitdem haben Xien und ich uns jedes Jahr ausgetauscht. Ich erfuhr, wie er eingeschult wurde und wie seine kleine Schwester geboren wurde - und berichtete ihm davon, wie es hier in Deutschland jeden Winter schneit und dass ich endlich die Schule abgeschlossen habe. Oft kam die Frage „Und wann besuchst du mich endlich mal?“.

Ein Film für alle

Jedes Jahr bekamen wir von Plan International Fortschrittsberichte über Xiens Region. Ich habe mich sehr darüber gefreut, aber ich wollte auch selbst erleben, wie Xien und seine Familie leben, wie sein Alltag auläuft und wie die beschriebenen Projekte in der Realität aussehen. Da meine Eltern keine Zeit hatten, beschloss ich die Reise mit zwei guten Freunden anzutreten. Meine Erlebnisse wollte ich für meine Eltern in einem Film festhalten, bekam aber auch von meinem Umfeld so viele Fragen zu meiner Patenschaft, sodass schließlich die Idee entstand, den Film für ein noch größeres Publikum zu drehen.

Gute Planung

Acht Wochen vor der Reise wendete ich mich an Plan International. Mit Hilfe einer Mitarbeiterin füllte ich alle nötigen Formulare für meine Freunde und mich aus. Außerdem wurde ich Hang vorgestellt, der zuständigen Plan-Mitarbeiterin vor Ort. Sie half mir bei allen Vorbereitungen. Nach ein paar Tagen in Saigon flogen wir schließlich nach Pleiku. Ein Fahrer holte uns pünktlich ab, um uns zum zuständigen Plan-Büro zu bringen. Dort lernten wir Hang kennen. Sie klärte uns genau über den Verlauf der nächsten Tage auf und beantwortete unsere Fragen ausführlich.

Wir haben Xien und seine Familie kennengelernt, seine Schule und einen Kindergarten besucht. Unsere Eindrücke haben wir in diesem Film gesammelt.

Ich wäre gerne noch länger geblieben, denn das Team von Plan, die Bewohner der Region und A Xiens Familie haben mich so herzlich aufgenommen, dass sich das Dorf schnell wie ein zweites Zuhause anfühlte. Es war toll zu sehen, was unsere monatliche Spende dazu beiträgt und ich freue mich schon auf weitere Besuche in der Zukunft.


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