Annegret Malinowski mit ihrem Patenkind Tejraj und seiner Mutter
Annegret Malinowski mit ihrem Patenkind Tejraj und seiner Mutter im Westen Nepals.

Besuch im Westen Nepals

Der Besuch im Westen Nepals wird für Annegret und Jörg Malinowski ein außergewöhnliches Erlebnis. Sie bekommen direkt vor Ort mit, was sich durch ihre Patenschaft im Dorf von ihrem Patenkind Tejraj verändert. Lesen Sie nachfolgend ihren Bericht.

Patenbesuch bei Tejraj

Am 1. November 2018 wurden wir - wie vereinbart - morgens von Snehlata und ihrem Fahrer von unserer Lodge in der Nähe des Bardia-Nationalparks im Westen Nepals abgeholt. Snehlata hat uns erzählt, dass sie im Bezirk Banke geboren ist und bereits seit 23 Jahren für Plan International arbeitet. Dass sie über große Erfahrung verbunden mit viel menschlicher Wärme verfügt, haben wir sofort spüren können. Nach weniger als 30 Minuten Fahrt waren wir dann in dem Dorf unserer Patenkinds angelangt.

Endlich treffen wir unser Patenkind

Dort wurden wir sehr herzlich mit sehr viel Tikka und Blumenketten empfangen. Es ist doch etwas ganz anderes, die Familie des Patenkinds in ihrem Dorf tatsächlich zu erleben als lediglich über Briefe und Fotos Kontakt zu haben. Auf Anhieb waren uns Mutter, Vater, Schwester und natürlich unser Patenkind sehr sympathisch. Deren anfängliche Scheu war schnell überwunden, als wir uns in der community hall zusammen setzten und mit der Hilfe von Snehlata, die in's Nepalesische übersetzte, schnell in's Gespräch kamen. Dabei halfen natürlich auch die Geschenke für alle Familienmitglieder und die Schule, wobei für unser Patenkind der Fußball selbstverständlich ganz besonders wichtig war. Auch für uns hatte der Fußball eine besondere Bedeutung erlangt, da bei unseren Flügen gleich zwei Mal die Luft heraus gelassen wurde. Zum Glück war es für die Mitarbeiter unserer Lodge kein Problem, den Fußball kurz vor unserem Besuch wieder aufzupumpen. 

Im Dorf gibt es viel zu entdecken

Nach dem gegenseitigen Kennenlernen gingen wir zusammen mit dem "Dorfchef" auf eine Besichtigungstour durch das Dorf. Wir waren beeindruckt, wie sauber und aufgeräumt dieses Dorf in einer der ärmsten Gegenden Nepals wirkte. Dabei können wir durchaus Vergleiche ziehen, da wir jetzt schon das 9. Mal Nepal besucht haben.

Es war offensichtlich, dass hier die Arbeit von Plan International sehr positiv gewirkt hat, auch wenn uns wegen der Feiertage in Nepal zum Zeitpunkt unseres Besuchs nicht alle Projekte "in Aktion" gezeigt werden konnten.

 

Besonders positiv war uns die von Plan International geförderte Idee ins Auge gefallen, dass die meisten Familien des Dorfs Unterkünfte für Touristen - Homestays - anbieten, was - wie uns der "Dorfchef" berichtete - sehr positiv angenommen wird. Sogar ein Hochsitz zur Beobachtung der Wildtiere (Elefanten und Nashörner), in dem übernachtet werden kann, gehört zum Angebot. Auf diese Weise werden Verdienstmöglichkeiten geschaffen und wird verhindert, dass die jungen Nepalesen in's Ausland (insbesondere Indien und die Arabischen Emirate) abwandern.

 

Ein typisch nepalesischer Abschied

Nach dem Dorfrundgang wurde uns noch ein sehr leckeres und typisch nepalesisches Essen (Dal bhat) im Haus des "Dorfchefs", wo wir ebenfalls sehr herzlich empfangen wurden, gereicht. Danach mussten wir uns leider schon von der Familie unseres Patenkinds verabschieden.

Bevor man uns zum Flughafen in Neplagunj gebracht hat, hatte uns Snehlata noch das Projektbüro in Nepalgunj und ihre Mitarbeiter einschließlich ihrer Chefin vorgestellt. Auch dort wurden wir sehr herzlich empfangen und erhielten noch weitere interessante Informationen über die Arbeit von Plan International.

Unser Fazit zur Reise

Insgesamt hat uns der Besuch sehr gut gefallen. Auch haben wir uns davon überzeugen können, dass die Arbeit von Plan International den Menschen vor Ort effektiv hilft, ein besseres und selbstbestimmtes Leben zu führen. Vermisst haben wir lediglich, dass wir gemäß den neuen Bestimmungen von Plan International die Familie unseres Patenkinds nicht in deren Haus besuchen konnten, doch können wir uns vorstellen, dass dies angesichts der bei manchen Paten "überbordenden Gefühlen" zu Problemen führen kann.

Viele Grüße, Annegret und Jörg Malinowski

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