EDEKA und Plan International
Gleiche Chancen schaffen – Perspektiven eröffnen
Ein gemeinsames Projekt von EDEKA und Plan International
Mit dem gemeinsamen Projekt Mädchen. Bildung. Zukunft. setzen sich EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG und Plan International Deutschland e.V. dafür ein, die Rechte von Kindern und insbesondere von Mädchen in der Oti Region Ghanas nachhaltig zu stärken. Im Fokus stehen dabei die Förderung von Mädchen, die Aufklärung über körperliche Selbstbestimmung sowie die Schaffung eines sicheren und unterstützenden Umfelds.
EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG
EDEKA ist Deutschlands führender Lebensmittelhändler. Der genossenschaftlich organsierte EDEKA-Verbund mit rund 3.200 selbstständigen Kaufleuten steht für Lebensmittelkompetenz, Qualität und Vielfalt. In den EDEKA-Märkten finden Kund:innen ein breites Sortiment aus frischen Lebensmitteln, regionalen Produkten, Bio-Artikeln, starken Eigenmarken sowie Drogerie- und Non-Food-Produkten. Soziale und ökologische Verantwortung ist dabei ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensstrategie: EDEKA engagiert sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen, den Schutz von Klima und Biodiversität sowie die Förderung fairerer Lieferketten. Mit rund 417.500 Mitarbeitenden und einem Umsatz von 77,3 Milliarden Euro (2025) zählt der EDEKA-Verbund zu den bedeutendsten Arbeitgebern Deutschlands.
Mädchen. Bildung. Zukunft.
Die Menstruation prägt den Alltag vieler heranwachsender Mädchen und das Umfeld, in dem sie lernen, sich bewegen und aufwachsen. Ob Mädchen ihre Periode sicher, informiert und ohne Scham erleben, hängt nicht nur von ihrem eigenen Wissen, sondern auch von Freund:innen, Familie und der Gemeinde ab. Zudem brauchen sie passende Produkte, geschützte Räume und getrennte Toiletten in der Schule, um sich wohl und sicher zu fühlen. In den Projektgemeinden in der Oti Region in Ghana bestehen Hürden, die Mädchen im Schulalltag und in ihrer persönlichen Entwicklung einschränken. Kinder, Jugendliche und Erwachsene wissen unterschiedlich gut Bescheid über Menstruationsgesundheit, Hygiene, die Behandlung von Schmerzen und den sicheren Umgang mit Menstruationsprodukten. Wenn Menstruation als Tabuthema angesehen wird, bleiben Fragen oft unbeantwortet. Das kann Unsicherheit, Scham oder Angst vor Ausgrenzung verstärken. Hinzu kommt, dass Menstruationsprodukte für Familien nicht immer zuverlässig verfügbar oder bezahlbar sind.
Auch Räume zum Waschen und Umziehen fehlen in einigen Schulen. Viele Mädchen fühlen sich deshalb während ihrer Periode unwohl, bleiben dem Unterricht fern und können nicht gleichberechtigt am Schulalltag teilnehmen.
Das gemeinsame EDEKA & Plan International Deutschland Projekt: Mädchen. Bildung. Zukunft. setzt deshalb an mehreren Punkten zugleich an: Es stärkt Wissen in Schulen und Gemeinden, bezieht Familien und männliche Unterstützer ein, fördert den Austausch unter Gleichaltrigen und verbessert den Zugang zu Menstruationsprodukten sowie sicheren Sanitäreinrichtungen für Mädchen.
Projektziele
Das Projekt hat zum Ziel, dass Mädchen und junge Frauen ihre Menstruation sicher, würdevoll und ohne Scham bewältigen können – in der Schule, zu Hause und in ihrer Gemeinde. Dafür setzen wir gemeinsam folgende Maßnahmen um:
- In Schulen und Gemeinden werden offene Gesprächsformate zu Menstruation, Hygiene und Gesundheit geschaffen.
- Männer und Jungen werden über Väterclubs als unterstützende Verbündete einbezogen.
- Schulgesundheitsclubs werden aufgebaut, geschult und mit anschaulichen Lernmaterialien ausgestattet.
- Mädchen erhalten wiederverwendbare Menstruationsprodukte sowie Zugang zu sicheren, privaten und geschlechtergerechte Sanitäranlagen.
Ziele und Maßnahmen des Projekts
Das Projekt Mädchen. Bildung. Zukunft. ergänzt das bereits bestehende Plan-Projekt Wasser. Bildung. Zukunft. in der Region mit einem klaren Fokus auf Menstruationsgesundheit in Schulen und Gemeinden. Wir setzen dort an, wo Mädchen im Alltag Unterstützung brauchen: mit verlässlichem Wissen, bezahlbaren Produkten, geschützten Räumen und einem Umfeld, das offen und respektvoll mit Menstruation umgeht. Unser gemeinsames Ziel ist es, dass Mädchen ihre Periode sicher und würdevoll bewältigen können und der Schulbesuch auch während der Menstruation selbstverständlich bleibt. Um dies zu erreichen, führen wir das Projekt in zehn Gemeinden in der Oti Region in Ghana durch. Dort arbeiten wir im Rahmen des Projekts mit Schulen, Familien, lokalen Partnern und Gemeinden zusammen.
Verbesserung der Bedingungen
Gleichzeitig verbessern wir mit diesem Projekt die praktischen Bedingungen: 1.000 Mädchen erhalten wiederverwendbare Menstruationsbinden und zehn Latrinen in Schulen entstehen. Dort können sich Mädchen ungestört waschen und umziehen. Darüber hinaus erhalten drei lokale Schneidereibetriebe, die von jungen Menschen oder Menschen mit Behinderungen geführt werden, Unterstützung bei der Herstellung wiederverwendbarer Binden. In acht Gemeinden gründen wir außerdem Spargruppen, um Familien langfristig finanziell zu stärken und die Versorgung zu sichern.
Lehren und Lernen zum Thema Menstruation
Auch Kinder und Jugendliche haben eine aktive Rolle in der Umsetzung des Projekts: In zehn Schulen werden Schulgesundheitsclubs aufgebaut oder gestärkt. Dafür werden 50 Schüler:innen und 20 Lehrkräfte ausgebildet. Durch Lernmaterialien, Spiele und gemeinschaftliche Treffen und Aktivitäten geben sie ihr Wissen altersgerecht und verständlich weiter.
Austausch und Diskussionsrunden
Durch offene Gesprächsformate erreichen wir Mädchen, Jungen, Eltern, Lehrkräfte und Gemeindemitglieder. Dabei geht es nicht nur um Menstruation und Hygiene, sondern auch um Fragen, Unsicherheiten und die Unterstützung, die Mädchen im Alltag brauchen.
Väterclubs
In zehn Väterclubs mit insgesamt 100 männlichen Mitgliedern beziehen wir Männer als Unterstützer ein. Sie sprechen mit anderen Männern und Jungen über Rollenbilder, Verantwortung in der Familie und einen respektvollen Umgang mit Menstruation.
Stephanie Finkbeiner
Geschäftsbereichsleiterin Nachhaltigkeit / CSR
EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG
„Wir freuen uns sehr, unser Engagement in der Oti Region gemeinsam mit Plan International weiterzuentwickeln. Mit dem Projekt Mädchen. Bildung. Zukunft. setzen wir gezielt dort an, wo viele Mädchen und junge Frauen noch immer mit Herausforderungen für ihren Bildungsweg konfrontiert sind. Gemeinsam möchten wir dazu beitragen, Menstruation zu enttabuisieren und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Mädchen auch während ihrer Periode uneingeschränkt am Schulalltag teilnehmen können. So wollen wir Mädchen und junge Frauen gezielt fördern und einen Beitrag dazu leisten, dass Bildung, Chancengleichheit und Teilhabe in den Gemeinden der Region weiter gestärkt werden.“
Aktuelle News
Fragen & Antworten
EDEKA hat sich für die Zusammenarbeit mit Plan International Deutschland entschieden, weil die Organisation über fundierte Erfahrung in Projekten zu Kinderrechten, Mädchenförderung und körperliche Selbstbestimmung verfügt. Da Plan bereits seit mehreren Jahren in der Oti Region Ghanas zu diesem Thema aktiv ist, ergibt sich zudem ein hohes Synergiepotenzial für die Zusammenarbeit in den Gemeinden der EDEKA-Kakao-Initiative.
EDEKA ist bereits seit 2021 mit einer Initiative zur Stärkung lokaler Gemeinden in der Oti Region aktiv. Ziel der Initiative ist es, Kakaofarmer:innen bei der Umstellung auf resilientere Anbaupraktiken zu unterstützen und ihre wirtschaftliche Situation langfristig zu verbessern.
Das Engagement von EDEKA geht dabei bewusst über den Kakaoanbau hinaus. Erfahrungen aus der langjährigen Zusammenarbeit in den Gemeinden zeigen, dass Mädchen und junge Frauen oft mit strukturellen Benachteiligungen konfrontiert sind – etwa eingeschränktem Zugang zu Bildung, mangelnder finanzieller Eigenständigkeit, traditionellen Rollenbildern, geringer Mitbestimmung sowie tabuisierten Themen wie Menstruation.
Deshalb berücksichtigt EDEKA Chancengleichheit gezielt in den Projektaktivitäten und etabliert gemeinsam mit Partnern wie Plan International Deutschland Maßnahmen, die Mädchen und Frauen stärken, Bildungsbarrieren abbauen und Teilhabe fördern.
Erfahrungen aus den Projektregionen zeigen, dass die Menstruation für viele Mädchen weiterhin ein Hindernis für einen regelmäßigen Schulbesuch darstellen kann. Gründe dafür sind unter anderem ein eingeschränkter Zugang zu Hygieneartikeln, fehlende oder unzureichende Sanitäreinrichtungen sowie soziokulturelle Tabus und Stigmatisierung.
Da Bildung eine zentrale Voraussetzung für Selbstbestimmung, wirtschaftliche Perspektiven und gesellschaftliche Teilhabe ist, setzt EDEKA gemeinsam mit Plan gezielt an diesem Thema an.
Ghana wurde ausgewählt, weil EDEKA dort bereits seit 2021 mit der Kakaoinitiative Cocoa For Future aktiv ist und über gewachsene Strukturen sowie vertrauensvolle Partnerschaften in den Gemeinden verfügt. Dadurch können neue Maßnahmen gezielt an bestehende Aktivitäten anknüpfen und dazu beitragen, Chancengleichheit, Bildungszugang und die Zukunftsperspektiven von Mädchen und Frauen weiter zu stärken.
Ziel des Projekts ist es, Mädchen und junge Frauen in den Kakaogemeinden langfristig bessere Chancen für ihre persönliche Entwicklung zu eröffnen. Um das zu erreichen, sollen Bildungsbarrieren reduziert, der Zugang zu Informationen und Hygieneprodukten verbessert und das Bewusstsein für Menstruationsgesundheit sowie Gleichberechtigung in den Gemeinden geschärft werden.
Damit möchte EDEKA dazu beitragen, die Voraussetzungen für einen regelmäßigen Schulbesuch zu verbessern, Zukunftsperspektiven zu erweitern und die gesellschaftliche sowie wirtschaftliche Teilhabe von Mädchen und jungen Frauen auszubauen.
Nein. Die Bereitstellung von Hygieneprodukten ist nur ein Bestandteil des Projekts. Daneben spielen Aufklärung, Wissensvermittlung zu Menstruationsgesundheit, die Einbindung von Schulen und Gemeinden sowie die Sensibilisierung für Chancengleichheit eine wichtige Rolle. Diese kann nur erreicht werden, wenn die gesamte Gemeinschaft einbezogen wird. Deshalb richten sich Maßnahmen auch an Jungen, Männer, Eltern, Lehrkräfte und Gemeindevertretende. Ziel ist es, Wissen zu fördern und bestehende Vorurteile und Tabus abzubauen.
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