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In Phase II unseres Projektes "Mangelernährung verhindern" konzentrieren wir uns besonders auf die Gesundheit und Förderung für Kinder bis sechs Jahre. © Plan International
In Phase II unseres Projektes "Mangelernährung verhindern" konzentrieren wir uns besonders auf die Gesundheit und Förderung für Kinder bis sechs Jahre. © Plan International

Mangelernährung verhindern Phase II

In den ländlichen Projektregionen Stung Treng und Ratanakiri weisen viele Kinder Anzeichen von Mangelernährung auf. Dies schwächt die Kinder und macht sie anfällig für Krankheiten. Viele Menschen haben zudem keinen Zugang zu sauberem Wasser und Sanitäranlagen. Deshalb verbessern wir die Wasser- und Sanitärversorgung, bauen Kindergärten und informieren über gesunde Ernährung. Wir schulen Eltern, Erzieherinnen und Erzieher und das Personal von Gesundheitseinrichtungen, damit Kinder bis sechs Jahren frühkindliche Förderung erhalten und gesund aufwachsen können.

Mangelernährungverhindern und Gesundheit fördernHelfen auch Sie in Kambodscha!

Das Projekt in der Übersicht

Projektregionen:
Stung Treng und Ratanakiri

Projektlaufzeit:
November 2020 – Oktober 2023

Ziele:

  • Verbesserte Gesundheit und Ernährung bei Kleinkindern, Schwangeren und stillenden Müttern
  • Verbesserte Hygiene, Wasser- und Sanitärversorgung

    Maßnahmen:

    • Schulungen für Eltern und Erzieher:innen zu frühkindlicher Förderung
    • Bau und Einrichtung von 25 Vorschulen
    • Aufklärungsprogramme über ausgewogene Ernährung
    • Unterstützung beim Anlegen von Gemüsegärten
    • Behandlung von mangelernährten Kindern
    • Bau von Wasserversorgungssystemen

      Ja, ich unterstütze dieses Projekt!

      Was uns in Kambodscha erwartet

      Kambodscha

      Die ersten Lebensjahre haben einen entscheidenden Einfluss auf die körperliche und geistige Entwicklung eines Kindes. In den ländlichen Regionen Kambodschas fehlt es den Eltern von Kleinkindern jedoch häufig an Angeboten zur frühkindlichen Betreuung und Förderung. Nur 15 Prozent der Kinder zwischen drei und fünf Jahren besuchen eine Vorschule oder einen Kindergarten.

      Viele Kinder leiden zudem an Mangelernährung, die zu schweren Schäden  in der körperlichen und geistigen Entwicklung führen kann. So sind landesweit rund ein Drittel der Kinder unter fünf Jahren von ernährungsbedingter Unterentwicklung betroffen. Bereits während der Schwangerschaften ernähren sich die Frauen oft unzureichend, sodass ihnen und ihrem Kind wichtige Nährstoffe fehlen. Zusätzlich gefährden der Mangel an sauberem Wasser, Toiletten und Hygienemöglichkeiten gerade in ländlichen Regionen die Gesundheit der Kinder.

      Projektaktivitäten November 2020 - April 2021

      Eltern lernen, wie sie ihre Kinder altersgerecht fördern; Väter werden ermutigt eine aktive Rolle in der Erziehung zu übernehmen.  © Hartmut Schwarzbach/argus/ Bild stammt aus einem ähnlichen Plan-Projekt in Kambodscha
      Eltern lernen, wie sie ihre Kinder altersgerecht fördern; Väter werden ermutigt
      eine aktive Rolle in der Erziehung zu übernehmen. © Hartmut Schwarzbach/argus/ Bild stammt aus einem ähnlichen Plan-Projekt in Kambodscha

      In allen 23 Projektdörfern wurden Elterngruppen zur Förderung der frühkindlichen Erziehung gegründet. Im Juni 2021 werden die Gruppenmitglieder an Schulungen zu gesunder Ernährung, Hygienepraktiken und Maßnahmen zum Schutz ihrer Kinder teilnehmen. Um traditionelle Rollenmuster aufzubrechen und auch die Väter explizit anzusprechen und in die Erziehung ihrer Kinder miteinzubeziehen, wurden außerdem 14 Vätergruppen gebildet. Auch sie nehmen im kommenden Berichtszeitraum an Schulungen teil und geben ihr erworbenes Wissen über gesundes Aufwachsen und frühkindliche Stimulation anschließend an ihre Gemeinden, insbesondere an die Familien mit Kindern bis sechs Jahren, weiter. Zudem setzen sie sich dafür ein, dass die Kinder regelmäßig die Vorschule besuchen, da diese die elterliche Betreuung ergänzt und den  Kindern einen Ort für gemeinsames und altersgerechtes Lernen bietet.

      Im März 2021 nahmen acht Vorschulleher:innen an der ersten Schulungseinheit zu kindgerechter Pädagogik und Lehrmethoden teil. Dabei befassten sie sich unter anderem mit Kinderrechten, der Entwicklung von Lern- und Lehrmaterial sowie dem Lernen auf Basis von Spielen, Geschichten, Gedichten und Liedern. In den nächsten Monaten wird die Schulung mit weiteren Teilnehmer:innen und Themenschwerpunkten fortgeführt.

      In Zusammenarbeit mit den lokalen Gesundheitszentren organisierten wir im März und April 2021 Ernährungsberatungen für insgesamt 130 schwangere und stillende Frauen. Dabei klärten wir die Teilnehmerinnen darüber auf, wie wichtig eine ausgewogene Ernährung bereits während der Schwangerschaft und Stillzeit ist, da sich diese auch auf die Ernährungssituation von Ungeborenen bzw. Säuglingen auswirkt. Im Anschluss erarbeiteten die Frauen spezielle Ernährungspläne.

      Um die Ernährung von Säuglingen und  Kleinkindern langfristig zu verbessern und so eine gute Basis für ihre körperliche und geistige Entwicklung zu schaffen, führten wir gemeinsam mit den Gesundheitszentren 15 Aufklärungsseminare für Eltern mit Kindern unter zwei Jahren durch. Dabei lernten die 169 Elternteile und Betreuer:innen, wie sie das Wachstum ihrer Kinder überprüfen, eine  altersgerechte Ernährung sicherstellen und Hygienepraktiken einhalten.

      Zudem wählten wir 300 benachteiligte Familien mit Kindern unter fünf Jahren aus, die wir im Rahmen des  Projekts beim Anlegen von Gemüsegärten und der Haltung von Nutztieren unterstützen. Zwischen März und April 2021 fanden bereits die ersten Schulungen zum Gemüseanbau und zur Viehzucht statt.

      Durch verbesserte Gesundheitsversorgung sinkt auch das Risiko von Krankheiten.
      Durch eine verbesserte Wasserversorgung sinkt auch das Risiko von Krankheiten. © Plan International

      Der Zugang zu Wasser- und Sanitärversorgung sowie gute Hygienepraktiken sind wichtige Maßnahmen zur Krankheitsvorbeugung und spielen eine essenzielle Rolle in der gesundheitlichen Stärkung von Kindern. Um den Dorfbewohner:innen ein nachhaltiges Wissen über die Bedeutung von Sauberkeit und Hygiene zu vermitteln, organisierten wir im Berichtszeitraum 29 Aufklärungsveranstaltungen. Dabei wurden die über 1.000 Teilnehmer:innen unter anderem über Maßnahmen zur Krankheitsprävention wie dem Händewaschen mit Seife sowie die Bedeutung von sauberem Trinkwasser und Nahrungsmitteln aufgeklärt.

      Zudem statteten wir zehn Schulen mit  Hygienematerialien wie Handseifen, Handtüchern und Gesichtsmasken aus. An vier Projektschulen wurde mit dem Bau von geschlechtergerechten und inklusiven Latrinen  begonnen. Diese bieten Mädchen Privatsphäre, um ihrer Menstruationshygiene nachzukommen und ermöglichen auch Schüler:innen mit körperlichen Behinderungen den  Zugang.

      Nach dem Konzept der gemeindebasierten Sanitärversorgung unterstützen wir die Gemeinden außerdem dabei, selbst Maßnahmen für eine bessere Sanitärversorgung und Hygiene umzusetzen. In diesem Zusammenhang betreuten wir die Dorfbewohner:innen beim eigenständigen Bau von 200 Latrinen, von denen 1.046 Personen profitieren.

      Infolge der Coronapandemie mussten wir einige Projektaktivitäten anpassen. So wurden viele der geplanten Versammlungen virtuell abgehalten und Präsenzveranstaltungen fanden nur in kleinen Gruppen und unter Einhaltung von Hygienevorschriften und Abstandsregelungen statt. Auch der Projektzeitplan zur Umsetzung einzelner Maßnahmen wurde überarbeitet, da die Einarbeitung und Schulung neuer Mitarbeiter:innen verschoben werden musste.

      "Ich bin sehr glücklich, dass ich an der Schulung teilnehmen konnte!"

      Ein 34-jähriger Bauer aus einem Projektdorf in Stung Treng berichtet:

      „In der Schulung zum Gemüseanbau habe ich viel über nachhaltige landwirtschaftliche Methoden wie die  Herstellung von Dünger oder Mischkulturen gelernt. Diese sind in der Praxis sehr hilfreich, sodass ich durch die Verwendung von natürlichen Rohstoffen die Kosten für chemische Düngemittel und Pestizide senken konnte. Ich bin sehr glücklich und dankbar, dass ich an der Schulung teilnehmen konnte.“

      Beispielhafte Projektausgaben

      58 EUR
      kostet eine Veranstaltung für schwangere und stillende Frauen, um sie über gesunde Ernährung und die Bedeutung des Stillens zu informieren.

      218 EUR
      brauchen wir für eine Dorfveranstaltung, auf der Informationen zu frühkindlicher Entwicklung, Ernährung und Hygiene bekannt gemacht werden.

      244 EUR
      kosten die Lehr- und Lernmaterialien für eine Vorschule

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