Ihre Patenschaft in Indien fördert die Gleichberechtigung zwischen Mädchen und Jungen.
Ihre Patenschaft in Indien fördert die Gleichberechtigung zwischen Mädchen und Jungen. © Plan/Dirk Bartling

Patenschaft für Kinder in Indien

Die große Vielfalt an Völkern und Sprachen stellt Indien vor besondere politische und administrative Herausforderungen. Einer hochentwickelten Technologieindustrie im Süden des Landes steht eine zusehends verarmte Landbevölkerung im Norden gegenüber, die in die Slums der Großstädte abwandert. Plan International verlagert seine Programmarbeit deshalb zunehmend in den extrem armen Norden und hilft hier das Leben von Kindern zu verbessern.

Unser Engagement in Indien

Unsere Länderstrategie bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit. Sie wird für einen Zeitraum von mehreren Jahren erstellt und setzt verschiedene Ressourcen ein, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von bedürftigen Kindern und ihren Familien zu verbessern. Die Länderstrategie haben wir zusammen mit Mädchen und Jungen, Familien, lokalen Gruppen und Initiativen sowie Mitgliedern der lokalen Regierung erarbeitet.

  • Programmarbeit seit 1979
  • 2016 über 60.000 Patenkinder
  • Arbeitsschwerpunkte: Bildung, Gesundheit, Wasser und Hygiene, Kinderschutz, Teilhabe von Kindern und Frauen, wirtschaftliche Sicherheit, Katastrophenvorsorge

Ja, ich möchte in Indien helfen!

Wie hilft eine Kinderpatenschaft in Indien?

Plan International nahm die Arbeit 1979 in Indien auf. 2016 erreichten wir mit unserer Arbeit das Umfeld von über 60.000 Patenkindern und ihren Familien. Wir konzentrieren uns mit unserer Programmarbeit immer mehr auf den ärmeren Norden des Landes.

Unser Arbeitsansatz, die kindorientierte Gemeindeentwicklung, beruht auf den Grundrechten von Kindern: das Recht auf Leben, Entwicklung, Mitwirkung und Schutz. Kindorientierte Gemeindeentwicklung bedeutet mit und für Kinder zu arbeiten. Mädchen und Jungen, Jugendliche, ihre Familien und Gemeinden sind an der Planung und Durchführung von Programmen und Projekten beteiligt, um ihre eigene Entwicklung voranzubringen. Die Gemeinde trägt Verantwortung für die Programme, damit deren Nachhaltigkeit gesichert wird, auch nachdem wir unsere Arbeit in diesem Gebiet beendet haben. Von zentraler Bedeutung ist es daher, die Kompetenzen von Gemeindemitgliedern zu stärken, damit sie sich mit den Herausforderungen ihrer Gemeinden aktiv auseinandersetzen können. Dies trägt dazu bei, strukturelle Kinderarmut zu beseitigen.

Da der Staat eine wichtige Rolle bei der Umsetzung und Einhaltung der Kinderrechte spielt, arbeiten wir mit Regierungsstellen zusammen und unterstützen sie darin, ihre Verpflichtungen gegenüber den Gemeindemitgliedern wahrzunehmen und vorhandene Gesetze und Vorgaben umzusetzen. Gleichzeitig informieren wir die Menschen in den Gemeinden über ihre Rechte und bestärken sie darin, diese einzufordern. Wir setzen uns besonders für ausgegrenzte und benachteiligte Kinder ein, damit sie ihre Rechte wahrnehmen und den Kreislauf von Diskriminierung, gesellschaftlicher Nichtteilhabe und Kinderarmut durchbrechen können.

Aktuelle Programme: Hilfe in Indien

Die Übernahme einer Patenschaft für ein Kind in Indien ermöglicht die Umsetzung vielfältiger Projekte direkt vor Ort. Lesen Sie nachfolgend, welche Projekte wir in Indien umsetzen und erfahren Sie mehr über die Lebensverhältnisse im Land.

Indien im Überblick

Indien erstreckt sich über den Großteil des südasiatischen Subkontinents. Es gliedert sich in drei Zonen: das Himalayagebirge im Norden, die anschließende Indus- und Gangesebene sowie das Tafelland im Süden. Das Klima ist subtropisch bis tropisch und stark vom Monsun geprägt.

Einwohner 1.311,1 Mio. (Deutschland: 82,7 Mio.)
ø Lebenserwartung 67 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit* 48 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
BNE** pro Kopf 1.570 USD (D: 47.640 USD)
Alphabetisierungsrate*** Frauen 82 %, Männer 90 %
Landesfläche 3.287.000 qkm, (D: 357.050 qkm)
Hauptstadt Neu-Delhi
Landessprachen Hindi, Englisch
Religion Hinduismus (80 %), Islam (13 %), Christentum (2 %) u.a.
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF-Report 2016, UNDP „Bericht über die menschliche Entwicklung 2015“, Auswärtiges Amt

Die Geschichte Indiens

Der Portugiese Vasco da Gama war der erste Europäer, der im Jahr 1498 den Seeweg nach Indien entdeckte. Ab 1505 eroberte Portugal kleinere Küstenstützpunkte. Von 1756 an unterwarf die britische Ostindien-Kompanie von ihren Hafenstützpunkten im heutigen Kolkata, Chennai und Mumbai aus weite Teile Indiens und verdrängte den Einfluss der europäischen Kolonialmächte Portugal, Niederlande und Frankreich. 1857 lehnten sich Teile der Bevölkerung Nordindiens im sogenannten Sepoy-Aufstand gegen die Herrschaft der Ostindien-Kompanie auf. Der Aufstand konnte erst nach Monaten niedergeschlagen werden. In Folge des Aufstands wurde die Ostindien-Kompanie durch den Government of India Act 1858 aufgelöst und Britisch-Indien zu einer formellen Kronkolonie. Der gewaltfreie Widerstand gegen die britische Kolonialherrschaft, vor allem unter Mohandas Karamchand Gandhi und Jawaharlal Nehru, führte 1947 zur Unabhängigkeit. Am 26. November 1949 trat Indien dem Commonwealth of Nations bei und am 26. Januar 1950 trat die vor allem von Bhimrao Ambedkar ausgearbeitete Verfassung in Kraft, durch die Indien zur Republik wurde.

Die heutige Situation in Indien

Seit Juli 2012 ist Pranab Kumar Mukherjee Staatspräsident. Als größte Demokratie der Welt ist Indien geprägt durch eine beträchtliche Vielfalt von ethnischen Gruppen, Religionen und Sprachen (23 Amtssprachen). Einer hochentwickelten Technologie und Wissenschaft, boomenden Film- und Medienindustrie sowie weiteren erfolgreichen Industriezweigen steht eine zusehends verarmte Landbevölkerung gegenüber, die in die Slums der Großstädte abwandert. Zunehmende Uweltkatastrophen wie Erdbeben, Überschwemmungen und Trockenheit machen wirtschaftliche und soziale Erfolge immer wieder zunichte.

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Ulrich Wickert
Ulrich Wickert, Autor

„Die unabhängige und konfessionell nicht gebundene Organisation überzeugt mich durch ihre nachhaltigen Selbsthilfe-Projekte. Deshalb engagiere ich mich für Plan.“

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