Ihre Patenschaft in Indien fördert die Gleichberechtigung zwischen Mädchen und Jungen.
Ihre Patenschaft in Indien fördert die Gleichberechtigung zwischen Mädchen und Jungen. © Plan/Dirk Bartling

Patenschaft für Kinder in Indien

Die große Vielfalt an Völkern und Sprachen stellt Indien vor besondere politische und administrative Herausforderungen. Einer hochentwickelten Technologieindustrie im Süden des Landes steht eine zusehends verarmte Landbevölkerung im Norden gegenüber, die in die Slums der Großstädte abwandert. Plan International verlagert seine Programmarbeit deshalb zunehmend in den extrem armen Norden und hilft hier das Leben von Kindern zu verbessern.

Unser Engagement in Indien

Die Länderstrategie von Plan International in Indien bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit für den Zeitraum 2011 bis 2015. Sie setzt verschiedene Ressourcen ein, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von bedürftigen Kindern und ihren Familien zu verbessern:

  • Programmarbeit seit 1979
  • 2015 fast 62.000 Patenkinder
  • Arbeitsschwerpunkte: Bildung, Gesundheit, Wasser und Hygiene, Kinderschutz, Teilhabe von Kindern und Frauen, wirtschaftliche Sicherheit, Katastrophenvorsorge

Ja, ich möchte in Indien helfen!

Wie hilft eine Kinderpatenschaft in Indien?

Plan International nahm die Arbeit 1979 in Indien auf. Im Jahr 2015 erreichte Plan International das Umfeld von 62.000 Patenkindern und ihren Familien. In den Programmgebieten arbeitet Plan International in Indien mit Gemeinden, die extremer Armut und Diskriminierung ausgesetzt und von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen sind. Denn trotz offiziellen Verbots beeinflusst das Kastensystem das soziale Gefüge Indiens, hauptsächlich in den ländlichen Gebieten.

In Indien setzen wir von Plan International uns dafür ein, dass Mädchen und Jungen gleiche Chancen im Leben erhalten. Die gesellschaftliche Stellung von Mädchen und Frauen ist generell sehr niedrig. Dieser Zustand verschärft sich noch für Mädchen aus sozial benachteiligten Gruppen. Familien bevorzugen nach wie vor Jungen. Dies hat große Auswirkungen auf das Geschlechterverhältnis. So liegt die Anzahl der Frauen pro 1.000 Männer durchschnittlich bei 943. In den Bundesstaaten Rajasthan und Uttar Pradesh beispielsweise ist das Geschlechterverhältnis noch weniger ausgeglichen.

Wir wollen erreichen, dass auch sozial benachteiligte Kinder – das sind vor allem Mädchen und Kinder ethnischer Minderheiten – eine qualitative Schulbildung erhalten und sie ihr Recht auf Mitsprache wahrnehmen können. Eine wichtige Rolle für das Wohl der Kinder spielt auch der gesicherte Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu Gesundheitseinrichtungen. Zudem helfen wir Kindern und ihren Familien, berufliche Perspektiven zu entwickeln und sich vor den Folgen von Umweltkatastrophen bestmöglich zu schützen.

Aktuelle Programme: Hilfe in Indien

Die Übernahme einer Patenschaft für ein Kind in Indien ermöglicht die Umsetzung vielfältiger Projekte direkt vor Ort. Lesen Sie nachfolgend, welche Projekte wir in Indien umsetzen und erfahren Sie mehr über die Lebensverhältnisse im Land.

Indien im Überblick

Indien erstreckt sich über den Großteil des südasiatischen Subkontinents. Das Land gliedert sich in drei Zonen: das Himalaya-Gebirge im Norden, die anschließende Indus- und Ganges-Ebene sowie das Tafelland im Süden. Das Klima ist subtropisch bis tropisch und stark vom Monsun geprägt. 

Einwohner 1.252,1 Mio. (Deutschland: 82,7 Mio.)
ø Lebenserwartung 69 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit* 53 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
BNE** pro Kopf 1.570 USD (D: 47.640 USD)
Alphabetisierungsrate*** Frauen 74 %, Männer 88 %
Landesfläche 3.287.000 qkm, (D: 357.050 qkm)
Hauptstadt Neu-Delhi
Landessprachen Hindi, Englisch
Religion Hinduismus (80 %), Islam (13 %), Christentum (2 %) u.a.
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF-Report 2016, UNDP „Bericht über die menschliche Entwicklung 2015“, Auswärtiges Amt

Die Geschichte Indiens

Im Mittelalter überzog ein Netz kleiner Königreiche den indischen Subkontinent. 1765 erhielt die Britische Ostindische Handelskompanie die Finanzhoheit über Bengalen. Dies legte den Grundstein zur britischen Expansion. 1877 nahm Königin Victoria den Titel Kaiserin von Indien an. Mit Gründung des Indischen Nationalkongresses 1885 setzten sich die Inder für ihre Selbstbestimmung ein. Führend dabei wurde Mahatma Gandhi im gewaltlosen Widerstand gegen die Briten. 1947 wurde Indien unabhängig. Bis 1996 wurde Indien fast durchgehend von der Indischen Kongress-Partei regiert.

Die heutige Situation in Indien

Seit 2014 ist Narendra Modi von der hindu-nationalistischen Bharatiya Janata Party Premierminister Indiens. Eine große Vielfalt an Völkern und Sprachen stellt das Land vor politische und administrative Herausforderungen. Trotz offiziellen Verbots spielt das Kastenwesen nach wie vor eine wichtige Rolle für den sozialen Status. Einer hochentwickelten Technologie und Wissenschaft sowie der boomenden Film- und Medienindustrie steht eine zusehends verarmte Landbevölkerung gegenüber, die in die Slums der Großstädte abwandert. Kinderarbeit ist in Indien weit verbreitet.

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Ulrich Wickert
Ulrich Wickert, Autor

„Die unabhängige und konfessionell nicht gebundene Organisation überzeugt mich durch ihre nachhaltigen Selbsthilfe-Projekte. Deshalb engagiere ich mich für Plan.“

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