FRoSTA AG

Vielfältiges Engagement aktiv gelebt

Seit 2017 arbeiten die FRoSTA AG und Plan International Deutschland zusammen. Mit einem Individualprojekt in Ecuador, Unternehmens-Patenschaften und Aktionen zum Weltmädchentag unterstützt FRoSTA junge Menschen und setzt sich für das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben, insbesondere von jungen Frauen, ein.

Individualprojekt: Unterstützung Jugendlicher bei der Existenzgründung

Am 1. Januar 2017 startete ein gemeinsames, zweijähriges Projekt von Plan International Deutschland und dem Tiefkühlkosthersteller FRoSTA zur Unterstützung von jungen Menschen in der Cotopaxi Provinz in Ecuador. 

Im August 2015 stieß der Vulkan Cotopaxi in Ecuador – einer der gefährlichsten Vulkane der Welt – glühende Gesteinsbrocken und Asche aus. In den Projektgemeinden der Region Latacunga führte dies zu gravierenden Einbußen in der Landwirtschaft. Auf der Flucht vor einem drohenden Vulkanausbruch waren viele Familien zudem gezwungen, ihr Vieh weit unterhalb des Marktwertes zu verkaufen, und verloren dadurch wichtige Lebensgrundlagen.

Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung betreffen mehr als 50 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Region. Es fehlt an Bildungsangeboten und alternativen Einkommensquellen. Vor allem Mädchen und junge Frauen sind gefährdet, aufgrund ihrer sozio-ökonomischen Benachteiligung in einen Kreislauf der Armut zu geraten. FRoSTA und Plan wollten diese sozioökonomischen Bedingungen verbessern und junge Frauen und Männer in fünf Gemeinden der Region in berufsbildenden Maßnahmen qualifizieren. 200 Jugendliche wurden im unternehmerischen Handeln geschult und erhielten Zugang zu Mikrokrediten. Die Jugendlichen wurden somit bei der Entwicklung und Umsetzung eigener Geschäftsideen unterstützt. So kam es zur Gründung von fünf jugendgeführten Unternehmen, die FRoSTA auch weiterhin unterstützt. Von der Investition in das Potenzial der jungen Unternehmer:innen und die damit verbundene Wiederbelebung der lokalen Wirtschaft profitierten alle Mitglieder der fünf Projektgemeinden. 

Nachdem das Projekt ein so großer Erfolg war, verkündete FRoSTA im Januar 2019 die Verlängerung um weitere zwei Jahre. Dabei weiten sich die Aktivitäten auf neue Gemeinden aus und beziehen die Jugendlichen aus dem Vorgängerprojekt aktiv mit ein. Mit der Verlängerung des Projektes kommen zum Beispiel vier weitere Gemeinden hinzu, in denen nun mit „Youth Innovation Labs“ der Jugendarbeitslosigkeit entgegengewirkt werden soll. Die Teilnehmer:innen werden in Workshops u.a. dabei unterstützt, Arbeit zu finden und ihren Lebensunterhalt nachhaltig zu verdienen.

FRoSTA ist ein Tiefkühlkosthersteller mit Sitz in Bremerhaven, der seine Zutaten aus der ganzen Welt bezieht, unter anderem aus Ecuador. „Mit diesem Projekt möchten wir einen Beitrag dazu leisten, junge Ecuadorianer besser auszubilden und ihnen die Chance auf eigenes Einkommen zu geben“, sagt Felix Ahlers, Vorstandvorsitzender der FRoSTA AG.


Patenschaften in Ecuador

Zusätzlich übernahm die FRoSTA AG 13 Patenkinder in der Region Cotopaxi in Peru, die vor allem von den Auszubildenden des Unternehmens aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen in Bremerhaven betreut werden.
Die Patenkinder sind generell jünger als die Teilnehmer:innen des Frosta-Projektes, durch sie ist jedoch der persönliche Kontakt in die Region möglich. Durch Briefe zwischen den Auszubildenden von FRoSTA und den Patenkindern entsteht ein interkultureller Dialog und die Auszubildenden erleben das Engagement von FRoSTA in ihrem Alltag.

Darüber hinaus profitieren viele Patenkinder von Stipendien, Geburtenregistrierung oder auch direkten Leistungen, wie beispielsweise Schulmaterialien. Eine Patenschaft bestärkt die Kinder in ihrem Selbstvertrauen und in ihren Sozialkontakten. Auch stecken sich Patenkinder oftmals höhere Ziele und beteiligen sich aktiver am Unterricht. Somit ermöglicht FRoSTA durch die Patenschaften Kindern und jungen Menschen ein selbstbestimmteres Leben.


Der Weltmädchentag bei Frosta

Seit Beginn der Kooperation in 2017 macht FRoSTA durch kreative Aktionen auf den Weltmädchentag und die fehlende Gleichberechtigung von Mädchen und jungen Frauen aufmerksam.

Jedes Jahr wird das Kühlhaus in Bremerhaven um den 11. Oktober pink beleuchtet, die üblichen weißen Haarhauben und Gesichtsmasken in der Produktion werden durch pinkfarben ersetzt und in der Kantine gibt es pinke Donuts für die Mitarbeiter:innen.

Ein großes Highlicht ist das so genannte Youth Takeover: Einen Tag lang schlüpften drei weibliche Auszubildende in die Rolle ihrer Chef:innen und übernahmen Führungspositionen – z.B. in den Bereichen Produktion, Produktentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit. „Mit den kreativen Aktionen wollen wir ein Zeichen setzen für die Gleichberechtigung von Mädchen und jungen Frauen. Wir wollen aber auch mit unseren Kolleginnen und Kollegen ins Gespräch kommen und haben deshalb Diskussionswände vorbereitet und einen Fragebogen zum Thema „Gleichberechtigung bei FRoSTA“ verteilt“, berichtet die Auszubildende Elena Wöhlken, die beim Weltmädchentag 2020 die Rolle der Pressesprecherin des Tiefkühlkostherstellers übernahm. 

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