Gesundheit und Frühbildung für Kinder in Togo

Frühkindliche Bildung legt den Grundstein für den späteren Schulerfolg. Für Kinder in Togo ist es jedoch schwer, frühe Bildung zu erhalten. Denn es fehlen Kindergärten und Vorschulen. Außerdem bedrohen Krankheiten wie Malaria und Lungenentzündung, Mangelernährung und Durchfallerkrankungen ein gesundes Aufwachsen der Kinder. Durch eine mobile Klinik und den Bau von Kindergärten sowie Schulungen für Gesundheitshelfer:innen und Eltern wollen wir diesen Herausforderungen begegnen.

Projektlaufzeit Oktober 2024 - Juli 2027

Ziele
  1. Gesunde Entwicklung von Kindern im Alter von 0 bis 6 Jahren
  2. Verbesserte Gesundheitsversorgung für Schwangere, Mütter und Kleinkinder
  3. Zugang zu frühkindlicher Förderung
Maßnahmen
  1. Bau und Ausstattung von zwei Kindergärten
  2. Schulungen für Eltern zu positiver Erziehung und aktiver Vaterschaft
  3. Gesundheitsuntersuchungen für 17.460 Kleinkinder sowie 3.750 Schwangere und stillende Frauen
  4. Fortbildungen für 180 Erzieher:innen zu inklusiver frühkindlicher Bildung
  5. Stärkung der unternehmerischen Fähigkeiten von 1.440 Eltern

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Was uns in Togo erwartet

In Togo beeinträchtigen Armut, Mangelernährung, Krankheiten und eine unzureichende Gesundheitsversorgung die gesunde Entwicklung vieler Kinder, wodurch die Kindersterblichkeit hoch ist und nur wenige Kinder eine Vorschule besuchen. Besonders im Projektgebiet der Region Centrale fehlt es Schwangeren und Müttern an Zugang zu Gesundheitsleistungen sowie an Angeboten der frühkindlichen Förderung. Hinzu kommen patriarchale Strukturen in den Familien, durch die Väter oft kaum in die Betreuung ihrer Kinder eingebunden sind.

Was wir erreichen wollen

  • Kindern in den Projektgemeinden ein gesünderes Aufwachsen ermöglichen, unter anderem durch bessere Gesundheitsversorgung, frühkindliche Förderung und elterliche Unterstützung.
  • Eltern und Väter stärken, damit sie ihre Kinder aktiv begleiten – etwa durch Gemeindedialoge, spielerische Förderung und die Ausbildung von „Dad Champions“.
  • Zugang zu früher Bildung verbessern, unter anderem durch den Bau eines neuen Kindergartens dort, wo der Bedarf besonders hoch ist.
  • Nachhaltige Grundlagen schaffen, indem Maßnahmen gemeinsam mit Gemeinden, Partnern und Behörden geplant, umgesetzt und kontinuierlich angepasst werden.
Länderkarte Togo

Projektaktivitäten Oktober 2024 - September 2025

  • Das Projekt ist gestartet: Das Team wurde aufgebaut, das Projekt vorgestellt und ein Feedback-Mechanismus für die Gemeinden eingerichtet.
  • Eine Grundlagenstudie zeigte großen Bedarf bei frühkindlicher Bildung, Mutter-Kind-Gesundheit und elterlicher Unterstützung, besonders bei Ernährung und früher Förderung.
  • 19 Geburtshelfer:innen und 22 Gesundheitshelfer:innen wurden zu sicherer Geburt, Betreuung von Mutter und Kind sowie Ernährung und Familienplanung geschult.
  • Eine mobile Klinik bringt wichtige Gesundheitsangebote wie Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen und Moskitonetze direkt in die Gemeinden.
  • Der Ernährungszustand von 3.142 Kindern unter fünf Jahren wurde erfasst und Eltern zu gesunder Ernährung von Kleinkindern informiert.
  • Zwei Kindergärten werden gebaut, um Kindern frühzeitig bessere Lern- und Entwicklungschancen zu ermöglichen.
  • Ein vorhandener Brunnen wird renoviert und mit einer Solaranlage ausgestattet, sodass der Kindergarten und eine benachbarte Grundschule Zugang zu sauberem Wasser erhalten.
  • 120 geschulte Gemeindemitglieder und 15 Vertreter:innen aus Institutionen gründeten 43 Lern- und Spielgruppen für Eltern und Kleinkinder.
  • Eltern lernten dort, wie sie ihre Kinder spielerisch fördern können – auch mit einfachen, selbstgemachten Materialien.
  • In Gemeindegesprächen einigten sich Freiwillige, Familien und lokale Autoritäten darauf, schädliche Einstellungen zu Kinderschutz, Gesundheit und früher Förderung zu verändern.

Projekteindrücke: Schwangerschaftsvorsorge in Togo

„Anfangs war es eine Herausforderung, das Vertrauen der Eltern zu gewinnen“, erzählt Sonia. „Viele waren nicht bereit, uns bei Hausbesuchen zu empfangen, und nur vier von zehn Frauen nahmen an Untersuchungen zur Schwangerschaftsvorsorge teil.“

Seit die 33-jährige Sonia in ihrer Gemeinde Schwangere und Mütter zu gesundheitlichen Themen berät, nehmen immer mehr junge Frauen an Vorsorgeuntersuchungen teil. Sonia ist Gesundheitshelferin in ihrem Dorf etwa 80 km von Lomé, der Hauptstadt Togos, entfernt. 

Dank Sonias engagierter Arbeit haben die Frauen im Dorf ihre anfängliche Skepsis überwunden. Viele Eltern wissen inzwischen, wie wichtig die Betreuung rund um die Geburt und die nachfolgenden Gesundheitsuntersuchungen für die Entwicklung ihrer Kinder sind.

Projektbeschreibung und Updates

Hier finden Sie weiterführende Informationen zum Projekt sowie regelmäßige Updates zum aktuellen Stand vor Ort.

Beispielhafte Projektausgaben

49 EUR
kostet ein Schulungskit für Eltern mit Lehrund Spielmaterial zur frühkindlichen Förderung

128 EUR
brauchen wir, um ein Elternpaar in positiver Erziehung und aktiver Vaterschaft zu schulen

193 EUR
kostet die Fortbildung für eine:n Erzieher:in zu kindgerechten Lehrmethoden und der Gestaltung eines positiven Lernumfelds

 


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Die Ausgaben von Plan International belaufen sich 2024 wie folgt: 84,29% verwenden wir für Projektausgaben. 10,82% sind Werbeaufwendungen. Die restlichen 4,89% sind Verwaltungsaufwendungen.

Geprüfte Transparenz

Unter anderem verpflichten wir uns dazu, transparent zu arbeiten, sparsam zu wirtschaften und sachlich zu informieren. Dafür bekommen wir vom Deutschen Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI) das Spendensiegel zuerkannt.

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Zudem ist Plan International Deutschland mit dem eKomi Siegel ausgezeichnet mit einer Bewertung von 4,9 von 5 Sternen.

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