"Allin Mikuna" - Kinder gesund ernähren!

In der Provinz Paucartambo sind viele Kinder von Mangelernährung und Blutarmut betroffen. Oft wissen die Eltern zu wenig über Gesundheit und gesunde Ernährung. Hinzu kommen der Klimawandel mit seinen Folgen für die Landwirtschaft und das geringe Einkommen vieler Familien. Im Projekt „Allin Mikuna“ („Gute Ernährung“) unterstützen wir Eltern, nachhaltige klimaangepasste Geschäftsideen zu entwickeln und so ein regelmäßiges Einkommen zu erwirtschaften. In Schulungen lernen sie, wie sie ihre Kinder gesund und ausgewogen ernähren können.

Ziele:
  1. Ernährung der Kinder verbessern
  2. Umweltfreundliche Geschäftsmodelle entwickeln
  3. Frauen ökonomisch stärken
Maßnahmen:
  1. Schulungen für 600 Familien zu gesunder Ernährung und ökologischer Landwirtschaft
  2. Unternehmerische Schulungen für 280 Frauen und 20 Männer sowie Unterstützung beim Aufbau von Kleinstunternehmen
  3. Schulungen für 1.800 Schulkinder zu Ernährungs- und Umweltthemen sowie Geschlechtergerechtigkeit

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Was uns in Peru erwartet

Die ersten Lebensjahre eines Kindes sind von entscheidender Bedeutung für seine körperliche und geistige Entwicklung. In Peru leiden jedoch viele Kleinkinder an Mangelernährung. Landesweit sind 44 Prozent der Kinder zwischen ein und drei Jahren von Blutarmut betroffen. In der Provinz Paucartambo, wo die Projektmaßnahmen umgesetzt werden, sind es sogar 66 Prozent.

Der Mangel an hochwertigen Lebensmitteln wird durch den Klimawandel noch verschärft, da Dürren und Kälteperioden immer häufiger auftreten. Gleichzeitig verfügen die Familien kaum über ausreichend Kenntnisse und Mittel, um diesen Herausforderungen entgegenzutreten.

Projektaktivitäten Oktober 2021 - März 2022

Im Berichtszeittraum konnten wieder viele Aktivitäten vor Ort und in Präsenz durchgeführt werden. Dazu gehörten 19 Veranstaltungen zu aktiver Vaterschaft sowie 20 Schulungen zu gesunder Ernährung. Auf diese Weise stärkten wir die Fähigkeiten der Eltern im Hinblick auf positive Erziehung und ausgewogene, kindgerechte Ernährung. So sollen Mangelernährung und Blutarmut bei Kindern durch das verbesserte Wissen der Eltern zukünftig verhindert werden. Bei allen Veranstaltungen wurde stets auf die Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen geachtet, um die Gesundheit der Teilnehmenden nicht zu gefährden.

Zu Aufklärungszwecken produzierten wir 22  Informationstafeln mit Kernbotschaften zu gesunder Ernährung, Hygienepraktiken und aktiver Vaterschaft. Die Tafeln wurden an öffentlichen Plätzen wie Bushaltestellen,  Gemeindezentren, Gesundheits- und Bildungseinrichtungen aufgestellt. Darüber hinaus verteilten wir 3.000 Kalender an Familien, in denen wir ebenfalls zu gesunder Ernährung,  Hygienepraktiken und Elternschaft informierten. Zusätzlich produzierten wir Radiosendungen zu diesen Themen, die in den örtlichen Sendern ausgestrahlt wurden. Die Sendungen wurden in Spanisch und der lokalen Sprache Quechua aufgenommen.

702 Familien besuchten wir zu Hause, um ihre Kenntnisse in ökologischer Landwirtschaft und der häuslichen Organisation zu stärken. Dabei sprachen wir mit ihnen über die Planung des Familienlebens, die Haushaltsorganisation und die Aufzucht von Kleintieren, wie Meerschweinchen und Hühnern. Für eine bessere Haushaltsorganisation erhielten 140 Familien neue Schränke.

Um die gesundheitliche Betreuung von Schwangeren und Kindern zu verbessern, führten wir für 61 Gesundheitsfachkräfte und Sozialarbeiter:innen acht Workshops durch, jeweils zwei pro Distrikt. Themen der Workshops waren die Verhinderung und das Erkennen von Mangelernährung und Blutarmut sowie kosteneffiziente Maßnahmen in Gesundheits- und Sozialprogrammen.

300 junge Mütter nahmen im Berichtszeitraum an Schulungen zur Stärkung ihrer unternehmerischen Fähigkeiten teil. Alle Teilnehmerinnen hatten zuvor Startkapital für ihre Meerschweinchen- oder Hühnerzucht oder den Gemüseanbau erhalten. Für die Auswahl der Teilnehmerinnen galt: Sie sind nicht älter als 29 Jahre und sind selbst Haushaltsvorstand oder leben mit einer Behinderung. Zum Zeitpunkt der Auswahl waren sie schwanger oder hatten Kinder unter fünf Jahren.

300 weitere Frauen begannen im  Berichtszeitraum mit Schulungen zu Produktionsabläufen, Markteinschätzung, Preiskalkulation und Vermarktungsstrategien. Auch sie wurden nach den genannten Kriterien  ausgewählt. 100 von ihnen sollen ebenfalls Startkapital zur Gründung eigener kleiner Unternehmen erhalten, die ihnen ein nachhaltiges Einkommen sichern.

Seit März 2022 findet in den Schulen im Projektgebiet wieder Präsenzunterricht statt. 18 Aktionspläne für den Umweltschutz konnten dort erfolgreich zum Abschluss gebracht werden. Insgesamt waren 423 Schüler:innen an der Ausarbeitung der Pläne beteiligt, in denen sie für eine stärkere Verwendung ökologischer Materialien und die fachgerechte Entsorgung von Müll eintreten. 20 Leiter:innen von Schüler:innengruppen schulten wir in den Bereichen Rundfunk und Kommunikation. Dort lernten sie im Radio zu sprechen, insbesondere zu den Themen Umweltschutz und gesunde Ernährung. Ab April werden in den vier Projektbezirken Sendungen hierzu ausgestrahlt. Als begleitende Maßnahme wird eine mobile App entwickelt, die auf interaktive Weise die Partizipation und die Führungsqualitäten von Jugendlichen stärkt. Mit Hilfe der App sollen Botschaften zu Umweltschutz und gesunder Ernährung unter den Jugendlichen verbreitet werden.


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