In alternativen Initiationsriten geben die Mütter ihr Wissen an ihre Töchter weiter.

Projekt: Mädchen vor Beschneidung schützen

In Guinea sind circa 95 Prozent der Mädchen und Frauen zwischen 15 und 49 Jahren von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen. Zwar ist die Praktik gesetzlich verboten, es fehlt jedoch an einer konsequenten strafrechtlichen Verfolgung. In diesem Projekt konnten wir 3.450 Mädchen vor der Beschneidung bewahren. Aufklärungsveranstaltungen über die Gesetzeslage und die schweren Folgen der weiblichen Beschneidung erreichten mehr als 30.000 Gemeindemitglieder.

Das Projekt ist erfolgreich finanziert.

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Was wir in Guinea erreicht haben

In diesem Projekt haben wir in den Regionen Coyah, Guéckédou und Kissidougou über die schweren Folgen der weiblichen Genitalverstümmelung (englisch: Female Genital Mutilation/ Cutting, FGM/C) aufgeklärt. Ziel war es, ein Ende dieser Praktik herbeizuführen. Zu Beginn des Projektes war FGM/C ein Tabuthema in den Projektgemeinden, über das kaum gesprochen wurde. Die Aufklärungsveranstaltungen konnten jedoch erheblich dazu beitragen, das Thema in die  Öffentlichkeit zu tragen und das Tabu um FGM/C zu brechen. Die Sensibilisierung der Bevölkerung führte dazu, dass mehr und mehr Familien die Praktik aufgaben. So stieg die Zahl der Mädchen, die nicht beschnitten sind, in der Projektregion in den Jahren 2019 bis 2022 um 21 Prozent. Am Ende des Projektes hatten sich alle Projektgemeinden öffentlich zu einer Aufgabe der Beschneidung bei Mädchen und Frauen verpflichtet.

Im Rahmen der Aufklärungsarbeit informierten wir auch über  die Rechtslage in Bezug auf die weibliche Genitalverstümmelung. Denn diese ist in Guinea gesetzlich verboten. Es fehlt jedoch an einer konsequenten strafrechtlichen Verfolgung. Bereits im Rahmen von Vorgängerprojekten hatten wir Beratungsstellen in Kissidougou und Guéckédou aufgebaut. In diesem Projekt kam ein neues Beratungszentrum in der Region Coyah hinzu. Die Beratungszentren unterstützen Mädchen und Frauen bei drohenden oder vollzogenen Beschneidungen, geschlechtsspezifischer Gewalt, Kinderheirat und strafrechtlichen Prozessen.

Guinea

Unsere Projekterfolge

Die Erfolge

  1. Die Anzahl der nicht-beschnittenen Mädchen im Alter von 5-17 Jahren im Projektgebiet ist um rund 21 Prozent gestiegen: von 62 Prozent im Jahr 2019 auf 83 Prozent im Jahr 2022
  2. 3.450 Mädchen haben alternative Initiationsriten durchlaufen und konnten so vor der Beschneidung bewahrt werden
  3. 2.484 Frauen haben sich in 115 Spargruppen zusammengeschlossen, die zu ihrer finanziellen Stärkung beitragen
  4. Schulungen und Aufklärungsveranstaltungen über die schweren Folgen der weiblichen Beschneidung erreichten mehr als 30.000 Gemeindemitglieder

Prüfung und Bewertung

Während des Projektes wurden die Projektaktivitäten auf 35 weitere Distrikte ausgedehnt und die Laufzeit verlängert. So stieg die Zahl der Projektgemeinden von 80 auf 115. Die Reichweite und die Wirksamkeit des Projektes wurden dadurch deutlich erhöht. Die Ausdehnung der Aktivitäten umfasste auch Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Um die Hygiene, zum Beispiel auf Versammlungen, zu verbessern, wurden 160 Kartons mit Seife, 400 Waschvorrichtungen und 600 Infoflyer verteilt.

Während der gesamten Projektlaufzeit fanden regelmäßige Treffen aller beteiligten Partner statt. Dazu zählten unter anderem das Projektteam von Plan, die lokalen Partnerorganisationen, Regierungsvertreter:innen und Mitarbeiter:innen der Beratungsstellen. Dieser konstante und konstruktive Austausch ermöglichte eine gute Zusammenarbeit und sicherte einen hohen Grad an Engagement. Nach Beendigung des Projektes erfolgte eine ausführliche externe Evaluierung, welche die Projekterfolge im Hinblick auf die Ziele bewertete. Sie hielt zum Ende der Projektlaufzeit fest, dass die Zahl der nicht  beschnittenen Mädchen im Alter von 5 bis 17 Jahren um 21 Prozent gestiegen war. Der Prozentsatz der Mädchen, die an alternativen Initiationsriten teilgenommen haben, stieg im  gleichen Zeitraum um 99 Prozent. Außerdem wurde festgestellt, dass sich alle in Spargruppen organisierten Frauen eine einkommensschaffende Tätigkeit aufbauen konnten.

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Geprüfte Transparenz

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