Eine Gruppe von acht Mädchen steht gemeinsam auf einer Wiese und blickt fröhlich in die Kamera. Sie tragen bunte Blusen und Röcke, einige auch Jeans. Im Hintergrund sind andere Kinder und ein Schulgebäude zu sehen.

Schutz vor Frühverheiratung und Gewalt in Guatemala

In den Bezirken Baja Verapaz und Jalapa in Guatemala sind viele Menschen von Armut betroffen. Viele Mädchen kennen ihre Rechte und die staatlichen Gesundheits- und Unterstützungsangebote nicht. Wir möchten Menschen aus 40 Gemeinden direkt dazu ermutigen, die Rechte von Mädchen und Frauen zu respektieren und sich für sie einzusetzen. Unser Fokus ist dabei sexuelle Gesundheit, selbstbestimmte Familienplanung und, damit verbunden, das Recht auf Bildung.

Projektlaufzeit August 2026 - Oktober 2029

Ziele
  1. Stärkung der Rechte, sexuellen Gesundheit und selbstbestimmten Familienplanung von Mädchen und Frauen
  2. Sensibilisierung von Gemeinden – insbesondere Eltern, Schulpersonal und Gesundheitsdienstleistern
Maßnahmen
  1. Workshops zu sexueller Gesundheit und Familienplanung für 600 Mädchen und junge Frauen durchführen
  2. Dialog zwischen Jugendlichen und Entscheidungsträger:innen schaffen
  3. Gesundheitspersonal in jugendfreundlichen Räumen schulen
  4. Lehrkräfte von 40 Schulen zu sexueller Gesundheit fortbilden
  5. Schultoiletten sanieren und Menstruationsmaterialien bereitstellen

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Was uns in Guatemala erwartet

In Guatemala stehen viele Kinder und ihre Familien vor großen Herausforderungen, insbesondere in den ländlichen Regionen. Mädchen werden oft sehr früh verheiratet oder schon in jungen Jahren Mütter, was ihnen Chancen auf eine gute Zukunft nimmt. Viele von ihnen wissen nicht genug über ihre Rechte und ihre Gesundheit, und es fehlt ihnen an Unterstützung in ihrer Umgebung. Hilfe ist dringend nötig, damit sie sicher aufwachsen und ihre Möglichkeiten ausschöpfen können.
 

Was wir erreichen wollen

Mit unserem Projekt möchten wir die Rechte und die Gesundheit von Mädchen und jungen Frauen stärken. Ziel ist es, ihnen die Möglichkeit zu geben, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Zukunft zu treffen. Gleichzeitig wollen wir ein Umfeld schaffen, in dem Familien, Schulen und Gemeinden Mädchen unterstützen, in Sicherheit aufwachsen und ihr volles Potenzial entfalten können.

Projektaktivitäten August 2026 - Oktober 2029

  • In Workshops lernen 600 Mädchen, ihre Rechte zu verstehen und über Gesundheit und Familienplanung Bescheid zu wissen.
  • Ein Netzwerk für Mädchen wird aufgebaut, das gegenseitige Unterstützung und Austausch ermöglicht.
  • Besondere Trainings helfen ihnen, sicherer aufzutreten und auch in der Politik oder bei Behörden ihre Meinung zu vertreten.
  • Jährliche Seminare unterstützen junge Frauen dabei, ihre Anliegen klar zu kommunizieren und Veränderungen in ihren Gemeinden anzustoßen.
  • Durch Radiosendungen, Videos und Social-Media-Beiträge in lokalen Sprachen erreicht das Projekt viele Menschen, um sie für die Belange der Mädchen zu sensibilisieren.
Sieben Mädchen sitzen nebeneinander auf einer einfachen Holzbank im Freien und lächeln in die Kamera. Sie tragen traditionelle Röcke und weiße Blusen, im Hintergrund ein Zaun und grüne Landschaft.
Mit dem Projekt möchten wir Mädchen und junge Frauen erreichen, ihnen den Zugang zu Bildung erleichtern und sie über ihre Rechte informieren.
Mädchen sitzen in einer Reihe an Schultischen in einem Klassenzimmer und hören aufmerksam zu. Sie tragen weiße, gemusterte Blusen und halten Hefte oder Broschüren in den Händen.
Wir möchten Mädchen in ihrem Selbstvertrauen stärken und sie befähigen eigene Entscheidungen zu treffen.
  • Lehrkräfte von 40 Schulen werden geschult, um Mädchen bei Fragen zu Gesundheit und Lebensplanung besser zu unterstützen.
  • Schulen werden mit sanierten Toiletten und Menstruationsmaterialien ausgestattet, damit Mädchen während ihrer Periode besser am Unterricht teilnehmen können.
  • Ärztinnen und Ärzte lernen, wie sie Jugendliche altersgerecht und einfühlsam beraten und behandeln können.
  • Eltern werden in Trainings dabei unterstützt, offen mit ihren Kindern über Themen wie Gesundheit und Selbstständigkeit zu sprechen.
  • Familientage bieten Kindern spielerisch die Möglichkeit, ihre Rechte kennenzulernen, während Eltern sich austauschen können.
  • Lokale Verantwortliche werden über die Folgen früher Ehen und Schwangerschaften aufgeklärt, damit sie in ihrer Rolle Mädchen besser schützen können.

Nachhaltigkeit

Damit die Wirkung der Aktivitäten über das Projektende hinausreicht, arbeiten wir eng mit einer lokalen Partnerorganisation und staatlichen Institutionen zusammen – unter anderem mit dem Ministerium für Gesundheit und Soziales und dem Bildungsministerium. Wir sind in verschiedenen Netzwerken und Koordinierungskreisen vertreten, um sicherzustellen, dass das Projekt auch für den Aufbau von Kompetenzen bei Entscheidungsträger:innen sorgt und Wissen nachhaltig institutionell verankert werden kann. 

Mit der Schulung von freiwilligen Jugendlichen möchten wir erreichen, dass Wissen direkt in der Zielgruppe verankert wird und projektunabhängig geteilt werden kann.

Jennifers Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben

Jetzt, wo ich Mutter bin, ist mir nichts wichtiger als die Gesundheit meiner Tochter. Ich möchte mich um sie kümmern, mich ganz auf sie konzentrieren und all das tun, was eine Mutter so tut. Ich möchte Zeit mit ihr verbringen und sie beschützen“, sagt die 17-jährige Jennifer aus Alta Verapaz in Guatemala, die an einem ähnlichen Projekt von Plan International teilnahm.

Mit 14 ging Jennifer eine frühe Ehe mit einem 24-jährigen Mann ein. „Er wurde mir gegenüber sehr grausam. Ich verstand nicht, warum. Dann wurde meine Tochter geboren, und er änderte sich nicht. Ich fühlte mich nicht wohl“, sagt sie.

Als sich ihre Eltern trennten, war dies für Jennifer ein Wendepunkt in ihrem Leben, der eine emotionale Leere hinterließ, die sie unbedingt füllen wollte. „Mein Vater ist weggegangen. Da kam diese Person in mein Leben und fing an, mir Zuneigung zu zeigen“, erklärt sie. Zu diesem Zeitpunkt war Jennifer erst 14 Jahre alt. „Ich dachte, wenn ich dorthin gehe, werde ich von diesen Menschen geliebt, und dann werde ich mich geborgen und sicher fühlen“, erzählt sie.

Mit der Zeit wurde Jennifer klar, dass es immer Möglichkeiten gibt, einen Neuanfang zu wagen. „Jetzt, wo ich Mutter bin, ist mir nur noch die Gesundheit meiner Tochter wichtig.“ Auch wenn ihr Weg schwierig war, hat ihr ihre Tochter die Motivation gegeben, weiterzumachen. Mit der Unterstützung ihrer Familie – insbesondere ihres Vaters und ihrer Großmutter – ist sie nun glücklich und hat sich neue Ziele gesetzt. Sie nahm ihr Studium wieder auf, indem sie sich über ein flexibles Lernprogramm von Plan International für das zweite Jahr der Sekundarstufe einschrieb. „Ich bin so glücklich“, gibt sie zu. „Ich bin stolz auf mich.

Trotz der Widrigkeiten, denen sie ausgesetzt war, hofft Jennifer, dass ihre Geschichte andere Teenager-Mütter inspirieren wird. „Der Rat, den ich jungen Menschen, insbesondere Mädchen, geben möchte, lautet: Kämpft für eure Träume und bildet euch weiter. Wenn ihr eines Tages Lehrerin, Ärztin, Krankenschwester oder Architektin werden wollt, dann geht diesen Weg. Es liegt an euch, dies zu verwirklichen.“

Die Geschichte von Jennifer zeigt, dass das der Weg in ein selbstbestimmtes Leben möglich ist. „Das Studium hat mir so sehr geholfen“, sagt sie, „und die Unterstützung aller Menschen in meinem Umfeld hat mich ermutigt, weiterzumachen. Ich habe mir selbst ein Versprechen gegeben, und das werde ich einhalten.“

Projektbeschreibung und Updates

Hier finden Sie weiterführende Informationen zum Projekt sowie regelmäßige Updates zum aktuellen Stand vor Ort.

Beispielhafte Projektausgaben

79 EUR
kostet ein Eltern-Workshop zu sexueller Aufklärung für vier Personen

113 EUR
kostet es, 20 Lehrkräfte zu sexueller Gesundheit zu schulen und für geschlechtsspezifische Gewalt und Frühverheiratung zu sensibilisieren

113 EUR
benötigen wir, um eine Schule mit Menstruationsprodukten wie Binden, Seifen und Handtüchern auszustatten

248 EUR
brauchen wir, um zehn lokale Autoritäten über schädliche Praktiken wie Frühverheiratung und ungewollte Schwangerschaften aufzuklären


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Meinungen unserer Pat:innen und Spender:innen

Nachhaltige Hilfe, die ankommt

Ihre Hilfe kommt an

Für uns als Kinderrechtsorganisation Plan International Deutschland e.V. ist Transparenz besonders wichtig: Pat:innen, Förder:innen, Spender:innen sollen erfahren, was mit ihrer Spende geschieht. Um dies zu garantieren, hält sich Plan International an verbindliche Regularien.

Die Ausgaben von Plan International belaufen sich 2025 wie folgt: 83,37% verwenden wir für Projektausgaben. 11,56% sind Werbeaufwendungen. Die restlichen 5,07% sind Verwaltungsaufwendungen.

Geprüfte Transparenz

Unter anderem verpflichten wir uns dazu, transparent zu arbeiten, sparsam zu wirtschaften und sachlich zu informieren. Dafür bekommen wir vom Deutschen Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI) das Spendensiegel zuerkannt.

Geprüfte Transparenz

Wir sind ausgezeichnet

Bei der Prüfung der Kundenzufriedenheit von TÜV NORD erhält Plan International Deutschland eine Weiterempfehlungsquote von 97%.

Zudem ist Plan International Deutschland mit dem eKomi Siegel ausgezeichnet mit einer Bewertung von 4,9 von 5 Sternen.

Links ist ein rundes TÜV NORD CERT-Siegel mit der Aufschrift „Geprüfte Kundenzufriedenheit“ zu sehen. Rechts befindet sich das eKomi-Kundenauszeichnungssiegel mit einem grünen Daumen und fünf goldenen Sternen. Darunter steht „Exzellent“ und die Information: „aus 166 Bewertungen (letzte 12 Monate), Gesamt: 3551; 18.05.2026“.
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