Bild: Mehrere Mädchen sitzen nebeneinander und gucken in die Kamera

Mädchen vor Beschneidung schützen

Oberägypten gehört zu den konservativsten und traditionellsten Gebieten des Landes. Schädliche traditionelle Praktiken wie weibliche Genitalverstümmelung und Frühverheiratung sind dort in den Gemeinden tief verankert. Beide Praktiken stellen gravierende Menschenrechtsverletzungen dar, die konsequent bekämpft werden müssen. Mit diesem Projekt wollen wir Mädchen und Frauen in Oberägypten vor FGM/C und Kinderheirat schützen und ihre sexuellen und reproduktiven Rechte stärken, damit sie ein selbstbestimmtes Leben führen und frei über ihren Körper entscheiden können.

Das Projekt ist erfolgreich finanziert.

Dieses Projekt wurde erfolgreich eingeworben. Wir benötigen hierfür keine weiteren Spenden. Gerne können Sie uns jedoch mit der Übernahme einer Patenschaft oder einer Spende in unseren Sonderprojekt-Fonds unterstützen.

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Was wir in Ägypten erreicht haben

Mit unserem Projekt „Mädchen vor Beschneidung schützen“ haben wir in den Regionen Sohag und Qena deutliche Veränderungen bewirkt. 17.441 Menschen konnten direkt erreicht werden. Kinder und Jugendliche lernten ihre Rechte kennen und wurden ermutigt, selbstbewusste Entscheidungen zu treffen, die ihre Zukunft positiv beeinflussen. Gleichzeitig haben Eltern, Großeltern und die gesamte Gemeinschaft einen Wandel erlebt: Schädliche Traditionen wie weibliche Genitalverstümmelung und Frühverheiratung werden zunehmend hinterfragt und abgelehnt.

Karte von Ägypten mit Markierungen der Projektregionen von Plan International, darunter Alexandria, Behera, Kalyoubya, Damietta, Giza, Assiut, Sohag, Qena, Aswan und das Länderbüro in Kairo.

Unsere Projekterfolge

Die Erfolge

  1. Normenwandel und Mut für Veränderung in Gemeinden
  2. Spargruppen, Finanzwissen und mehr Selbstbewusstsein für 479 Frauen
  3. Vätergruppen, die sich gegen weibliche Genitalverstümmelung und Kinderheirat einsetzen – in ihren Familien und der Gemeinschaft
  4. 126 „weibliche Pioniere“ und 40 Gemeindeberater:innen geben Wissen zu sexueller Gesundheit, selbstbestimmter Familienplanung und der Gesetzeslage zu weiblicher Genitalverstümmelung weiter
  5. Jugendliche setzen sich mit kreativen Kampagnen gegen weibliche Genitalverstümmelung und Kinderheirat ein
  6. Mobile Kliniken versorgen Menschen mit Beratungen und
  7. Gesundheitsdienstleistungen

Prüfung und Bewertung

Langfristige Veränderungen sind nur dann möglich, wenn die Menschen aktiv eingebunden werden. Deshalb haben wir während des Projekts genau hingeschaut: Was brauchen die Menschen in Sohag und Qena und wie wirken unsere Aktivitäten in ihrem Alltag? Auf Grundlage dieser Erkenntnisse haben wir unsere Maßnahmen so angepasst, dass sie noch besser zu den Bedürfnissen und der Kultur vor Ort passen.

Unsere Erfahrungen zeigen, wie wichtig es ist, sensibel mit örtlichen Traditionen umzugehen und gleichzeitig Veränderungen anzustoßen. Angebote für alle Altersgruppen, der generationenübergreifende Dialog und Aufklärungsarbeit in Spargruppen setzten genau dort an. Sie respektieren lokale Gewohnheiten und hinterfragen schädliche Praktiken wie Kinderheirat oder die Beschneidung von Mädchen. Mit Unterstützung von Ärzt:innen und religiösen Autoritäten konnten wir zusätzlich Vertrauen schaffen und eine breite Zustimmung für die Inhalte des Projekts gewinnen.

Projektaktivitäten Oktober 2022 - Mai 2026

Junge Menschen malen zusammen an einer Wand mit vorgezeichneten Figuren. Ein Junge trägt blaue Kleidung und hält einen Pinsel mit blauer Farbe. Im Hintergrund ist ein Erwachsener zu sehen, der ebenfalls an der Wand arbeitet.
Unsere Projektaktivitäten richteten sich an Kinder, Jugendliche, Eltern und Großeltern. Mit kreativen und informativen Aktivitäten haben wir alle einbezogen.
  • Vätergruppen informierten sich über medizinische und rechtliche Aspekte der weiblichen Genitalverstümmelung und setzten sich aktiv gegen diese Praktik und Kinderheiraten ein.
  • Generationenübergreifende Dialoge schufen Räume für offene Gespräche und stärkten das Verständnis zwischen Eltern, Kindern und Großeltern.
  • Jugendliche gestalteten kreative Kampagnen mit Theaterstücken und Social-Media-Inhalten, die schädliche Traditionen thematisierten und zur Diskussion anregten.
Eine Gruppe von Frauen und Mädchen steht in zwei Reihen auf einem Sportplatz. Sie lachen, klatschen begeistert und schauen sich gegenseitig an.
Mädchen und Frauen haben durch das Projekt mehr Selbstbewusstsein erlangt. Sie treffen Entscheidungen und übernehmen Verantwortung.
  • 479 Frauen haben durch Spargruppen und Trainings nicht nur finanzielles Wissen erworben, sondern auch gelernt, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.
  • Freundschaften und gegenseitiger Austausch innerhalb der Spargruppen stärken ihr Selbstbewusstsein und ermöglichen es ihnen, sich gemeinsam gegen die Beschneidung und Kinderheirat auszusprechen.
  • Viele Frauen geben ihr Wissen weiter und inspirieren andere in ihrer Umgebung, selbstständig zu handeln und mutig neue Wege zu gehen.

 

Fünf Frauen sitzen und stehen an einem Tisch, während sie sich gemeinsam über einen Laptop und Dokumente austauschen.
Neben Gemeindemitgliedern haben wir auch mit Stakeholdern aus Politik und Gesellschaft zusammengearbeitet. So beispielsweise mit dem nationalen Frauenrat.
  • Geschulte Ehrenamtliche und sogenannte „weibliche Pioniere“ bringen auch langfristig Wissen und neue Denkanstöße in ihre Gemeinden.
  • Väter und religiöse Autoritäten arbeiten zusammen, um Missverständnisse auszuräumen und gemeinsam für den Schutz der Kinder einzutreten.
  • Viele Initiativen des Projekts werden jetzt eigenständig weitergeführt, sodass die positive Wirkung über die Projektzeit hinaus anhält.
  • Mobile Kliniken haben Familien in abgelegenen Dörfern nicht nur medizinisch versorgt, sondern sie auch über wichtige Themen wie Sexualität und sichere Familienplanung informiert.
  • Erfahrenes Personal und lokale Behörden haben diese Angebote begleitet, um Vertrauen zu schaffen und langfristige Veränderungen zu fördern.
  • Eltern und Jugendliche haben so altersgerechte und offene Beratung bekommen, die ihnen hilft, selbstbestimmte und gesunde Entscheidungen zu treffen.
  • In speziell eingerichteten, sicheren Räumen konnten Kinder und Jugendliche in entspannter Atmosphäre mehr über ihre Rechte und die Bedeutung ihrer Zukunft lernen.
  • Kreative Workshops mit Musik, Kunst und Theater stärkten das Selbstbewusstsein von Mädchen und inspirierten sie zu einem neuen Blick auf ihr Leben jenseits von Kinderheirat.
  • Gemeindeberater:innen unterstützen Jugendliche dabei, sich aktiv für positive Veränderungen in ihrer Umgebung einzusetzen und alte Traditionen kritisch zu hinterfragen.

Meinungen unserer Pat:innen und Spender:innen

Nachhaltige Hilfe, die ankommt

Ihre Hilfe kommt an

Für uns als Kinderrechtsorganisation Plan International Deutschland e.V. ist Transparenz besonders wichtig: Pat:innen, Förder:innen, Spender:innen sollen erfahren, was mit ihrer Spende geschieht. Um dies zu garantieren, hält sich Plan International an verbindliche Regularien.

Die Ausgaben von Plan International belaufen sich 2025 wie folgt: 83,37% verwenden wir für Projektausgaben. 11,56% sind Werbeaufwendungen. Die restlichen 5,07% sind Verwaltungsaufwendungen.

Geprüfte Transparenz

Unter anderem verpflichten wir uns dazu, transparent zu arbeiten, sparsam zu wirtschaften und sachlich zu informieren. Dafür bekommen wir vom Deutschen Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI) das Spendensiegel zuerkannt.

Geprüfte Transparenz

Wir sind ausgezeichnet

Bei der Prüfung der Kundenzufriedenheit von TÜV NORD erhält Plan International Deutschland eine Weiterempfehlungsquote von 97%.

Zudem ist Plan International Deutschland mit dem eKomi Siegel ausgezeichnet mit einer Bewertung von 4,9 von 5 Sternen.

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