Weltweite Hilfe
Unser Projekt "Allin Mikuna" in Peru
Mit diesem Projekt möchten wir die Ernährungs- und Gesundheitssituation von Kindern verbessern und Familien unterstützen. © Plan International / Bild stammt aus einem ähnlichen Plan-Projekt in Peru.

"Allin Mikuna" Kinder gesund ernähren

In der Provinz Paucartambo sind viele Kinder von Mangelernährung und Blutarmut betroffen. Oft wissen die Eltern zu wenig über Gesundheit und gesunde Ernährung. Hinzu kommen der Klimawandel mit seinen Folgen für die Landwirtschaft und das geringe Einkommen vieler Familien. Im Projekt „Allin Mikuna“ („Gute Ernährung“) unterstützen wir Eltern, nachhaltige klimaangepasste Geschäftsideen zu entwickeln und so ein regelmäßiges Einkommen zu erwirtschaften. In Schulungen lernen sie, wie sie ihre Kinder gesund und ausgewogen ernähren können.

Familien unterstützen und Kinder gesund ernährenHelfen auch Sie!

Das Projekt in der Übersicht

Projektregionen:
Provinz Paucartambo, Region Cusco

Projektlaufzeit:
September 2018 - März 2022

Ziel:

  • Ernährung der Kinder verbessern
  • Umweltfreundliche Geschäftsmodelle entwickeln
  • Frauen ökonomisch stärken

 

 

Maßnahmen:

  • Schulungen für 600 Familien zu gesunder Ernährung und ökologischer Landwirtschaft
  • Unternehmerische Schulungen für 280 Frauen und 20 Männer sowie Unterstützung beim Aufbau von Kleinstunternehmen
  • Schulungen für 1.800 Schulkinder zu Ernährungs- und Umweltthemen sowie Geschlechtergerechtigkeit

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Was uns in Peru erwartet

Die ersten Lebensjahre eines Kindes sind von entscheidender Bedeutung für seine körperliche und geistige Entwicklung. In Peru leiden jedoch viele Kleinkinder an Mangelernährung. Landesweit sind 44 Prozent der Kinder zwischen ein und drei Jahren von Blutarmut betroffen. In der Provinz Paucartambo, wo die Projektmaßnahmen umgesetzt werden, sind es sogar 66 Prozent.

Der Mangel an hochwertigen Lebensmitteln wird durch den Klimawandel noch verschärft, da Dürren und Kälteperioden immer häufiger auftreten. Gleichzeitig verfügen die Familien kaum über ausreichend Kenntnisse und Mittel, um diesen Herausforderungen entgegenzutreten.

Unsere Projektziele

Mit diesem Projekt wollen wir die Ernährungs- und Gesundheitssituation der Kinder in vier Distrikten der Provinz Paucartambo verbessern. Dafür unterstützen wir 600 Familien mit Kindern unter fünf Jahren, damit sie sich ihre Lebensgrundlagen sichern und ihre Kinder gesund ernähren können. Eltern nehmen an Schulungen zu ökologischer Landwirtschaft und gesunder Ernährung teil. Denn der Anbau von Obst und  Gemüse verbessert die Gesundheit der Kinder. Gleichzeitig können Überschüsse auf den lokalen Märkten verkauft werden und den Familien so ein Einkommen sichern. In Schulungen verbessern vor allem Frauen ihre Kenntnisse im Bereich Finanzen und Unternehmertum und lernen, wie sie eigene Geschäftsideen umsetzen können.

Insgesamt profitieren von den Projektaktivitäten 600 Familien mit Kindern unter fünf Jahren, darunter circa 90 schwangere Frauen. 1.800 Schulkinder aus 20 Schulen nehmen an Veranstaltungen zu gesunder Ernährung und Umweltschutz teil. Frauen werden in diesem Projekt besonders gefördert, da sie oft für die Ernährung der Familie zuständig sind und weniger Zugang zu Einkommensmöglichkeiten haben.   

Projektaktivitäten: April – September 2020

Im Berichtszeitraum stand die Anpassung der Projektplanung an die Herausforderungen der Corona-Pandemie im Fokus. Wegen der Ausbreitung von COVID-19 wurde für die Region Cusco, einschließlich der Provinz Paucartambo, die Quarantäneverordnung verlängert. Die Erklärung des Ausnahmezustands und die Aufforderung zur sozialen  Distanzierung brachte auch für das Projektteam gravierende Einschränkungen in der Durchführung der Aktivitäten mit sich: So konnten keine Gemeindebesuche,  Präsenzveranstaltungen oder Verteilung von Materialien mehr stattfinden, wodurch eine Projektverlängerung unabdingbar wurde. Als Reaktion war es zudem notwendig, neue Methoden zu entwickeln, um Aktivitäten aus der Ferne durchzuführen.

Die Kommunikation wurde auf Telefonanrufe, WhatsApp-Gruppen und weitere virtuelle Plattformen umgestellt. Die Kamayocs (angesehene lokale Landwirtschaftsexpert:innen) konnten die Familien nicht mehr vor Ort unterstützen, weshalb Projektmitarbeitende dazu übergingen, die Familien im Rahmen von WhatsApp-Gruppensitzungen und Anrufen zu beraten. Wegen der teils schlechten Netzabdeckung im Projektgebiet war jedoch auch dieser virtuelle Kontakt beeinträchtigt. Schließlich  konnten feste Versorgungspunkte ausfindig gemacht werden, an denen das Netz stabil ist. Außerdem legten wir Zeitpläne für die Gruppenanrufe fest. Auf diese Weise konnten wir sowohl bei den persönlichen Gesprächen als auch bei den Workshops in den Gemeinden ein hohes Maß an Beteiligung erreichen. Da die großartige Organisation der Mütter untereinander der Schlüssel zu diesem Erfolg war, werden wir auch bei der weiteren Projektdurchführung auf die enge Zusammenarbeit mit den Müttervertreterinnen setzen.

In persönlichen Telefonaten konnten wir mehr als 600 Familien aus 20 Projektgemeinden erreichen. In den virtuellen Sitzungen erhielten sie viele Informationen zu gesunder Ernährung, Hygieneregeln und Wasserverbrauch. Durch Handyvideos, welche die Familien mit uns teilten, konnten wir die Erfolge miterleben und verfolgen. Eine junge Mutter zeigt, wie sie ihren Haushalt umgestalten, wo sie Gemüse anbauen (hortaliza) und Hühner halten will (gallinería). Über WhatsApp teilten die Familien Fotos, wie sie neue Waschbereiche und Hygienemöglichkeiten schaffen.

Des Weiteren fanden Vorbesprechungen zwischen IT-Expert: innen und Mitarbeiter:innen von Plan zur Programmierung einer mobilen Anwendung statt. Durch diese sollen die Familien die Möglichkeit erhalten, sich auf interaktive Weise mit der Bedeutung von Ernährung und  Gesundheit zu beschäftigen. Außerdem ließen wir Kalender mit Schlüsselbotschaften zu diesen Themen drucken, sie sollen im kommenden Berichtszeitraum in den Gemeinden verteilt werden.

Junge Frauen stärken ihre Führungsfähigkeiten Für das Trainingsprogramm für junge Frauen, in dem sie lernen, wie sie Gruppen anleiten, wurde eine neue, virtuelle Methodik  entwickelt. Diese virtuelle Ausbildungsmethode stimmten wir eng mit den 18 Bildungseinrichtungen ab, mit denen wir in diesem Projekt zusammenarbeiten. In virtuellen Treffen  konnten wir bereits 360 interessierte Schüler:innen identifizieren, die an dieser Aktivität teilnehmen werden. Im Rahmen des Programms werden sie zu Führung und Gender, gesunder Ernährung und Umweltschutz geschult.

Zum Zeitpunkt der Berichterstellung waren wir zudem mit zwei weiteren Bildungseinrichtungen in Gesprächen, die ebenfalls interessiert sind, die Maßnahmen zu unterstützen. Voraussichtlich werden wir auch diese Einrichtungen in die Aktivität mit einbeziehen, um so noch mehr junge Frauen erreichen zu können.

Die Distriktverwaltung von Colquepata hat eine Vereinbarung unterzeichnet und so gemeinsam mit Plan einen Wettbewerbsfonds ins Leben gerufen, mit dem junge Unternehmer:innen gestärkt werden sollen. Jugendliche mit guten Geschäftsideen sollen aus dem Fonds ein Startkapital zur Umsetzung ihrer Geschäftsideen erhalten und gleichzeitig lernen, wie sie sich für die Vergabe von Startkapitel bewerben.

Auch mit den anderen drei Projektdistrikten sind Vereinbarungen für entsprechende  Wettbewerbsfonds geplant: In Challabamba kam es aufgrund der Pandemie zu Verzögerungen, die Unterzeichnung des Abkommens wird voraussichtlich aber zeitnah erfolgen.  Auch mit den Distrikten Huancarani und Paucartambo sind wir hierzu in einem intensiven Austausch.

Victoria erzählt ihre Geschichte...

"Mein Name ist Victoria. Ich bin verheiratet und habe einen Sohn. Seit letztem Jahr nehme ich an den Schulungsworkshops für junge Mütter teil. Jetzt ist meine Familie glücklich, weil sich unser Leben verändert hat. Vorher haben wir in unserer Küche Meerschweinchen gezüchtet; jetzt nicht mehr. Unser Haus ist einfach, aber ordentlich. Wir haben einen sauberen Innenhof und einen Schuppen für unsere Meerschweinchen. Ich habe gelernt, wie man sie gesund aufzieht. Außerdem habe ich nun einen Garten, in dem ich verschiedene Gemüse anpflanze, wie Salat, Rüben, Karotten, Zwiebeln und Radieschen. In den Workshops habe ich gelernt, was hier am besten wächst. Jetzt essen wir abwechslungsreicher und nicht mehr nur Reis, Nudeln und Kekse.

Wir waschen uns jetzt immer die Hände und werden nicht mehr so oft krank. Alle helfen beim Putzen, Füttern der Meerschweinchen und Hühner und im Garten. Ich habe gelernt, dass wir füreinander Verantwortung tragen müssen, um voranzukommen. Jetzt lernen wir, so zu wirtschaften, dass wir etwas mehr Geld haben und gesunde Lebensmittel kaufen können.

Die Workshops machen mir Spaß. Wir haben sehr schöne Ideen, auf die ich vorher nie gekommen wäre. Zum Beispiel Hüte herstellen und verkaufen. Am Anfang war es schwierig, aber nun weiß ich, dass wir viele Dinge ohne Angst tun können, und wir haben uns sogar in den Stadtteilen organisiert. Viele von uns wollen Führungsrollen und Verantwortung für die Nachbarschaft übernehmen."

Beispielhafte Projektkosten

94 EUR
kostet eine Schulung für 15 Gemeindemitglieder zu Unternehmertum und nachhaltigen Geschäftsmodellen

120 EUR
brauchen wir für die Unterstützung von zehn Familien beim Anbau von Obst und Gemüse 

260 EUR
kostet ein Starter-Paket für eine Familie zur Gründung eines Kleinstunternehmens

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  • Projektausgaben (82,95 %)
  • Werbeaufwendungen (12,22 %)
  • Verwaltungsaufwendungen (4,83 %)
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  • TÜV NORD
  • eKomi Kundenauszeichnung in Gold