Gute Neuigkeiten September 2020

Mit Ihrer Hilfe können wir es schaffen, die Nachhaltigkeitsziele der UN bis 2030 zu erreichen. Eines dieser Ziele lautet „Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen“.

Seit Ausbruch von Covid-19 hat dieses Thema besonders an Bedeutung gewonnen. So errichten wir zurzeit viele Notfallstationen und verteilen wichtige Hygienesets an Schutzbedürftige.

Zugang zu sauberem Wasser schaffen wir beispielsweise in Ghana: Über 80 Prozent der Menschen in unseren Projektgemeinden konnten wir hier helfen und die Versorgung nachhaltig sichern.

Das verdanken wir auch Ihnen!

Wir informieren: Projekt aus dem Sonderprojekt-Fonds

Sauberes Wasser für Schulen und Gemeinden

Projektregion:

Eastern und Volta (Ghana)

 

Projektstart:

September 2015

 

Ziel:

Sauberes Trinkwasser und eine verbesserte Sanitärversorgung in 20 Projektgemeinden

Massnahmen:
  • Brunnenbau in 20 Gemeinden
  • Toiletten und Waschräume in 19 Schulen
  • Schulungen für 40 lokale Sanitärtechniker:innen sowie 20 Wasser- und Sanitärkomitees
  • Hygieneaufklärung in Schulen und Gemeinden

Die Ausgangslage

In Ghana haben laut UNICEF nur 14 Prozent der Bevölkerung Zugang zu Sanitäreinrichtungen. Mehr als drei Millionen Menschen fehlt es an sauberem Trinkwasser. Die wenigen Brunnen, die es gibt, liegen weit von den Gemeinden entfernt. Oftmals müssen die Menschen stundenlang laufen, um Wasser zu holen. Auch schwanken die Menge und die Qualität des Wassers an den Entnahmestellen sehr stark.

Besonders schwierig war die Wasser und Hygienesituation in unseren Projektgemeinden in den Regionen Eastern und Volta. Hier hatten vor dem Start unseres Projekts nur 20 Prozent der Einwohner:innen Zugang zu sauberem Wasser. In den Schulen gab es weder Toiletten noch Möglichkeiten zum Händewaschen. Die Kinder verrichteten ihre Notdurft im Freien, was besonders bei Mädchen und jungen Frauen während der  Menstruation zu Fehltagen und Schulabbrüchen führte. Viele Kinder unter fünf Jahren erkrankten aufgrund von verunreinigtem Wasser an Durchfall und Wurmerkrankungen, was sich mitunter lebensbedrohlich auswirken konnte.

Was wir getan haben

In den Projektregionen Eastern und Volta haben wir 13 Brunnen gebaut und mit Handpumpen ausgestattet. Ein weiterer, traditioneller Brunnen wurde mit einer Handpumpe versehen. Außerdem haben wir acht teilmechanisierte Systeme an Brunnenanlagen errichtet. An drei Brunnen, bei denen Analysen zu Projektbeginn einen zu hohen Eisengehalt im Wasser ergeben hatten, wurden Filtersysteme eingebaut.

Darüber hinaus wurden in den Gemeinden „Wasserkomitees“ gegründet, die sich um die Instandhaltung kümmern. So schaffen wir in den ausgewählten Projektgemeinden den dringend nötigen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Innerhalb der Projektlaufzeit errichteten wir zusammen mit den Wasser- und Sanitärkomitees der Gemeinden an zehn Schulen nach Geschlechtern getrennte Sanitäranlagen inklusive Waschmöglichkeiten. An weiteren neun Schulen wurden bestehende Sanitäranlagen renoviert. 190 Mitglieder von Schul- und Elternkomitees wurden darin ausgebildet, die Sanitäranlagen an den Schulen instand zu halten. Auch in fast 1.000 Haushalten haben wir Latrinen errichtet und dabei die Bewohner:innen in den Bau mit einbezogen.

133 Schüler:innen schlossen sich im Laufe des Projektes zu Gesundheitsclubs zusammen. Gemeinsam mit Lehrkräften und Gesundheitsbeauftragten der Schulen organisieren sie nun eigenständig Veranstaltungen in den Gemeinden. Dort thematisierten sie Hygienepraktiken wie das Händewaschen mit Seife, die Gefahren durch Wasserverschmutzung und Krankheiten sowie Hygiene im Umgang mit Lebensmitteln und bei der Toilettenbenutzung.

Diese Ziele haben wir mit Ihrer Hilfe erreicht:

  • Über 80 Prozent der Bevölkerung in den Projektregionen haben jetzt Zugang zu sauberem Trinkwasser.
  • 65 Prozent der Bevölkerung in den Projektgemeinden verfügen nun über eine verbesserte Sanitärversorgung und Waschmöglichkeiten.
  • Junge Mädchen verbringen jetzt mehr als 70 Prozent weniger Zeit damit, Wasser für ihre Familien zu holen.
  • Hygienebedingte Erkrankungen wie Durchfall oder Erbrechen sind um 20 Prozent zurückgegangen.
  • Gemeindemitglieder setzen sich nun aktiv für die Verbesserung der Wasserversorgung ein.

Dafür sagen wir DANKE!

Ghana, Phase 2: Mit Ihrer Hilfe schaffen wir noch mehr!

Projektregion:

Eastern, Central und Volta (Ghana)

 

Projektstart:

August 2018

 

Ziel:

Trinkwasser und verbesserte Sanitärversorgung für rund 32.000 Menschen

Massnahmen:
  • Bau und Renovierung von 36 Wasserzugängen in Gemeinden, Schulen und Gesundheitszentren
  • Bau von Sanitäranlagen an 36 Schulen
  • Schulungen zu gemeindebasierter Sanitärversorgung und nachhaltigem Wassermanagement
  • Gründung von Spargruppen
  • Ausbildung von Jugendlichen zu Aufklärungsbotschafter:innen

Warum wir weitermachen

Obwohl wir dank Ihrer großartigen Unterstützung in Ghana in den vergangenen Jahren deutliche Erfolge verzeichnen konnten, gibt es vor allem in den ländlichen Regionen noch viel zu tun. Nur 66 Prozent der Bevölkerung haben hier Zugang zu Trinkwasser und nur neun Prozent verfügen über Sanitäranlagen.

Auch in den Schulen ist die Wasser- und Sanitärversorgung nach wie vor unzureichend: 35 Prozent der Schulen in Ghana haben keine gesicherte Trinkwasserversorgung und in 31 Prozent der Schulen fehlen noch immer Sanitäranlagen. Darum setzen wir unsere Arbeit in Ghana fort und erweitern die Projektgemeinden um die ländliche Region Central.

In 20 Gemeinden, die bisher keinen sicheren Zugang zu Trinkwasser haben, errichten wir neue Wasserversorgungsstellen. In sechs Gemeinden werden bestehende Wasserzugänge repariert. An sieben Schulen und drei Gesundheitsstationen erneuern oder renovieren wir die Wasserzugänge. Zusätzlich schulen wir 250 Mitglieder der Gemeinde in nachhaltigem Wassermanagement. Dabei lernen sie nicht nur, wie sie die Wassersysteme instand halten, sondern auch, wie sie Gebühren für die Wassernutzung erheben.

Zur Vermeidung von längeren Unterbrechungen bei der Wasserversorgung wurde eine Technologie implementiert, die Gemeinden, Mechaniker:innen und Lieferant:innen effektiv miteinander vernetzt. Dadurch können via SMS Funktionsstörungen zeitnah kommuniziert, Ersatzteile bestellt und per Handy bezahlt sowie die Reparatur innerhalb weniger Tage koordiniert und beauftragt werden.

Wir unterstützen lokale Unternehmen dabei, neue, kostengünstige Sanitärlösungen zu entwickeln. Außerdem schulen wir 300 Mitglieder der Gemeinde im Konzept der gemeindebasierten Sanitärversorgung.

Wir unterstützen aber auch die Bildung von „Spargruppen“. Aus dem gemeinsam ersparten Guthaben können die Mitglieder ihre Wassergebühren bezahlen oder auch kleine Kredite erhalten, mit denen sie zum Beispiel die Errichtung einer eigenen Latrine finanzieren können. Für 72 besonders von Armut betroffene Familien stellen wir das Material für den Bau der Latrinen zur Verfügung.

An 36 Projektschulen richten wir neue Toiletten sowie Waschräume getrennt für Mädchen und Jungen ein. Hier wird es auch Mülleimer, Seife und Handtücher geben, auf die die Kinder bisher verzichten mussten. In den geplanten Gesundheitsclubs werden Schüler:innen für Hygienethemen sensibilisiert. Einen besonderen Fokus nimmt dabei das Thema Menstruationshygiene ein. Denn dieses wird in Ghana häufig tabuisiert und Mädchen trauen sich nicht, darüber zu sprechen. 216 Jugendliche werden zu Botschafter:innen ausgebildet, die in moderierten Veranstaltungen über das Thema Menstruation aufklären sollen.

Trinkwasserversorgung sollte eigentlich nicht nur in den Händen der Gemeinden liegen. Aus diesem Grund bestärken wir die Menschen in den Gemeinden darin, gegenüber staatlichen Stellen für ihr Recht auf Wasser und Sanitäranlagen einzutreten, und unterstützen den Dialog mit verschiedenen Akteur:innen aus dem Wasser und Gesundheitsbereich.

Danke. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie auch diese Projekte:

  • Guinea – Mädchen vor Beschneidung schützen
  • Ecuador – Kinder früh fördern und vor Armut schützen
  • Tansania – Kinderarbeit verhindern
  • Uganda – Mutter-Kind-Gesundheit stärken

Ausblick

In unserer nächsten Aussendung berichten wir Ihnen von unserem Projekt „Stoppt Kinderhandel auf den Philippinen!“.

Unsere sechs Wirkungsbereiche:

Gemeinsam mit Ihnen verbessern wir die Lebensbedingungen von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien in ihren Gemeinden in sechs Wirkungsbereichen:

  • Bildung: Lehrerfortbildungen, Menschenrechtsbildung, Aufnahme von Sexualkunde und Nachhaltigkeit in die Lehrpläne, Gründung von Eltern- und Schülerräten.
  • Wirtschaftliche Stärkung: Berufsförderung von Jugendlichen, Spargruppen, verbesserte Unterrichtsqualität an Berufsschulen, Förderung menschenwürdiger Arbeit und Einführung internationaler Arbeitsstandards.
  • Politische Teilhabe: Systematische Teilhabe Jugendlicher an Entscheidungsprozessen, gemeinsame Kampagnen mit globalen Jugendbewegungen, Netzwerken und Bündnissen.
  • Sexuelle und reproduktive Rechte: Sexualerziehung für Jugendliche, Abschaffung schädlicher Praktiken wie Kinderheirat, jugendfreundliche Gesundheitsdienste.
  • Schutz von Kindern vor Gewalt: Gesetze zu Kinderschutz, effektive Meldesysteme, Selbstverteidigung.
  • Gesundes Aufwachsen: Frühkindliche Förderung, gesunde Ernährung, Schutz vor Gewalt, sauberes Trinkwasser und Hygiene, Schulungen für Eltern.

Ihre Hilfe kommt an - Garantiert!

Ihre Hilfe kommt an!
  • Projektausgaben (81,22%)
  • Werbeausgaben und Öffentlichkeitsarbeit (13,65%)
  • Verwaltungsausgaben (5,13%)
  • DZI Spendensiegel
  • TÜV NORD
  • eKomi Kundenauszeichnung in Gold

Ihr Geld kommt garantiert an! Denn das Geld unserer Patinnen und Paten setzen wir zielgerichtet und effektiv ein. Dieser wirtschaftliche Ansatz stellt sicher, dass über 80 Prozent der Einnahmen als Projektausgaben zur Verfügung gestellt werden und unser Verwaltungsaufwand so gering wie möglich gehalten wird.

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) hat Plan International Deutschland das DZI Spendensiegel zuerkannt und bestätigt damit die geprüfte Transparenz und Wirtschaftlichkeit im Spendenwesen. Das verschafft Ihnen die Sicherheit, dass Ihr Geld dort ankommt, wo es gebraucht wird!

Der TÜV NORD hat Plan International Deutschland 2020 im Geltungsbereich „Zufriedenheit der Paten und Spender mit dem Service und Leistungsangebot der Hilfsorganisation“ geprüft. Plan erzielte bei den Servicefaktoren eine Gesamtzufriedenheit von 1,41 sowie eine Weiterempfehlungsquote von 98 Prozent.

Mehr erfahren