Gute Neuigkeiten Mai 2021

Wir informieren: Projekt aus dem Sonderprojekt-Fonds

Inklusive und sichere Schulen für alle schaffen!

Projektregion:
Karnali (Distrikte Jumla, Dolpa und Kalikot)

Projektstart:
Mai 2019

Ziel:

  • Kindern Zugang zu hochwertiger Bildung an sicheren und inklusiven Schulen ermöglichen

Maßnahmen:

  • Baumaßnahmen für sichere, barrierefreie Klassenzimmer
  • Leseförderung unter Einbeziehung der Eltern
  • Fortbildungen für Lehrkräfte
  • Mobiler Unterricht für Kinder in abgelegenen Gemeinden
  • Bereitstellung von Lernmaterial und Ausstattung
  • Förderung der Gleichberechtigung
  • Schulungen in Katastrophenschutz
  • Verbesserung der Wasser- und Sanitärversorgung

Die Situation vor Ort

Die Provinz Karnali im Westen Nepals zählt zu den ärmsten Regionen des Landes. Die Gegend ist sehr gebirgig, wird immer wieder von Naturkatastrophen, wie dem schweren Erdbeben 2015, erschüttert und ist vielerorts ohne nennenswerte Infrastruktur. Vor allem im Winter sind die weiten Schulwege ein Problem, die Schulen für die Kinder in dieser Zeit  kaum zu erreichen. So gehen in dieser Region überdurchschnittlich viele Kinder nicht zur Schule.

Mädchen bleiben außerdem während ihrer Menstruation dem Unterricht fern, da ihnen gesellschaftliche Tabus in dieser Zeit den Schulbesuch verbieten und es häufig keine  separaten Mädchentoiletten gibt.

Vor besonderen Herausforderungen stehen auch Kinder mit Behinderungen, denn die meisten Schulen sind nicht auf ihre Bedürfnisse ausgelegt. 37 Prozent der Mädchen und Jungen im Alter zwischen 5 und 17 Jahren brechen zudem die Schule vorzeitig ab, um zum Unterhalt der Familie beizutragen. Bei den Mädchen kommt als weiterer Grund für den  Schulabbruch die Frühverheiratung hinzu. Die Folge: Obwohl in Nepal die Grundausbildung bis zur achten Klasse Pflicht und bis zur zehnten sogar kostenfrei ist, gehen nur 76  Prozent der Kinder regelmäßig zur Schule. Von den Kindern mit Behinderung kann ein Drittel nicht am Unterricht teilnehmen.

Das wollen wir ändern

Wir von Plan International setzen uns dafür ein, dass alle Mädchen und Jungen in der Provinz Karnali endlich einen gleichberechtigten und barrierefreien Zugang zu hochwertiger Bildung erhalten. Eine ausführliche Grunddatenerhebung zu Beginn des Projekts „Sichere und inklusive Schulen für Nepal“ mit rund 4.800 Kindern, 180 Lehrkräften und 1.150 Eltern lieferte wertvolle Daten über die Bedürfnisse der Kinder und die Herausforderungen im Schulwesen. So konnten wir Probleme gezielt ermitteln und damit beginnen, diese an der Wurzel zu packen.

Was wir dafür tun

In enger Absprache mit der lokalen Regierung nehmen wir Baumaßnahmen an sechs Schulen vor, um diese barrierefrei, kinderfreundlich und katastrophensicher zu gestalten. Diese Schulen gelten in der ganzen Region als Modellschulen für sicheres, inklusives und gleichberechtigtes Lernen. Eine dieser Projektschulen ist bereits komplett fertiggestellt,  zwei stehen zu 80 Prozent und an einer vierten Schule wurde kürzlich mit dem Bau der Wände begonnen. An 80 weiteren Schulen verbessern wir je nach Bedarf zum Beispiel die Wasser- und Sanitärversorgung. Dazu errichten wir auch nach Geschlechtern getrennte Toiletten. Wir bauen Spielplätze und stellen kindgerechte Ausstattung und Lernmaterialien zur Verfügung.

Lesen ist die erste und wichtigste Grundvoraussetzung für erfolgreiches Lernen. Die meisten Kinder in der Projektregion erhalten jedoch von zu Hause dabei keine Unterstützung, da ihre Eltern oft selbst nicht lesen können. Die Schule trägt hier die Hauptverantwortung, den Schüler:innen einen Zugang zu Büchern zu ermöglichen und eine Lesekompetenz zu vermitteln. Zunächst prüften wir die Lesefähigkeit von fast 3.000 Kindern der Klassenstufen 1 – 3 zur Ermittlung der Schwerpunkte und unterstützen die Schulen nun dabei, eine Reihe von Maßnahmen zur Leseförderung zu realisieren. Die Eltern der Kinder werden dabei gezielt miteinbezogen.

Lehrkräfte haben einen maßgeblichen Einfluss auf den Bildungserfolg der Kinder. Um die Lehrer:innen in ihren Kompetenzen zu stärken, führen wir Fortbildungen zu kinderfreundlichen, inklusiven Lehrmethoden und Lernmaterialien durch. 23 Lehrkräfte wurden bisher als Botschafter:innen für Gleichberechtigung ausgebildet. Zudem fanden  bereits zwei Trainings für insgesamt 69 Lehrer:innen zum Thema sichere Schulen und Katastrophenschutz statt, sodass nun das richtige Verhalten für den Notfall mit den Kindern im Unterricht geübt werden kann.

Alle Kinder sollen die gleichen Möglichkeiten der Bildung erhalten. So klären wir ihr Umfeld über die Folgen von Frühverheiratung, Kinderarbeit und die Diskriminierung von Mädchen auf und fördern die Entstigmatisierung des Tabuthemas Menstruation. Zwei mobile Klassen erreichen die entlegenen Dörfer auch während der Wintermonate. Kinder, die  wegen ihrer Behinderung nicht zur Schule gehen können, werden von geschultem Lehrpersonal zu Hause besucht und erhalten Beratung sowie bei Bedarf angepasste Lernmaterialien.

„Durch die Teilnahme am Programm habe ch gelernt, meine Kinder beim Lernen zu unterstützen. Ich weiß jetzt, wie wichtig eine gute schulische Ausbildung ist, und möchte mich  weiter an diesen Aktivitäten beteiligen.“ Dilli Sunar, Vater aus Jumla

Mit Ihrer Hilfe sorgen wir für sichere und inklusive Schulen in Nepal. Dafür sagen wir Danke!


Erfolgsgeschichte
Lesen im Fokus

Wie wichtig das Lesen für den späteren schulischen Erfolg ist, muss zuerst den Eltern vermittelt werden, um dann den Kindern den Zugang zu Büchern so leicht wie möglich zu machen. Dazu haben wir in den Projektgemeinden bereits 300 Aktionen zur Leseförderung umsetzen können.

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Lesen im Fokus

Diese reichen von Leseecken, Lesegruppen und kleinen Bücherverleihen an den Schulen über aufklärende Radiosendungen unter Einbezug der Kinder bis hin zur Veranstaltung von Lese-Events für die ganze Familie.

Bei diesen steht die Förderung der Lesekultur durch Wettbewerbe, Rätsel und Spiele im Mittelpunkt. An den ersten 55 Lese- Events nahmen bereits 2.500 Eltern, Kinder und Lehrer:innen teil – und alle waren begeistert.

„Ich mag es, durch Singen und Spielen zu lernen. Ich kenne nun alle Buchstaben und kann einfache Wörter erkennen. Das hat großen Einfluss auf meinen Lernerfolg“, sagt Suikar Hamal, 12 Jahre, aus Jumla.

Ihre Hilfe kommt an - Garantiert!

Ihre Hilfe kommt an!
  • Projektausgaben (82,95 %)
  • Werbeaufwendungen (12,22 %)
  • Verwaltungsaufwendungen (4,83 %)
  • DZI Spendensiegel
  • TÜV NORD
  • eKomi Kundenauszeichnung in Gold

Ihr Geld kommt garantiert an! Denn das Geld unserer Patinnen und Paten setzen wir zielgerichtet und effektiv ein. Dieser wirtschaftliche Ansatz stellt sicher, dass über 80 Prozent der Einnahmen als Projektausgaben zur Verfügung gestellt werden und unser Verwaltungsaufwand so gering wie möglich gehalten wird.

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) hat Plan International Deutschland das DZI Spendensiegel zuerkannt und bestätigt damit die geprüfte Transparenz und Wirtschaftlichkeit im Spendenwesen. Das verschafft Ihnen die Sicherheit, dass Ihr Geld dort ankommt, wo es gebraucht wird!

Der TÜV NORD hat Plan International Deutschland 2020 im Geltungsbereich „Zufriedenheit der Paten und Spender mit dem Service und Leistungsangebot der Hilfsorganisation“ geprüft. Plan erzielte bei den Servicefaktoren eine Gesamtzufriedenheit von 1,41 sowie eine Weiterempfehlungsquote von 98 Prozent.

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