5 Mütter, die uns inspirieren

Foto: Plan International

Anlässlich zum Muttertag wollen wir fünf Mütter aus unseren Programmländern vorstellen, die sich in ihren Gemeinden einbringen und die Welt für ihre Kinder und für uns alle ein Stück besser machen.

Zainab: die Mutter, die sich von ihrem Mann trennte, um ihrer Tochter eine bessere Zukunft zu ermöglichen

Zainab wohnt im Sudan und wurde schon mit 17 Jahren verheiratet. Nur ein Jahr später brachte sie ihre Tochter Mashallah zur Welt. Ihr Ehemann und ihre Gemeinde erwarteten, dass sie ihr Studium abbricht und sich voll der Rolle der Hausfrau und Mutter widmet. Aber Zainab weigerte sich, ihren Traum vom Universitätsabschluss aufzugeben. „Ich sagte mir: ‚Wenn ich meine Ausbildung mache und mein Diplom erhalte, dann kann ich das Leben meiner Tochter verändern.‘ Ich will, dass sie weiß, dass sie genau wie ich Probleme überwinden kann. Ich möchte ein Vorbild für sie sein.“ 

Um ihren Willen durchzusetzen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen, trennte sie sich von ihrem Ehemann. Inzwischen engagiert die 21-Jährige sich als Lehrerin und Aktivistin in ihrer Gemeinde und setzt sich dafür ein, dass Mädchen in der Schule bleiben und nicht von ihren Eltern verheiratet werden.

Eine Frau sitzt auf einem Melkschemel neben einer Kuh und einem Kalb. Neben ihr steht ihre Tochter.
Zainab möchte ein Vorbild für ihre Tochter sein.Plan International / Khalid Elssir Mohammed

„Mädchen stellen sich den Diskriminierungen, die sie erleben, selbstbewusst entgegen.“

Alia, Aktivistin im Azraq-Camp

Alia: die Mutter, die sich für die Teilhabe von Mädchen am öffentlichen Leben einsetzt

Alia war gezwungen, gemeinsam mit ihrem Mann und ihren Kindern ihr Heimatland Syrien zu verlassen, nachdem dort der Krieg ausgebrochen war. Ihre Familie lebt derzeit in Azraq, einem Camp für geflüchtete Menschen in Jordanien. Dort leitet sie eine Gruppe von Freiwilligen, die sich für die Bedarfe von Kindern und vor allem Mädchen im Camp stark macht. Sie bemerkt einen großen Unterschied zum Camp vor einigen Jahren, als Mädchen kaum im öffentlichen Raum zu sehen waren. Jetzt treffen sie sich in Gruppen, spielen und machen Sport. „Mädchen stellen sich den Diskriminierungen, die sie erleben, selbstbewusst entgegen“, berichtet Alia. 

Eine Frau mit Kopftuch steht vor einem bunt bemalten Gebäude und lächelt schief in die Kamera.
Alia setzt sich für die Rechte von Frauen und Mädchen im Camp ein.Plan International

Phon: die Mutter, die sich um die Wasserversorgung des Dorfes kümmert

Phon ist Mutter zweier Kinder und wohnt in einem kleinen Dorf im Nord-Westen von Laos. Ihre Gemeinde hatte keinen guten Zugang zu sauberem Wasser. Als Plan International den Bau eines Wassersystems vorschlug, trat die 28-Jährige in Aktion. Sie nahm an allen Meetings teil und beteiligte sich an allen Entscheidungen: von der Auswahl der Wasserquelle, über die Standorte der Wassertanks und -hähne bis hin zu den Materialien und Bauprozessen. „Das Projekt tat gut daran, mich und die anderen Frauen in der Gemeinde über die Dinge entscheiden zu lassen, die uns direkt betreffen“, meint Phon. So konnte Plan von der lokalen Expertise der Frauen profitieren, die häufig ohnehin für die Beschaffung des Wassers Verantwortung trugen.

Phon kniet an einem Fluss und schöpft Wasser.
Phon hat die Wasserversorgung ihres Dorfes mitgestaltet.Plan International / Noy Promsouvanh

„Es fühlt sich toll an, andere Frauen zu bestärken und Mädchen zu beschützen.“

Kandiatu, Aktivistin gegen FGM/C

Kandiatu: die Großmutter, die von der Beschneiderin zur Aktivistin wurde

In Sierra Leone ist die Praktik der weiblichen Genitalbeschneidung (FGM/C) noch weit verbreitet. Der Tradition der Bondo-Gemeinschaft zufolge ist man erst dann eine „vollständige“ Frau, wenn man beschnitten wurde. Kandiatu hat früher diese Praktik an Mädchen durchgeführt. Durch ihre Enkelin lernte sie aber, wie gefährlich diese Prozedur ist, und dass sie oft langwierige, schmerzhafte Folgen hat. Seitdem klärt Kandiatu selbst zu dem Thema auf und verhindert, dass Mädchen beschnitten werden: „Es fühlt sich toll an, andere Frauen zu bestärken und Mädchen zu beschützen. Inzwischen gibt es hier so viele Gruppen, die dafür kämpfen, dass FGM nicht mehr praktiziert wird“, erzählt sie stolz.

Kandiatu schaut lächelnd in Richtung Himmel. Sie hat sie Arme in die Hüfte gestemmt.
Kandiatu wurde durch ihre Enkelin inspiriert, die Praktik der Beschneidung aufzugeben.Plan International / Quinn Neely

Becca: die Mutter, die Gewalt gegen Frauen den Kampf ansagt

Becca arbeitet für Plan International als Gemeindeentwicklungshelferin in den Philippinen. Ihre Expertise ist vielschichtig: von finanzieller Unabhängigkeit über Gleichberechtigung bis hin zu Unternehmensberatung und Life Skills. Ein Thema, das ihr besonders am Herzen liegt, ist der Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt, da sie selbst vor sieben Jahren aus einer Ehe voller Missbrauch und Gewalt entkommen ist. „Ich bin eine Frau und ich bin noch so viel mehr: junge alleinerziehende Mutter, Freundin, Krankenschwester, Aktivistin für Kinderrechte, Entwicklungshelferin und Kämpferin“, sagt sie über sich selbst. „Ich erziehe meine Söhne so, dass sie unabhängig und empathisch sind und dass sie Diversität und Inklusion respektieren. Meine gute Beziehung mit ihnen ist das Wertvollste in meinem Leben.“
 

Becca sitzt in einem Boot. Sie trägt eine Maske und hat Material gegen Covid-19 neben sich.
Becca klärt über geschlechtsspezifische Gewalt auf, weil sie selbst davon betroffen war.Plan International

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