Leslys Lebensplan: Ambitionen in die Tat umsetzen
Eine Arbeit suchen, die eigene Familie unterstützen, selbst eine gründen oder besser den Traum von einem Universitätsstudium verwirklichen? Nach dem Abschluss der Oberschule stand die 18-jährige Lesly vor der schwierigen Entscheidung, welchen Lebensweg sie einschlagen und wann sie was tun sollte. Etwas, das viele Gleichaltrige weltweit beschäftigt.
Orientierung, Klarheit und Motivation finden
Lebenspläne geben jungen Menschen oftmals darauf eine Antwort. Ein Plan für das eigene Leben dient als eine Art Wegweiser – etwas, das jungen Menschen Handlungsempfehlungen gibt und ihnen zeigt, dass Wünsche und langfristig gefasste Ziele mit Anstrengung und Unterstützung erreichbar sind.
Von einem solchen Lebensplan hatte Lesly bis zum letzten Sommer noch nichts gehört. Erst beim Beginn eines Kurses von Plan International entdeckte die junge Frau aus El Salvador, wie sie ihre Gedanken ordnen und selbst Prioritäten setzen konnte. „Uns wurde gezeigt, wie man eine Idee entwickelt – ob kurz- oder langfristig, mit welchem Ziel und Zweck, etwas erreicht werden muss“, erzählt sie.
Von der Idee zur Entwicklung eines Lebensplans
Eine bedeutende Erfahrung war für Lesly die Erstellung ihres eigenen Lebensplans. Zum ersten Mal konnte sie sich ihre kurz-, mittel- und langfristigen Ziele schriftlich vor Augen führen, sich notieren, ob und wann sie eine Familie gründen oder sich beruflich weiterentwickeln möchte.
„Uns wurde gezeigt, wie man eine Idee entwickelt – mit welchem Ziel und Zweck.“
Dafür diente zuvor der Austausch mit anderen interessierten Teilnehmerinnen. Es waren viele dynamische Treffen, bei denen in geschütztem Rahmen das Selbstwertgefühl, die Prävention von Gewalt gegen Mädchen oder eigene Lebensplanung zur Sprache kamen. „Es ist wichtig, dabei auch über Themen wie Menstruationsgesundheit und -hygiene zu sprechen, weil dies nützlich sein kann, um unseren Schwestern und Cousinen zu helfen, besser auf sich zu achten“, sagt Lesly.
Für Lesly stellte der Kursbesuch einen Wendepunkt dar. Bei den Treffen fand sie ein vertrauensvolles Umfeld, in dem sie nicht nur mit Gleichaltrigen ihre Ideen austauschen und weiterentwickeln, sondern auch über ihre Situation nachdenken konnte. Sie erlangte während der zurückliegenden Wochen praktische Fähigkeiten für ihre Zukunftsplanung. „Ich hatte das Gefühl, dass wir mit Menschen sprechen konnten, die sich damit auskennen“, erzählt Lesly. „Die Kursleiterinnen fragten uns nach unseren Wünschen und Zielen und gaben uns Feedback auf eine Weise, die wir verstehen konnten – nicht mit Fachbegriffen, sondern so, dass wir verstehen konnten, wie Lebensentscheidungen getroffen werden sollten und wie man sie in die Praxis umsetzt.“
„Wir konnten verstehen, wie man Lebensentscheidungen in die Praxis umsetzt.“
Die junge Frau fühlt sich seit der Teilnahme am Kurs gestärkt für die Zukunft, sicherer im Leben. Sie hat entdeckt, dass ihre Stimme zählt und dass sie andere junge Frauen dazu inspirieren kann, an sich selbst zu glauben. Lesly hat gelernt, ihre Ideen zu ordnen, Ziele zu visualisieren und ausgewogene Entscheidungen zu treffen. Und so hält die 18-Jährige mit ihrem Lebensplan heute so etwas wie ihren persönlichen „Fahrplan“ in den Händen. Eine Orientierung, um zu erreichen, was sie sich vorgenommen hat: „Mit meinem Lebensplan bin ich motiviert, weiter zu studieren. Ich werde mein Studium abschließen, meine Geschwister unterstützen und eines Tages mein eigenes Haus haben – das sind meine Ziele, und ich werde sie erreichen.“
Die Geschichte von Lesly wurde mit Material aus dem salvadorianischen Plan-Büro aufgeschrieben.