Die sexistische Seite des Klimawandels

Foto: Plan International

Mädchen und junge Frauen sind von den Folgen des Klimawandels besonders stark betroffen. Im Video erzählen junge Frauen aus Sambia und Simbabwe, wie sich ihr Alltag schon jetzt verändert hat.

In vielen Bereichen des Lebens steht es um die Rechte und das Wohlergehen von Mädchen und jungen Frauen schlechter als bei Jungen und Männern: Bildung, Selbstbestimmung, Freiheit von Gewalt und Zugang zu Gesundheitsversorgung. Dazu kommt noch ein Bereich, von dem man zunächst denken könnte, dass er alle Bewohner:innen der Erde gleichermaßen betrifft: der Klimawandel. Neben geografischen oder sozioökonomischen Faktoren spielt auch das Geschlecht eine Rolle dabei, wie hart Mensch von Klimakatastrophen getroffen wird. 

Stürme, Überschwemmungen und Dürren verstärken geschlechtsspezifische Gewalt

Infolge des Klimawandels treten Katastrophen wie Stürme und Überschwemmungen häufiger oder in stärkerem Ausmaß auf. Bei diesen Katastrophen sterben Mädchen und Frauen mit höherer Wahrscheinlichkeit als Männer. In darauffolgenden Flucht- oder Migrationskontexten steigen die Zahlen von sexuellem Missbrauch und Ausbeutung von Mädchen und Frauen an. 

Auch länger anhaltende Dürren sind ein Resultat des Klimawandels. Wenn infolgedessen Geld und Essen knapp sind, werden Mädchen vermehrt frühverheiratet oder müssen den Unterricht verlassen. Traditionsgemäß sind Wasserholen und Holzsammeln Aufgaben, die den Mädchen in der Familie zugeteilt werden. Wenn die Wege trockenheitsbedingt länger werden, steigt auch dort das Risiko für sie, Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt zu werden. 

Eine Gruppe junger Frauen, die in Sambia und Simbabwe an eine Plan-Workshops zum Thema Klimawandel teilgenommen haben, erzählen im folgenden Video, wie sie schon heute von der Klimakrise betroffen sind. 

Gleiche Chancen für alle?

Am 11. Oktober 2022 feiern wir 10 Jahre Welt-Mädchentag! Für uns von Plan International ein besonderes Jubliäum, denn auf unsere Initative hin wurde der Welttag vor zehn Jahren von den Vereinten Nationen ernannt. Zum Jubiläum ziehen wir Bilanz in zehn Kernbereichen unserer Arbeit.

Themengebiet: Klimawandel und Naturkatastrophen

Der Klimawandel hat negative Folgen für alle 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung. Mädchen und Frauen sind jedoch in besonderer Weise davon betroffen. Umso wichtiger ist es, dass strukturelle Machtverhältnisse verändert werden müssen, denn sie sind dafür verantwortlich, dass Mädchen und Frauen in Krisen immer zu den Ersten gehören, die von den Folgen übermäßig stark betroffen sind.

Alle Ergebnisse des Berichts

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