„Dinge umsetzen, die einen Mehrwert schaffen“

Foto: Duc Nguyen Minh

Prof. Dr. Anne d’Arcy engagiert sich seit 2021 bei der Kinderhilfsorganisation Plan International für die Rechte benachteiligter Kinder. Was treibt die engagierte Wirtschaftsfachfrau an?

Als Mitglied und stellvertretende Vorsitzende des Vorstands unterstützt Prof. Dr. Anne d’Arcy die gemeinnützigen Privatstiftung Hilfe mit Plan Österreich. Sie leitet außerdem das Institut für Corporate Governance der Wirtschaftsuniversität Wien und wirkt bei zahlreichen Gremien in den Bereichen Rechnungswesen sowie Strommarktaufsicht in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit. Zuvor war sie Professorin für Rechnungswesen an der Université de Lausanne (HEC) sowie acht Jahre für Finanzdienstleister in Deutschland tätig. Im Plan Post-Interview erzählt sie, welche Wünsche und Ziele sie für die Arbeit der Kinderrechtsorganisation hat.

Liebe Frau Prof. Dr. d’Arcy, Sie sind seit Ende 2021 Vorstandsmitglied bei der Stiftung Hilfe mit Plan Österreich. Was hat Sie dazu bewogen, sich für Plan zu engagieren?

Natürlich gibt es immer einen Zugang über jemanden, den man kennt. Das erste Mal bin ich mit Plan International 2019 in Berührung gekommen, als ich ein Konzert organisieren durfte, bei dem Spenden für Plan-Projekte gesammelt wurden. Dr. Friedrich Jergitsch hatte mich damals davon überzeugt, dass Plan der richtige Partner ist. Schon damals hat mich das Konzept von Plan, sich nachhaltig für Kinder und Jugendliche einzusetzen, sehr begeistert.

Frau Prof. Dr. Anne d'Arcy
Prof. Dr. Anne d'Arcyprivat
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Benefizkonzert mit Prof. Dr. Anne d'ArcyPlan International

Ich habe mich deshalb auch sehr gefreut, als ich dann gefragt wurde, ob ich mich nicht im Vorstand von Plan engagieren möchte. Zuerst war mir nicht ganz klar, was ich als Hochschulprofessorin dort für einen Mehrwert schaffen kann. Und doch: Als ich dann die Kolleg:innen kennengelernt habe, habe ich gesehen, wieviel Herzblut darin liegt, und dass viele kleine und große Dinge umgesetzt werden können, die einen tatsächlichen Mehrwert schaffen.

In diesem Zusammenhang habe ich mich auch näher mit den Zielen von Plan beschäftigt, hinter denen ich voll und ganz stehe. Gerade das Thema Bildung liegt mir natürlich besonders am Herzen, und es freut mich sehr, dass ich dort meine Kompetenz einbringen kann.

„Als ich die Kolleg:innen kennengelernt habe, habe ich gesehen, wieviel Herzblut darin liegt, und dass viele kleine und große Dinge umgesetzt werden können, die einen tatsächlichen Mehrwert schaffen.“

Prof. Dr. Anne d’Arcy, stellvertretende Vorsitzende des Vorstands der gemeinnützigen Privatstiftung Hilfe mit Plan Österreich

Was sind Ihre Wünsche, was möchten Sie erreichen?

Ich möchte mich gerne tiefer in die Projekte von Plan einarbeiten, die ich noch gar nicht so gut kenne. Meine Kolleg:innen, die ja schon viele Jahre dabei sind, haben hier viel mehr Detailkenntnisse. Ich komme zu einer interessanten Zeit, weil wir uns schon intensiv mit unserer neuen Strategie auseinandergesetzt haben und es nun an die Umsetzung geht.

 

Sie konnten ja in Ihrem ersten halben Jahr bei Plan schon viel bewirken. Erzählen Sie uns doch bitte von ihren Projekten.

Ich freue mich sehr, dass wir mit zwei Projekten in Kooperation mit der WU Wirtschaftsuniversität Wien, an der ich das Institut für Corporate Governance leite, Student:innen für die Arbeit von Plan begeistern konnten. Die Studierenden haben verschiedene Recherchen und Interviews durchgeführt sowie eine Social-Media-Kampagne initiiert, um die Arbeit von Plan zu unterstützen. Die Ergebnisse konnten wir schon direkt in unserer Strategie berücksichtigen.

 

Frau d’Arcy, was möchten Sie unseren Pat:innen und Unterstützer:innen noch mitgeben?

Zuerst einmal möchte ich Danke sagen, denn unsere Unterstützer:innen machen die Projektarbeit von Plan überhaupt erst möglich! Es gibt bei der Stiftung Hilfe mit Plan Österreich aber nicht nur die Möglichkeit, für die wichtigen Projekte für gleichberechtige Bildung oder zur Abschaffung weiblicher Genitalverstümmelung zu spenden. Es ist auch besonders wichtig, die langfristige Arbeit in den Gemeinden durch eine Zustiftung zu unterstützen. Die Zustiftung ist ab 1.000 Euro möglich, ist genauso wie die Spende steuerlich absetzbar. Der Unterschied zur Spende besteht darin, dass nur die Erträge aus der ethischen und nachhaltigen Veranlagung für Projekte verwendet wird, der Wert der Zustiftung jedoch bestehen bleibt. Das ermöglicht uns, die erforderlichen Mittel für unseren langjährigen Einsatz bereitzustellen, um Mädchen und Frauen in allen Bereichen des Lebens Teilhabe zu ermöglichen. Diese Bereiche umfassen die politische und wirtschaftlicher Teilhabe, Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung und besonders auch sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte. Sie können Ihre Zustiftung zum Beispiel dem Leadfonds widmen, mit dem wir diese Ziele erreichen wollen.

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