Drei Jugendliche, eine Mission
Cami, Jazmín und Ronny erinnern sich noch gut an ihre Kindheit auf dem Spielplatz ihrer Schule im paraguayischen San Pedro. Schaukel, Rutsche und Wippe waren Treffpunkt für viele Mädchen und Jungen. Doch mit den Jahren verfiel der Platz – und wurde zunehmend gefährlich.
„Wir wollten nicht, dass Kinder weiter an einem unsicheren Ort spielen“, sagt Cami.
„Wir wollten nicht, dass Kinder weiter an einem unsicheren Ort spielen“
Jugend übernimmt Verantwortung
Als die drei Jugendlichen von der Initiative „Youth for Change“ („Jugend für den Wandel“) erfahren, ist ihnen klar: Das ist ihre Chance. „Wir hatten das Gefühl, dass wir etwas tun müssen“, sagt Cami.
Das Programm von Plan International unterstützt junge Menschen dabei, selbst Lösungen für Probleme in ihren Gemeinden zu entwickeln, so kamen die jungen Leute mit ihrem Anliegen für mehr Sicherheit weiter.
In Workshops lernen sie, wie man ein Projekt plant und umsetzt. Die Aufgaben verteilen sie nach persönlichen Stärken und Interessen: Ronny kümmert sich um Materialien und Bauplanung, Cami und Jazmín präsentieren die Idee und erklären die Umsetzung.
Unterstützung, die Wirkung zeigt
Mit ihrem überzeugenden Projekt gewannen sie Startkapital in Höhe von sechs Millionen Guaraní (ca. 779 Euro). Zusätzlich organisierten sie eine Spendenaktion und sammelten weitere Mittel für die Arbeitskosten. „Als wir die Zusage bekamen, waren wir überglücklich“, erzählt Cami. „Wir bekamen Nachrichten von überall – alle waren sehr froh.“
Schon bald sollen neue Schaukeln, reparierte Rutschen und sichere Spielgeräte den Kindern wieder unbeschwertes Spielen an diesem Platz ermöglichen.
Youth for Change: Gemeinsam Zukunft gestalten
Die Initiative „Youth for Change“ wird von Plan International gemeinsam mit der lokalen Organisation Koga umgesetzt. Jugendliche im Alter von 15 bis 24 Jahren aus den Regionen San Pedro, Guairá, Caaguazú und Paraguarí können teilnehmen und ihre Ideen einreichen, die lokale Probleme lösen sollen – etwa in den Bereichen Umwelt oder Infrastruktur. Neben finanzieller Unterstützung erhalten sie wertvolle Erfahrungen in Mitbestimmung, Führung und sozialem Engagement.
„Ich bin sehr glücklich, etwas für meine Gemeinde tun zu können“, sagt Cami. „Als junge Menschen können wir etwas bewirken.“ Auch Jazmín freut sich: „Dies ist mehr als nur ein Ort zum Spielen. Hier entstehen schöne Erinnerungen. Zu wissen, dass wir dazu beigetragen haben, macht uns stolz.“
Dieser Artikel wurde mit Material aus dem Plan-Büro in Paraguay erstellt.