"Kann ich mit einer Patenschaft auch Jungen unterstützen?"

Foto: Basile Kengne

Ohne Jungen und Männer geht es nicht. Wenn wir Mädchen und Frauen zu mehr Rechten verhelfen wollen, funktioniert dies nur mit einem ganzheitlichen Ansatz – also auch und gerade gemeinsam mit den Jungen und Männern.

"Unübersehbar legt Plan International einen Fokus auf die Förderung von Mädchen und jungen Frauen. Zu Recht fragen sich vor allem neue Patinnen und Paten sowie Interessierte, ob sie überhaupt eine Patenschaft für einen Jungen übernehmen können. ,Ja, natürlich‘ – lautet die Antwort. Unsere Spenderinnen und Spender unterstützen im Rahmen ihrer Patenschaft die nachhaltige Projektarbeit in den Gemeinden ihrer Patenkinder. Unser Ziel ist es, allen Kindern in unseren Partnerregionen ein gesundes Aufwachsen, gute Bildung, medizinische Versorgung sowie andere essenzielle Kinderrechte zu verschaffen. Dabei sollen weder die Mädchen bevorzugt noch die Jungen benachteiligt werden. Es geht vielmehr um Chancengleichheit, zu der ein respektvoller, gleichberechtigter Umgang mit allen Kindern gehört. Das bedeutet aber auch, dass wir gegen geschlechtsspezifische Benachteiligung bei unserer Projektarbeit aktiv werden – und dies betrifft vor allem Mädchen und junge Frauen. Mädchen und Frauen sind allzu oft sozial schlechtergestellt als Jungen und Männer, haben im Leben weniger Entscheidungsfreiheiten und sind eher von Armut betroffen. 

Deshalb unterstützen wir Mädchen und Frauen in besonderer Weise, um sie mit der männlichen Bevölkerung auf eine soziale Ebene zu heben. Wenn wir Chancengleichheit sowie Gleichberechtigung erreichen wollen – und damit einen wichtigen Bestandteil der nachhaltigen Entwicklungsziele –, müssen wir Männer überall einbeziehen: als Entscheidungsträger in Familien, religiöse Würdenträger, Gemeindevorsteher oder eben Jungen als Patenkinder. Sie alle sind der Schlüssel zur Erfüllung drängender Entwicklungsschritte.

Bewusst nehmen wir weltweit zu etwa gleichen Teilen Mädchen und Jungen in unseren Patenschaftsprogrammen auf. Eine ausschließliche Förderung von Mädchen könnte zu Neid bei den Jungen führen. Das wäre kontraproduktiv und ist auch aus diesem Grund nicht in unserem Sinne. Stattdessen beziehen wir die Jungen aktiv ein, in Kinder- und Jugendclubs, bei Kampagnen für die Kinderrechte. Nur wenn alle Beteiligten zusammenarbeiten, können auch alle Kinder ihre vollen Potenziale entfalten.“

Zwei Jungen spielen Fußball
Foto: Plan International

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