Mit Musik-Bingo Haltung zeigen

Foto: Plan International

Anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus luden die Youth Advocates, die jungen Stimmen im Plan-Verbund, zum Musik-Bingo in Hamburg ein.

Kreativer Neustart für die Youth Advocates: Nach einer Phase der Inaktivität konstituierte sich die Gruppe im Frühjahr 2026 mit neuen Mitgliedern. Als kind- und jugendzentrierte Organisation fördert Plan International Deutschland neben einem Jugendbeirat und Jugendnetzwerk auch die Youth Advocates. Letztere engagierten sich jetzt während der diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus. Die Veranstaltungsreihe findet um den 21. März – dem Internationalen Tag gegen Rassismus – statt und wendet sich gegen Rassismus, Antisemitismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.

Mit ungewohnten Melodien für mehr gesellschaftliches Verständnis

Als Auftaktveranstaltung hat die neue Hamburger Gruppe ein Musik-Bingo organisiert. Anstelle von Zahlen, wie sonst beim Bingo üblich, standen bei der Veranstaltung im örtlichen Kulturzentrum Zinnschmelze Songtitel auf den Spielkarten – Songs mit aktivistischem Charakter, mit Interpret:innen unterschiedlicher Herkünfte und in verschiedenen Sprachen.

Drei junge Frauen stehen vor dem Logo der Kinderrechtsorganisation Plan International
Bühne frei: Zwei der Hamburger Youth Advocates und Plan-Mitarbeitenden luden zum Musik-Bingo ins Kulturzentrum Zinnschmelze Nobert Latim

Die Teilnehmenden konnten sich mit Liedern fern von typischen Hitlisten und gängiger Radiomusik auseinandersetzen sowie neue Impulse für die eigenen Playlists sammeln. Gleichzeitig wurde über gesellschaftliche Missstände wie Rassismus, Diskriminierung oder Sexismus in internationalen Zusammenhängen gesprochen – Herausforderungen, die mit Musik und in Liedern thematisiert werden.

Youth-Advocates-Mitglied Morsal stellte beispielsweise eine afghanische Sängerin vor, die sich für die Rechte von Frauen in dem südasiatischen Land einsetzt. In einem Lied ist etwa vom Mut der Frauen die Rede, die sich gegen Unterdrückung stark machen. „Ich habe genau diese Stelle ausgewählt, weil sie beschreibt, was viele von uns fühlen: Druck von außen – von Fremden, die Vorurteile haben. Und Druck von innen – von der eigenen Community“, sagt Morsal.

Neben Informationen zu Plans Arbeit, Gedanken zum respektvollen Miteinander und weiterer gewichtiger Themen stand auch der Spaß im Vordergrund. Vier Gewinner:innen konnten – mit Unterstützung vom Plan Shop und von den Plan-Sportkooperationen – mit upcycelten Laptop-Taschen, Shop-Gutscheinen und einem signierten HSV-Fußball nach Hause gehen.

Blick auf ein Blumengesteck und eine Bildschirmleinwand
Willkommen bei den Internationalen Wochen gegen Rassismus Anna Rennwald

Junge Stimmen bei Plan International Deutschland

Die ursprüngliche Gruppe der Youth Advocates war seit 2015 und im Zuge der Programmarbeit in Deutschland aktiv. Die Gruppe hatte sich aus geflüchteten Menschen gebildet, die in Notunterkünften untergebracht waren, in denen Plan International tätig war. Die ehemaligen „Community Mobilizers“ haben sich für die politische Teilhabe von geflüchteten Menschen eingesetzt. Im Finanzjahr 2024 hatte die Gruppe ihre Aktivitäten an andere ehrenamtlich bei Plan International Deutschland engagierte Jugendgruppen übergeben, die sich im Hamburger Plan-Büro treffen und lokal arbeiten, sowie eine digital beigeordnete Vereinigung aus jungen Menschen deutschlandweit.
Die Youth Advocates haben sich unter anderem bei Kampagnen, Gesprächen mit Politiker:innen sowie auf internationalen Konferenzen wie beim Global Refugee Forum für die gesellschaftliche und politische Teilhabe geflüchteter Menschen stark gemacht.

Youth Advocates

Du bist zwischen 18 und 27 Jahren alt, hast vielleicht eine eigene Flucht- oder Migrationsgeschichte oder bist an den Themen Flucht und Migration interessiert? Dann mache bei den Youth Advocates mit!

Mehr Informationen zur ehrenamtlichen Jugendarbeit bei Plan International Deutschland gibt es hier.

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