Sexualaufklärung für Jugendliche

Foto: Plan International

Plan International unterstützt das gesunde Aufwachsen von Mädchen, Jungen, ihren Eltern und Gemeindemitgliedern – zum Beispiel im südostafrikanischen Malawi. Dabei verknüpfen wir Projektaktivitäten mit laufenden Patenschafts­programmen. Mit diesem Projekt arbeiten wir auch für die Erreichung des nach­haltigen Entwicklungsziels SDG 3.

Ziele

Mädchen und junge Frauen haben in Malawi kaum Selbstbestimmung. Sogar die Entscheidung über sexuelle Gesundheit und Familienplanung treffen sie selten allein. Traditionelle Praktiken wie Kinderheirat sowie eine patriarchalisch geprägte Gesellschaft sind hierfür ursächlich. Im Projektbezirk Mzimba im Norden Malawis sind 37 Prozent der Mädchen und Frauen zwischen 15 und 19 Jahre alt, wenn sie ihr erstes Kind bekommen. Unser Projekt hat zum Ziel, Jugendliche altersgerecht und sensibel über sexuelle Gesundheit und Familienplanung zu beraten. Die Beratungsangebote gehen mit einer besseren Gesund­heitsversorgung einher. 25.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sollen einen Zugang zu quali­tativ verbesserter, altersgerechter Gesundheitsver­ sorgung sowie Verhütungsmitteln erhalten. Im Einsatz gegen die Corona­-Pandemie unterstützen wir zudem Präventions-­ und Aufklärungsmaßnahmen. Das Vor­haben wird durch die Stiftung Hilfe mit Plan gefördert.

Maßnahmen und Erfolge

In allen 23 Gesundheitseinrichtungen der Projektge­meinden haben wir Jugendclubs etabliert, in denen sich junge Projektteilnehmende zu den Themen sexueller Gesundheit und Rechte austauschen. Zudem organisieren sie auf Gemeindeebene diesbezügliche Informationsveranstaltungen. Im Finanzjahr 2020 haben wir 44 Angestellte von Gesundheitszentren zur altersgerechten und geschlechtssensiblen Bera­tung von Jugendlichen fortgebildet sowie 98 Mädchen und Jungen – sechs davon mit Behinderungen – zu freiwilligen Gemeindehelfer:innen ausgebildet. Sie informieren Gleichaltrige über Familienplanung sowie die Gefahren von Geschlechtskrankheiten und vertei­len Verhütungsmittel. Während der Corona-­Pandemie verbreiten sie auch Informationen zum Präventions­schutz.

„1.664.286 Euro Projektbudget
173.873 Euro Abfluss im Finanzjahr“

Projektbilanz

Monitoring, Evaluation und Ausblick

Im April und Mai 2020 haben wir bei Monitoring­-Besuchen die Fortschritte der jugendfreundlichen Gesundheitsversorgung bei 17 Gesundheitseinrich­tungen begutachtet. Trotz der Herausforderungen aufgrund der Corona-­Pandemie sind alle dazu in der Lage, projektgemäß Dienstleistungen anzubieten. Die Einrichtungen beraten zur Präven­tion sowie Behandlung von Geschlechtskrankheiten und verteilen moderne Verhütungsmittel.

Die Stiftung Hilfe mit Plan hat zusätzliche Mittel in Höhe von 100.000 Euro zur Verfügung gestellt, die auch für Schutzausrüstung in der Corona­-Krise verwendet werden.

Wir planen zudem die Finanzierung einer Studie zum Anstieg von Fällen der Kinderheirat und frühen Schwangerschaft seit dem Beginn der Pandemie sowie die Einrichtung einer Anlaufstelle für Mädchen, die geschlechtsspezifische Gewalt erfahren haben.

Aufklärung für Jugendliche in Malawi: Auf einen Blick

Zielgruppen: direkt 25.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene (zehn bis 24 Jahre), 200 Mitarbeiter:innen in Gesundheits­ einrichtungen und 170 freiwillige Gemeindehelfer:innen sowie indirekt 153.000 Menschen im Projektbezirk Mzimba

Programmziel: Stärkung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Programmpartner: Tovwirane, Evangelical Association of Malawi (EAM)

Laufzeit: Dezember 2018 bis November 2021 Finanzierung: Mädchen­Fonds, Stiftung Hilfe mit Plan

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