Fennie*: „Ich war nicht bereit, Mutter zu werden“

Foto: Signe Vilstrup

Fennies* gesamtes Leben ändert sich, als sie auf dem Heimweg von der Schule angegriffen wird. Ihre Geschichte erzählt sie in unserer Reihe über das Leben von Mädchen und jungen Frauen in Kenias größtem Slum Kibera.

(Inhaltswarnung: Sexueller Übergriff/Vergewaltigung)

Fennie wusste, dass sie spät dran war. Es hatte den ganzen Tag geregnet und der Bus, der sie normalerweise von der Schule nach Hause brachte, war nicht gekommen. Also musste sie den ganzen Weg nach Hause laufen. Es war dunkel – und Kibera ist kein sicherer Ort für eine 14-Jährige, besonders, wenn die Sonne untergeht.

Die Straßen der Slums – tatsächlich nur schlammige Wege – hatten sich nach einem Tag Regen in Wasserströme verwandelt. Fennie umklammerte ihre Schulbücher und sprang, um den tiefsten Pützen auszuweichen. 300 Meter von ihrem zu Hause entfernt, wurde sie plötzlich hart in den Rücken geschlagen und fiel zu Boden. Ein Mann drückte sie mit dem Gesicht nach unten in den Schlamm, Fennie konnte nicht atmen. „Ich werde dich und deine ganze Familie töten, wenn du schreist“, sagte er. Dann zog er ihren Rock hoch und vergewaltigte sie im Schlamm. Wie lange sie dort lag, weiß Fennie nicht mehr. Als der Mann weg war, wagte sie es nicht, aufzustehen.

„Ich konnte mein Kind nicht lieben.“

Fennie*, wuchs in Kibera auf

Neun Monate später wurde sie Mutter. „Ich konnte mein Kind nicht lieben“, sagt sie. „Ich wollte sie nicht stillen. Sie wurde so dünn. Ich war überhaupt nicht bereit, Mutter zu werden. Aber meine Tochter hat nicht darum gebeten, zur Welt zu kommen – und es ist meine Aufgabe, mich um sie zu kümmern.“

*Name zum Schutz der Identität geändert

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