Klimawandel und Periode

Foto: Plan International / Bill Tanaka

Was hat der Klimawandel mit der Periode zu tun? Viel – denn er hat Auswirkungen darauf, wie Menstruierende weltweit ihre Periode bewältigen.

Der Klimawandel hat Auswirkungen auf das Leben von allen Menschen. Diskriminierende soziale und geschlechtsspezifische Normen bedeuten allerdings, dass Mädchen und Frauen in ihrer ganzen Vielfalt oft am stärksten betroffen sind – und gleichzeitig die wenigsten Ressourcen haben, um damit fertig zu werden.

Auch und insbesondere auf die Menstruationsgesundheit und -hygiene wirkt sich der Klimawandel negativ aus. In vielen Ländern tragen Frauen und Mädchen die Hauptverantwortung für die Hausarbeit, einschließlich der Wasserversorgung. Aufgrund zunehmender Dürren werden die Entfernungen zum Wasserholen in einigen Regionen immer größer. In diesen Fällen wird Wasser zu einem kostbaren Gut und das Waschen von Kleidung oder Menstruationsmaterialien wird dann manchmal hintenangestellt. Das schränkt Mädchen und Frauen in ihrer Bewegungsfreiheit außerhalb des Hauses ein. 

Menstruation in Zeiten des Klimawandels - Junge Frauen berichten

Der Klimawandel hat außerdem zur Folge, dass Mädchen ihre Rechte auf zum Beispiel Bildung nicht wahrnehmen können. „Während meiner Periode konnte ich früher zwei Tage im Monat nicht zur Schule gehen, weil ich eine starke Periode hatte und die Hitze mich schwächte", erzählt die 25-jährige Faith aus Simbabwe. Im Video berichten Faith und weitere junge Frauen von den Herausforderungen des Klimawandels, auch in Bezug auf ihre Menstruation, und wie sie sich diesen stellen:

Menstruation im Fokus

Auch bei uns in Deutschland sind wir noch weit davon entfernt, eine vorurteilsfreie, aufgeklärte und „periodenfreundliche“ Gesellschaft zu sein. So gaben in einer repräsentativen Umfrage von Plan International 34 Prozent der Menstruierenden an, dass sie sich nicht mehr für ihre Periode schämen möchten. Zudem hatten 24 Prozent der Befragten bei ihrer ersten Periode kein Hygieneprodukt, das sie verwenden konnten – und 21 Prozent wussten nicht, was bei der ersten Periode mit ihnen geschah.

Alle Ergebnisse der Befragung und die Forderungen, die wir von Plan International daraus in Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Organisation WASH United abgeleitet haben, gibt es hier:

Zum Bericht

Projekte, die Kindern nachhaltig helfen

Für Plan International als Kinderrechtsorganisation mit einem Arbeitsschwerpunkt auf den Rechten von Mädchen und jungen Frauen ist Menstruationsgesundheit und -hygiene bei der Planung der Programme ein wichtiges Thema. Mit einer Spende unterstützen Sie uns, vielfältige Hilfsprojekte in unseren Programmländern in Afrika, Asien und Lateinamerika zu finanzieren und so beispielsweise einen gleichberechtigten Zugang zu Gesundheit und Menstruationshygiene, Bildung oder sauberem Trinkwasser zu ermöglichen.

Jetzt unterstützen

Sie mögen diesen Artikel? Teilen Sie ihn gerne.

  • Facebook
  • Twitter
  • WhatsApp
  • LinkedIn
  • Xing

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Engagieren Sie sich mit uns für eine gerechte Welt! Registrieren Sie sich jetzt für unseren kostenlosen Newsletter

Widerruf jederzeit möglich. Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung sowie unsere Kinderschutzrichtlinie

Newsletter