Humanitäre Hilfe für Kinder in Libanon und im Gazastreifen
Eskalation im Nahen Osten trifft Kinder in Libanon und Gaza
Die humanitäre Lage in der Region ist aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Iran extrem angespannt. Die Eskalation im Nahen Osten hat weitreichende Folgen: In Libanon und Gaza verschärfen sich die ohnehin dramatischen Lebensumstände weiter. Besonders Kinder leiden unter Unsicherheit, Gewalt und dem Wegfall grundlegender Versorgung.
In Gaza spitzt sich die Notlage für 2,1 Millionen Menschen, darunter mehr als eine Million Kinder, drastisch zu: Nach Angriffen auf zivile Infrastruktur besteht ein akut lebensbedrohlicher Mangel an Nahrungsmitteln, Wasser und medizinischer Versorgung. Viele Kinder sind von ihren Familien getrennt und haben keinen Zufluchtsort. Sie haben extreme Gewalt erlebt und brauchen dringend psychologische Unterstützung.
In Libanon zwingt die Ausweitung der Krise immer mehr Familien zur Flucht. Über 800.000 Menschen wurden bereits vertrieben. Schulen sind geschlossen oder werden als Notunterkünfte genutzt – Kinder verlieren Schutz, Bildung und Stabilität.
Ihre Spende kann jetzt Leben retten!
Aktuelle Lage in Iran und Auswirkungen auf die Region
Die aktuelle Eskalation des Konflikts im Iran hat spürbare Auswirkungen auf die gesamte Region – insbesondere auf Libanon und den Gazastreifen. Die humanitäre Lage für die Zivilbevölkerung ist angespannt und verändert sich schnell.
In Libanon belasten die militärischen Spannungen die Menschen. Viele sind bereits auf der Flucht, Schulen sind geschlossen oder dienen als Notunterkünfte und Evakuierungsaufrufe sorgen für zusätzliche Unsicherheit.
Wir beobachten die Entwicklungen in der Region kontinuierlich und passen unsere Hilfe laufend an.
Ihre Spende hilft, Menschen in Libanon und Gaza in dieser unsicheren Lage zu unterstützen!
Ihre Spende bewirkt so viel!
Hinweis: Aufgrund der aktuellen Lage fluktuieren die Preise vor Ort stark. Die angegebenen Werte basieren auf früheren Preisen und langjährigen Erfahrungswerten.
Alle eingehenden Spenden, die über den Bedarf für diese Katastrophe hinausgehen, werden in Reserve gehalten, um auf andere humanitäre Notsituationen zu reagieren. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Die aktuelle Lage
- Die militärische Eskalation in Iran hat weitreichende Auswirkungen auf die Region und verschärft die ohnehin angespannte humanitäre Lage in Libanon und Gaza.
- Über 800.000 Menschen sind bereits jetzt in Libanon auf der Flucht. Geschlossene Schulen dienen als Notunterkünfte und weitere Gebiete sind zur Evakuierung aufgefordert.
- Die Hilfe von Plan International in Libanon konzentriert sich auf lebensrettende Unterstützung in Notunterkünften besonders in schwer erreichbaren Gebieten im Süden des Libanon. Benötigt werden Trinkwasser, Lebensmittelpakete und warme Mahlzeiten, aber auch Hygieneartikel, Decken und Matratzen.
- In Gaza bleibt die Lage dramatisch. In Folge der Hungersnot bedroht Unterernährung das Leben von 320.000 Kindern unter fünf Jahren. Plan International war zuletzt eine der wenigen internationalen NGO, die Hilfsgüter nach Gaza einführen konnten. Zu den Hilfslieferungen zählen Lebensmittel und Hygienepakete. Der Bedarf an weiteren Lieferungen bleibt enorm, der aktuell eingeschränkte Zugang erschwert die Versorgung zusätzlich.
- Plan International und seine Partnerorganisationen leisten in Libanon und im Gazastreifen umfassende humanitäre Hilfe. Wir konnten seit Oktober 2023 bereits 590.000 Menschen mit lebensrettenden Hilfsgütern wie Lebensmittelpaketen, warmen Mahlzeiten, Wasser und Hygiene- und Menstruationspaketen erreichen (Stand Januar 2026). Die Lage bleibt jedoch katastrophal und der Bedarf weiterhin hoch.
“Die humanitäre Lage in Libanon und in Gaza verschärft sich weiter, das ist höchst alarmierend. Besonders Kinder leiden massiv unter den Folgen des Konflikts: Ihr Alltag gerät erneut aus dem Gleichgewicht, Sicherheit, Normalität und unbeschwerte Momente sind für viele kaum noch erreichbar. Umso dringender brauchen sie und ihre Familien jetzt unsere Unterstützung, damit sie Schutz und das Nötigste zum Leben bekommen.”
Petra Berner, Vorstandsvorsitzende von Plan International Deutschland
Unsere Arbeit in Gaza
Unsere Kollegin Katharina Wittkowski, Leiterin der Nothilfe für Gaza bei Plan International, berichtet von unserer Arbeit vor Ort. Neben der Lieferung von Lebensmitteln stehen psychosoziale Unterstützung und Bildung im Fokus.
Weitere Fragen und Antworten
Die Lage in Libanon und im Gazastreifen ist komplex. Fragen und Antworten rund um die aktuelle Situation und zu unserer Arbeit vor Ort finden Sie hier.
Die humanitäre Lage ist weiterhin katastrophal. 1,9 Millionen Menschen, also etwa 90 Prozent der Bevölkerung des Gazastreifens, sind Binnenvertriebene. Viele von ihnen wurden mehrfach vertrieben, manche zehn Mal oder sogar häufiger. Aufgrund des eingeschränkten Zugangs zu Hilfsgütern ist die gesamte Bevölkerung (2,1 Millionen Menschen) akut von Hunger bedroht. Mehr als eine Million Kinder leben in akuter Lebensgefahr. Rund 641.000 Menschen in Gaza befinden sich bereits in der schwersten Stufe (Stufe 5) einer katastrophalen Hungersnot. Seit Beginn des Krieges sind bereits mehrere hundert Menschen an Hunger gestorben.
658.000 Kinder können nicht zur Schule gehen, da diese Gebäude beschädigt oder zerstört sind oder als Unterkunft für Binnenvertriebene genutzt werden. Seit über einem halben Jahr sind alle Schulen in Gaza geschlossen. 45.000 Erstklässler:innen konnten 2024 nicht eingeschult werden und verpassen so die Grundlagen ihrer Bildung. Da 97 Prozent der Schulen betroffen sind, besteht in Gaza die Gefahr einer „verlorenen Generation“, die keinen Zugang zu Bildung hat, was langfristige Auswirkungen auf ihre Entwicklung und ihre Zukunftschancen haben könnte.
93 Prozent der Bevölkerung hat wegen der Zerstörung der kritischen Infrastruktur keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.
Der Schutzbedarf ist auf einem Höchststand: Viele Kinder sind seit Oktober 2023 zu Waisen geworden. Es wurden zudem mindestens 17.000 unbegleitete oder von ihren Familien getrennte Kinder registriert. Sie benötigen deshalb entsprechende Schutzmaßnahmen. Sie haben keinen Zugang zu Bildung, keinen sicheren Ort zum Spielen oder zur Verarbeitung des Erlebten. Ohne Betreuungspersonen steigen für sie zudem die Risiken von Ausbeutung und Misshandlung.
Laut dem aktuellen Lagebericht (Stand: 9. März 2026) befinden sich derzeit 817.000 Menschen innerhalb Libanons auf der Flucht. Davon finden 125.800 Menschen (31.900 Familien) in insgesamt 590 Notunterkünften Schutz. Schulen mussten geschlossen werden und dienen nun als Unterkünfte für Geflüchtete. Zusätzlich sind große Gebiete zur Evakuierung aufgefordert worden.
Die anhaltenden Konflikte fordern weiterhin zahlreiche Opfer: Seit Beginn der Krise wurden 634 Todesopfer und 1.586 Verletzte registriert.
Plan International stellt in dieser Situation geflüchteten Kindern und ihren Familien in den Notunterkünften gezielt Hilfsgüter zur Verfügung, darunter Artikel des täglichen Bedarfs, Lebensmittel und Hygienesets für den Haushalt.
Wir beobachten die Entwicklungen kontinuierlich und passen unsere Hilfe zielgerichtet an.
In dieser Situation leisten unsere Kolleg:innen vor Ort mit unseren Partnern zusammen lebensrettende Hilfe.
Für die Bevölkerung im Gazastreifen ist Plan International über die Länderbüros in Ägypten und Jordanien, sowie mit Partnerorganisationen im Gazastreifen selbst, tätig. Zu den Partnern gehören Taawon, Terre des Hommes, Juzoor, Mercy Corps, ActionAid und ADRA.
In Jordanien arbeiten wir mit den Organisationen Taawon, Terre des Hommes und Juzoor zusammen. Trotz der schwierigen Sicherheitslage – so wurde etwa eine Gesundheitseinrichtung unseres Partners Jazoor zerstört – haben wir so bisher mehr als 46.324 warme Mahlzeiten und Nahrungsmittelpakete für vertriebene Familien verteilt und über 45.923 betroffene Menschen mit Hygienematerial, inklusive Monatshygiene versorgt, sowie Decken und warme Kleidung für den Winter an über 3.000 Menschen verteilt.
Unser Team in Ägypten, zusammen mit den Partnern Mercy Corps, ActionAid und ADRA, konzentriert sich auf die Beschaffung von Hilfsgütern und deren Transport in den Gazastreifen. Dies sind insbesondere Nahrungsmittel und Trinkwasser, sowie Hygieneartikel.
Seit dem 7. Oktober 2023 haben wir so insgesamt über 590.000 Menschen erreicht.
Sie können helfen, indem Sie spenden. Ihre Spende kann einen entscheidenden Unterschied machen und das Leben vieler Menschen im Gazastreifen und in Libanon und verbessern.
Gemeinsam können wir Hoffnung schenken und einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung dieser Krise leisten!
Amals Geschichte
Ein Ort, der Hoffnung schenkt
"Ich möchte Lehrerin werden und Kindern Hoffnung geben, so wie sie mir Hoffnung gegeben haben."
Als Amal* acht Jahre alt war, verlor sie ihren Vater – er ging fort, um einen Sack Mehl zu holen, und kehrte nie zurück. Er war ihre Sicherheit und Zuflucht. Die Hand, an der sie sich auf der Straße festhielt, und die Stimme, die sie vor dem Einschlafen beruhigte.
Nach dem Verlust ihres Vaters hatte Amal mit einer tiefen emotionalen Leere zu kämpfen. In einem provisorischen Lernzentrum der Save the Youth Future Association – finanziert von Plan International – entdeckte sie die Kraft des Zusammenhalts und konnte neue Kraft schöpfen.
Die Lehrerinnen sahen nicht nur die Trauer in ihren Augen, sondern auch ihr Potenzial. Durch Bildung, Zuwendung und psychologische Unterstützung gewann Amal ihr Selbstvertrauen zurück. Sie kehrte mit neuer Energie in das Lernzentrum zurück, knüpfte enge Freundschaften und begann davon zu träumen, Lehrerin zu werden, um Kindern Hoffnung zu geben.
Ihre Spende bewirkt so viel und gibt Mädchen wie Amal die Möglichkeit, zu hoffen!
*Name zum Schutz geändert
Hilfe für Menschen in Notsituationen
Jetzt online spenden oder per Überweisung an (wenn vorhanden, unter Angabe Ihrer Referenznummer):
Plan International Deutschland e.V.
SozialBank AG
IBAN: DE69 3702 0500 0009 4449 44
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Libanon und Gaza
Nachhaltige Hilfe, die ankommt
Wir beantworten Ihre Fragen gerne!
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