Schriftsteller Arno Surminski ist seit über 20 Jahren Pate bei Plan International.

Arno Surminski

Arno Surminski, Jahrgang 1934, ist seit vielen Jahren Pate bei Plan International und lebt in Hamburg. Bekannt wurde der Schriftsteller mit den ostpreußischen Wurzeln vor allem durch seine Romane über das Schicksal der Flüchtlinge.

Ihr erstes BuchJokehnen wurde 1974 veröffentlicht, als Sie 40 Jahre alt waren. Seit wann schreiben Sie?

Schreiben und veröffentlichen ist ja zweierlei. Ich schreibe seit meinem 15. Lebensjahr, mein Wunsch war schon immer, Schriftsteller zu werden. Mit den ersten Veröffentlichungen hat es dann noch ein wenig gedauert. 

Wie konnten Sie Ihre Erinnerungen nach so vielen Jahren so präzise wiedergeben?

Tagebuch habe ich nicht geführt. Aber die Erlebnisse während des Krieges – und danach – waren für mich als Kind so einschneidend und heftig, dass sie sich bei mir eingebrannt haben und ich mich an vieles genau erinnern kann. 

Nach einer Lehre in einem Anwaltsbüro zog es Sie mit 20 Jahren als Holzfäller nach Kanada. Was war Ihr Ziel?

Ich reiste zusammen mit Freunden. Wir waren vier junge Männer, die die Welt entdecken wollten. Kanada hat uns fasziniert, es war eine tolle Erfahrung. Aber wir sind nach einigen Jahren alle nach Deutschland zurückgekehrt. Da ich schon immer schreiben wollte, fehlte mir in Kanada die Muttersprache. In Deutsch kann ich mich am besten ausdrücken.  

Was bedeutet für Sie Heimat?

Heimat ist für mich der Ort, an dem die Menschen leben, die mir nahe stehen. In Ostpreußen sind zwar meine Wurzeln, doch meine Eltern haben nicht überlebt. Meine Heimat ist heute in Hamburg, und in Wacken, wo unser Wochenendhaus steht, in dem wir uns alle treffen: meine Frau, meine Kinder und meine Enkel.

Wie kamen Sie zu Plan International?

Eine ehemalige Schulfreundin unserer Tochter arbeitete bei Plan. So kam es dazu, dass wir über sie vor über 20 Jahren die Patenschaft für Joice aus Simbabwe übernahmen, die mittlerweile erwachsen ist. Anonym spenden mag ich nicht. Mir gefällt das Konzept von Plan, das die Möglichkeit gibt, die Entwicklung seines Patenkindes zu verfolgen. Mit unseren Patenkindern in Simbabwe und Bolivien hat das Thema Patenschaft für uns ein Gesicht bekommen.

Interessant? Weitersagen: