Girls Get Equal

#RewriteHerStory

Darstellung von Frauen in Filmen

Im neuen Welt-Mädchenbericht “Rewrite her Story“ haben wir gemeinsam mit dem Geena Davis Institut die 56 umsatzstärksten Filme aus 2018 in insgesamt 20 Ländern auf Genderstereotype untersucht. Das Ergebnis: Schädliche Stereotype und Diskriminierung dominieren sowohl vor als auch hinter der Kamera. Das hat Auswirkungen auf das Verständnis von Gleichberechtigung bei Mädchen und jungen Frauen auf der ganzen Welt. Daher fordern wir ein Gütesiegel, das Filme auszeichnet, die sowohl Frauen als auch Männer in zeitgemäßen Rollen darstellen.

 

Welt-Mädchenbericht 2019: #RewriteHerStoryPDF | 2,57 MB Download starten

Key Facts aus dem Welt-Mädchenbericht 2019

Was hat Gleichberechtigung mit Rollen in Filmen zu tun?

Medien beeinflussen weltweit die Sicht auf Mädchen und Frauen. Sie haben auch Einfluss auf ihr Selbstwertgefühl und ihre Einschätzung, was sie im beruflichen wie privaten Leben erreichen können. Filme, die Mädchen und Frauen als Sexobjekte darstellen, manifestieren schädliche Stereotype und veraltete Rollenbilder. So untergraben sie die Autorität und Kompetenz von Mädchen und Frauen.

Das hat weitreichende Konsequenzen: Mädchen und Frauen begrenzen ihre Ambitionen, wodurch sie ihr volles Potential nicht entfalten. Zudem werden sie auf der ganzen Welt ständig unterschätzt, ausgebremst und übergangen. Sie sitzen nicht mit am Entscheidungstisch, sondern werden systematisch von Machtpositionen ferngehalten.

Um das zu ändern, damit jedes Mädchen selbst über ihr Leben bestimmen und die Welt um sich herum mitgestalten kann, fordern wir mit unserer globalen Kampagne „Girls Get Equal“ echte Gleichberechtigung für Frauen und Männer. Dafür ist es auch notwendig, dieses veraltete Frauenbild zu verändern, das in den Medien aufrechterhalten wird. Mädchen wie Jungen brauchen Identifikationsfiguren, die sie stark machen.

Dafür müssen veraltete Rollenbilder und Vorbilder durch zeitgemäße ersetzt werden. Anstatt Mädchen und Frauen in klischeehaften Rollen darzustellen, sollten Produzent*innen und Regisseur*innen sie als gleichberechtigte Persönlichkeiten, in Führungspositionen zeigen.

Um das sicher zu stellen, fordern wir ein Gütesiegel, das Filme auszeichnet, die sowohl Frauen als auch Männer in zeitgemäßen Rollen darstellen.

Gemeinsam mit unseren Botschafterinnen fordern wir ein Gütesiegel für zeitgemäße Rollen in Filmen

Therese Hämer
Therese Hämer, Schauspielerin

„Als Schauspielerin bin ich Teil der deutschen Filmindustrie. Diese hat enormen Einfluss darauf, welche Rollenbilder und Frauen-Rollen generiert und dann vom Publikum konsumiert werden - und zwar nicht nur in Deutschland, sondern auch international. Deshalb unterstütze ich Plans Forderung nach einem Gütesiegel. Ich halte es für wichtig, diejenigen Produktionen auszuzeichnen, die ein gleichberechtigtes Mädchen- und Frauenbild umsetzen und damit zeigen, dass es natürlich möglich ist, Frauen und Männer in all ihren Facetten darzustellen.“

Pheline Roggan
Pheline Roggan, Schauspielerin

„Die Fakten sprechen eindeutig für sich und auch wenn ich aus eigener Erfahrung um diese Missverhältnisse weiß, ist es doch erschreckend, die Tatsachen in dieser Deutlichkeit schwarz auf weiß vor Augen zu haben. Es ist allerhöchste Zeit, dass ein Bewusstsein für dieses immense Missverhältnis geschaffen wird - und zwar nachhaltig. Erst dann kann meiner Meinung nach diese Benachteiligung wirksam aufgehoben werden und eine gleichberechtigte Narration für die nächsten Generationen erfolgen. "We had a lot of history. Now it's time for her story."

Toni Garrn
Toni Garrn, Schauspielerin und Model

„Als Model arbeite ich in der einzigen Branche, in der Frauen erfolgreicher sind und sogar mehr Geld verdienen können als Männer. Leider mache ich in der Schauspielerei ganz andere Erfahrungen. In der Filmindustrie werden Männer nach wie vor wesentlich präsenter dargestellt und Frauen werden häufig reduziert auf die Rollen als Sexobjekt. Dies hat Plan untersucht. Der Plan-Report zeigt, wie weit der Weg ist, den die Filmindustrie noch vor sich hat. Ich rufe alle dazu auf, ihren Beitrag zu leisten, dass es in Zukunft mehr Filme gibt, in denen junge Menschen Vorbilder finden, indem die Rollen der Frauen gleichberechtigt dargestellt werden.“

Dana Golombek
Dana Golombek, Schauspielerin

"In der Branche, in der ich als Schauspielerin tätig bin, sind Frauen stark, aber auch stark unterrepräsentiert. Das deutsche Fernsehen und der Film sind hier kein Spiegel der Gesellschaft. Es sind im TV bei weitem weniger berufstätige Frauen zu sehen als im wirklichen Leben. Hier herrscht ein sehr klassisches Rollenbild vor, in dem Oberstaatsanwälte, Chefärzte und Kommissare überwiegend männlich sind. Frauen um die 50 kommen überhaupt nicht mehr vor, sie existieren erst wieder ab 60, wo sie als Oma dargestellt werden. Auch das ist nicht Spiegel der heutigen Gesellschaft."

Wolke Hegenbarth
Wolke Hegenbarth, Schauspielerin

„Als Plan-International-Botschafterin ist mir die Gleichberechtigung von Mädchen und Frauen ein besonders großes Anliegen. Frauen stellen die Hälfte der Weltbevölkerung, dennoch sind nur rund ein Drittel aller Filmfiguren Frauen und nur bei zehn Prozent aller Produktionen war eine Frau am Drehbuch beteiligt. Millionen Menschen sehen diese Filme, wir prägen damit das Verständnis von Geschlechterrollen enorm. Als Filmschaffende haben wir die Aufgabe, diese Plattform verantwortungsvoll zu nutzen. Ich liebe meinen Beruf, aber da ist noch Luft nach oben. Es ist an der Zeit, dass wir Gleichberechtigung auch in der Filmbranche erreichen – on und off Screen.“

Marion Kracht
Marion Kracht, Schauspielerin

„Wir brauchen weibliche Vorbilder in Film und Fernsehen. Das Missverhältnis fängt schon in der Kindheit an: Fast alle Informationssendungen für Kinder werden von Männern gemacht und haben einen männlichen Protagonisten, Mädchen und Frauen sind meist nur dekoratives Beiwerk. In Zeichentrickfilmen sind sogar 90 Prozent aller Figuren männlich. Mädchen und Jungen identifizieren sich mit diesen Figuren - und dabei spielt es keine Rolle, ob sie fiktiv oder real sind. Ich schließe mich der Forderung von Plan International nach einem Gütesiegel für Filme an und möchte den Fokus auch auf die nachfolgenden Generationen richten: Wir brauchen von Klein auf an weibliche Heldinnen, die nicht sexualisiert sind."

Nina Kronjäger
Nina Kronjäger, Schauspielerin

„Emma Thompson als Late Night Host, Mindy Kaling als Autorin, Jennifer Lawrence als begabte Jägerin - das sind die Gesichter von Mädchen und Frauen der diversen Filmlandschaft, die uns anregen. What she can play, she can be! Dies muss die Regel werden. Mädchen und Frauen müssen mindestens zu 50 Prozent Filme herstellen und in ihnen selbständige Menschen darstellen. Leider sind wir weit davon entfernt. Deshalb fordere ich mit Plan International ein Gütesiegel für Filme, die zeitgemäße Stoffe und Rollenbilder produzieren! 50/50 by 2020!“

Jule Ronstedt
Jule Ronstedt, Schauspielerin

„Es werden sich die Inhalte unserer Filme nicht ändern und es wird keine starken, autarken Frauenbilder geben, solange in der Filmbranche die Gleichstellung von Frau und Mann nicht selbstverständlich ist. Frauen führen einen Arbeitskampf – ganz existentiell – und fordern künstlerische Qualität durch Diversität, einen Kultur- und Strukturwandel, der die deutsche Filmbranche auf die Höhe der Zeit bringt. Wir fordern Wettbewerbsgerechtigkeit, gerechte Bezahlung, Sichtbarkeit und Wertschätzung unseres aktiven Filmschaffens und der weiblichen Filmgeschichte."

Emilia Schüle
Emilia Schüle, Schauspielerin

„Der neue Bericht von Plan International betrifft mich auch als Schauspielerin: Wir brauchen mehr Filme und Geschichten, in denen Mädchen und junge Frauen gleichberechtigt vorkommen! Geschichten VON Frauen ÜBER Frauen in Vorbilderrollen, als Anführerinnen, als Chefinnen! Ich persönliche habe sehr positive intensive Erfahrungen bei der Arbeit mit Regisseurinnen gemacht, nur leider immer noch viel zu wenig: In 15 Jahren habe ich bisher nur mit neun Frauen (und 42 Männern) in Regieposition gearbeitet. Dieses Jahr waren es drei Regisseurinnen. Es tut sich also langsam etwas, aber noch nicht schnell genug!"

Tina Ruland
Tina Ruland, Schauspielerin

„Film und Fernsehen haben einen großen Einfluss auf das Rollenverständnis in der Gesellschaft. Viel zu häufig werden hier Klischees bedient. Darum ist es so wichtig, dass wir als Schauspielerinnen die Chance haben, die Lebenswirklichkeit von Mädchen und Frauen aus unserer Perspektive darstellen zu können. Das funktioniert nur, wenn auch mehr Regisseurinnen und Drehbuchautorinnen zum Zuge kommen.“

Gleichberechtigung bekämpft Armut

Aktuell leben weltweit mehr als 700 Millionen Menschen in extremer Armut. Die soll bis 2030 beendet werden. Dazu haben sich alle Mitglieder der Vereinten Nationen - also auch Deutschland - 2015 mit der Verabschiedung der Nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals / SDGs) verpflichtet.

Mädchen und Frauen sind weltweit stärker von Armut betroffen als Jungen und Männer. Denn: Sie haben häufig schlechtere Chancen und schlechteren Zugang zu Bildung, Nahrung, Hygiene, Wasser oder auch zu menschenwürdiger, bezahlter Arbeit. Das liegt daran, dass Mädchen und Frauen noch zu oft als Menschen zweiter Klasse gesehen und diskriminiert werden. Es herrscht also Ungleichheit zwischen Menschen, obwohl alle die gleichen Rechte haben.

Um Armut wirksam und nachhaltig zu bekämpfen, ist Gleichberechtigung eine der wichtigsten Voraussetzungen: Nur wenn alle Menschen gleichberechtigten Zugang zu Ressourcen, Bildungs- und Einkommensmöglichkeiten haben und ihre Rechte wahrnehmen können, haben alle die gleichen Chancen, für sich und ihre Familien zu sorgen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Das haben auch die Vereinten Nationen erkannt: Mit dem SDG 5 ist ein eigenes Nachhaltigkeitsziel speziell der Geschlechtergerechtigkeit gewidmet.

Gleichberechtigung ist also kein Luxusproblem, sondern notwendige Grundlage für eine gerechtere Welt und eindeutiger Auftrag an uns alle. Den wollen wir erfüllen: Mit Girls Get Equal setzen wir uns dafür ein, die überkommenen Normen und Strukturen, die Diskriminierung zugrunde liegen, zu verändern und echte Gleichberechtigung in allen Bereichen zu verwirklichen.

#GirlsGetequal

Werde Teil der globalen #GirlsgetEqual-Bewegung

Unsere Arbeit - dein Support

Nicht nur jede Stimme zählt, sondern auch jeder Cent! Spende Gleichberechtigung über unseren Mädchen-Fonds oder übernehme eine Patenschaft und erlebe hautnah mit, wie sich deine Hilfe positiv auf das Leben deines Patenkindes auswirkt.

Patenschaft übernehmen

Mit der Übernahme einer Kinderpatenschaft gibst du deinem Patenkind die Chance auf eine selbstbestimmte Zukunft.

Projekte unterstützen

Unterstütze mit einer Spende in unseren Mädchen-Fonds wichtige Projekte für Gleichberechtigung.

Das geschieht durch gezielte Mädchenförderung

Wir von Plan International setzen uns in Afrika, Asien und Lateinamerika für die dauerhafte Verbesserung der Lebensbedingungen in unseren Programmländern sowie für die Stärkung der Rechte von Mädchen ein. Dabei setzten wir immer auf Hilfe zur Selbsthilfe. Unterstütze uns dabei!

So setzen wir uns zur gezielten Mädchenförderung ein:

  • Bildung: Wir fördern den Schulbesuch und die berufliche Bildung als Basis für ein eigenes Einkommen.
  • Schutz: Etwa durch Geburtsurkunden schützen wir Mädchen u.a. vor Kinderarbeit und Kinderhandel. Zum Schutz vor weiblicher Genitalverstümmelung finden Dialoge mit allen Beteiligten statt.
  • Rechte: Wir informieren Kinder, Eltern, Lehrkräfte und Gemeinden über die Rechte von Mädchen.
  • Aufklärung: Wir klären über die Gefahren von frühen Schwangerschaften, HIV und Aids sowie sexuellem Missbrauch auf.
  • Beteiligung: In Kinder- und Jugendgruppen fördern wir gezielt Mädchen.
  • Gleichberechtigung: Wir bestärken Jungen darin, sich mit ihrer Rolle auseinanderzusetzen und sich für ihre und die Rechte von Mädchen einzusetzen.

Deine Hilfe kommt an!

Das Kinderhilfswerk Plan International Deutschland ist ausgezeichnet:

Wir arbeiten transparent, wirtschaften sparsam, informieren sachlich und wahrhaftig und haben wirksame Kontroll- sowie Aufsichtsstrukturen. Dafür hat uns das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) mit dem Spendensiegel ausgezeichnet. 

Der TÜV NORD hat Plan International Deutschland 2020 im Geltungsbereich „Zufriedenheit der Paten und Spender mit dem Service und Leistungsangebot der Hilfsorganisation“ geprüft. Plan erzielte bei den Servicefaktoren eine Gesamtzufriedenheit von 1,41 sowie eine Weiterempfehlungsquote von 98 Prozent.

Ihre Hilfe kommt an!
  • Projektausgaben (82,95 %)
  • Werbeaufwendungen (12,22 %)
  • Verwaltungsaufwendungen (4,83 %)

  • DZI Spendensiegel
  • TÜV NORD
  • eKomi Kundenauszeichnung in Gold