Plan-Geschäftsführerin Maike Röttger, der 22-jährige Fardin Alizaee aus Afghanistan und die Hamburger Familiensenatorin Melanie Leonhard eröffnen die Foto- Ausstellung „Perspektive Deutschland“. © Plan
Plan-Geschäftsführerin Maike Röttger, der 22-jährige Fardin Alizaee aus Afghanistan und die Hamburger Familiensenatorin Melanie Leonhard eröffnen die Foto- Ausstellung „Perspektive Deutschland“. © Plan
17.06.2016

Welt-Flüchtlingstag: Junge Flüchtlinge wollen mitgestalten

Kinderhilfswerk Plan International setzt sich ein für Mitsprache und Beteiligung
geflüchteter Mädchen und Jungen in Deutschland

Hamburg, 17. Juni 2016 - Anlässlich des kommenden Welt-Flüchtlingstages am 20. Juni spricht sich die Kinderhilfsorganisation Plan International Deutschland dafür aus, geflüchteten Jugendlichen in Deutschland mehr Mitspracherecht einzuräumen, um so ihre Integration zu erleichtern. Wie dieser notwendige Prozess gelingen kann, das stellten heute Familiensenatorin Melanie Leonhard und Plan-Geschäftsführerin Maike Röttger sowie der 22-jährige Fardin Alizaee aus Afghanistan vor. Gemeinsam eröffneten sie die Ausstellung „Perspektive Deutschland“ in der Hamburger Meile. Gezeigt wird bis zum 3. Juli eine außergewöhnliche Foto-Dokumentation des Alltages in Deutschland aus den verschiedenen Blickwinkeln geflüchteter und deutscher Jugendlicher.

„Die Integration der geflüchteten Familien gelingt am besten, wenn wir mehr miteinander reden“, sagt Melanie Leonhard, Hamburgs Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration. „Miteinander reden bedeutet auch, voneinander zu lernen, Verständnis für einander zu haben und Verständigung über ein gelingendes Zusammenleben herbeizuführen. Um in Erfahrung zu bringen, welche Unterstützung die jungen Flüchtlinge konkret benötigen, ist die Kommunikation mit ihnen ein bedeutsamer Schritt zu einer Verständigung. Ich freue mich sehr darüber, dass wir bereits in Hamburg mit Plan International zusammenarbeiten und wir von den Erfahrungen dieser anerkannten Kinderhilfsorganisation profitieren.“

„Wir müssen uns die Zeit nehmen, zuzuhören“, ergänzt Maike Röttger, Geschäftsführerin von Plan International Deutschland, „Die jungen Flüchtlinge wollen eingebunden werden, das erfahren wir immer wieder, wenn wir mit ihnen sprechen. Zu uns nach Deutschland geflüchtete Kinder und ihre Familien brauchen ein Forum für ihre Belange. Wenn die geflüchteten Mädchen und Jungen in Deutschland Fuß fassen sollen, dann müssen wir ihnen die Gelegenheit geben, eigene Ideen einzubringen.“

Mitsprache und Beteiligung sind die Basis der Arbeit der Kinderhilfsorganisation Plan International, die sich weltweit für die Rechte von Mädchen und Jungen einsetzt. Diese Partizipation auch bei der Arbeit mit geflüchteten Familien in Deutschland umzusetzen, ist ein besonderes Anliegen für Plan International. Parallel zu der Ausstellung in Hamburg sind zwei junge Delegierte aus einem von Plan International Deutschland initiierten Workshop für junge Flüchtlinge der Einladung des UN-Flüchtlingshilfswerks nach Genf gefolgt, um dort zusammen mit anderen geflüchteten Jugendlichen aus aller Welt Forderungen zu formulieren. Das gemeinsam erarbeitete Forderungspapier soll am Ende dieses Prozesses der Weltgemeinschaft vorgestellt werden.

Um die internationalen Standards der humanitären Hilfe auch in Deutschland zu einem festen Bestandteil zu machen und geflüchteten Mädchen und Jungen ein geschütztes Umfeld zu ermöglichen, führt Plan International Deutschland seit Januar 2016 in Kooperation mit der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. ein Modellprojekt in Hamburg durch. Das Programm „Stärkung einer kinderfreundlichen Umgebung und Sicherstellung des Kinderschutzes“ wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert und zunächst in Hamburger Flüchtlingsunterkünften umgesetzt.

Die Foto-Dokumentation „Perspektive Deutschland“ wird vom 17. Juni bis zum 3. Juli 2016 im Einkaufszentrum „Hamburger Meile“ an der Hamburger Straße 47 im Obergeschoss auf Höhe des Geschäftes Pandora ausgestellt.

Interviews und Pressekontakt:
• Sabine Marxen, Pressereferentin, Tel. 040 61140-278
• Barbara Wessel, Pressereferentin, Tel. 040 61140-204, presse@plan.de


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