Besonders Kinder sind von der Hungersnot im Südsudan betroffen. © Charles Lomodong
Besonders Kinder sind von der Hungersnot im Südsudan betroffen. © Charles Lomodong
28.03.2017

Südsudan: Nur noch wenig Zeit, Menschenleben zu retten

Plan International warnt vor Hungertod und fordert sicheren Zugang für Hilfsgüter

Hamburg, 28. März 2017 – Die Hungerkrise im Südsudan spitzt sich dramatisch zu. Die Kinderhilfsorganisation Plan International warnt, dass die Zeit für die Hilfe davonläuft - und dass umgehend Maßnahmen ergriffen werden müssen, um das Leben und die Rechte von Millionen Kindern zu schützen. Besonders gravierend ist die Situation im Bundesstaat Unity im Norden Südsudans, wo die anhaltenden Kämpfe zwischen rivalisierenden Parteien den Zugang für humanitäre Organisationen verhindern. Erschwerend hinzu kommt der Start der Regenzeit im Mai, viele Wege sind dann für Hilfsgüter nicht mehr passierbar.

„Die Lage ist dramatisch, vor allem für Kinder und ihre Familien im Norden des Landes“, sagt Daniel Muchena, der Länderdirektor von Plan International im Südsudan. „Ohne einen sicheren Korridor laufen die Hilfsorganisationen Gefahr, im Kreuzfeuer stecken zu bleiben, wenn sie versuchen, Hilfsgüter für die hungernden Menschen bereitzustellen. Wir rufen daher Südsudans Regierung und alle Konfliktparteien im Land auf, einen ungehinderten und sicheren Zugang für die rettenden Hilfslieferungen zu ermöglichen.“

Besonders Kinder sind von der Hungersnot im Südsudan betroffen. Mehr als 270.000 Mädchen und Jungen unter fünf Jahren leiden dort unter schwerer akuter Mangelernährung. Durch den seit drei Jahren andauernden Bürgerkrieg, die Vertreibung von 3,5 Millionen Menschen und den damit verbundenen wirtschaftlichen Kollaps hat sich die Hungerkrise im Südsudan extrem verschärft. Fast fünf Millionen Menschen, mehr als 40 Prozent der südsudanesischen Bevölkerung, benötigen dringend Nahrungsmittelhilfe.

Der Nothilfeplan von Plan International sieht für die nächsten 15 Monate die humanitäre Unterstützung von 567.000 Menschen in den Bundesstaaten Lakes, Jonglei, Central und Eastern Equatoria vor. In den an Unity angrenzenden Bundesstaaten Lakes und Jonglei führt Plan International bereits Ernährungsprogramme für mangelernährte Kinder, Schwangere und stillende Mütter durch. Darüber hinaus werden Schulmahlzeiten verteilt und Schutzbereiche für Kinder eingerichtet. Seit dem Ausbruch des Konfliktes im Dezember 2013 fokussiert Plan International seine Tätigkeiten im Südsudan intensiv auf Nothilfemaßnahmen und hat so eine umfassende Expertise erworben, vor allem in den Bereichen Nahrungsmittelsicherung, Ernährung, Grundlagensicherung, Schulbildung in Notsituationen sowie Kinderschutz.

Plans Nothilfe im Südsudan kann über Spenden auf folgendes Konto unterstützt werden:
Plan International Deutschland e.V.   
Bank für Sozialwirtschaft / Stichwort "Südsudan"
IBAN: DE86 2512 0510 0009 4449 44 /  BIC: BFSWDE33HAN

Fotos und weitere Informationen:

Plan International Deutschland e.V., Kommunikation, Bramfelder Str. 70, 22305 Hamburg
•    Sabine Marxen, Leiterin des Presseteams, Tel. 040 61140-278
•    Barbara Wessel, Pressereferentin, Tel. 040 - 61140-204, presse@plan.de 


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