Plan konzentriert sich weiterhin auf den Kinderschutz, da die Kinder am schwersten unter der Epidemie litten.©Jeneba Sheku/Plan
Plan konzentriert sich weiterhin auf den Kinderschutz, da die Kinder am schwersten unter der Epidemie litten.©Jeneba Sheku/Plan
10.11.2015

Sierra Leone Ebola-frei: Erfolg im Kampf gegen das Virus

Die Weltgesundheitsorganisation hat offiziell das Ende des Ebola-Ausbruchs in Sierra Leone verkündet. Mehr als 11.000 Menschen in Westafrika waren an der Infektion gestorben. „Ein wichtiger Meilenstein wurde im Kampf gegen Ebola erreicht. Jedoch gibt es keinen Grund zur Nachlässigkeit: Wir müssen vorsichtig sein, um jede Chance eines Wiederausbruchs der tödlichen Krankheit zu vermeiden“, sagte Casely Coleman, Länderdirektor von Plan International in Sierra Leone.

Von der schlimmsten Ebola-Epidemie in der Geschichte waren Sierra Leone, Guinea und Liberia am stärksten betroffen. Liberia war schon im September für Ebola-frei erklärt worden, Guinea registriert dagegen weiterhin vereinzelte Ebola-Fälle. Plan International war intensiv an der Bekämpfung des Virus in den betroffenen Ländern beteiligt. Die Organisation hat allein in Sierra Leone fast 16 Millionen Dollar für Gesundheits- und der zwei Behandlungszentren eingesetzt.  

Abibatu Ngegba, ein 16 jähriges Mädchen, die das Ebola-Virus überlebt hat, sagte: „Ich bin glücklich, weil wir nun wieder die Chance haben, ein normales Leben zu führen. Die Kinder werden wieder zur Schule gehen und die Zahl der Frühschwangerschaften und Frühheiraten wird hoffentlich zurückgehen. Wenn ich jedoch an die Menschen denke, die ihr Leben aufgrund des Virus verloren haben, vor allem an meine Familienmitglieder, die nicht hier sind und diesen Tag erleben können, bin ich traurig und frage mich, wie das Leben ohne sie jetzt sein wird.“

Kinder sind besonders gefährdet

Neben der Unterstützung der Ebola-Gesundheitszentren und den zwei Behandlungszentren hat Plan International den Gemeinden Zugang zu Wasser verschafft und sanitäre Einrichtungen in den lokalen Zentren bereitgestellt. Plan International wird sich in den westafrikanischen Ländern weiter auf den Kinderschutz konzentrieren und sicherstellen, dass alle betroffenen Kinder die entsprechende Unterstützung erhalten und in einer hygienischen Umgebung leben. Der Ebola-Ausbruch hat emotionale und psychische Schäden bei den Überlebenden und Gemeinden hinterlassen. Die Kinder litten am meisten unter der Epidemie: Landesweit berichten Kinder in Sierra Leone von vermehrter Ausbeutung und Gewalt gegen Mädchen und Jungen seit dem Ausbruch der Ebola-Epidemie.

Ein Jahr nach Ausbruch der Ebola-Epidemie veröffentlichte Plan International den Bericht „Ebola: beyond the health emergency“. Die Ergebnisse der Studie untermauern, dass der Ebola-Ausbruch zum Verlust von bereits prekären Gesundheitsdiensten geführt hat. Mütter und schwangere Frauen sind besonders schwer betroffen.


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