Die Sieger des Ulrich Wickert Preises für Kinderrechte 2015 (vlnr.): Jenny Carrera, Dr. Nicola Albrecht, Golineh Atai, Sigfredo Ramírez und Jessica Acosta. ©Michael Fahrig
Die Sieger des Ulrich Wickert Preises für Kinderrechte 2015 (vlnr.): Jenny Carrera (Sonderpreis Medienprojekt), Dr. Nicola Albrecht (Preis Deutschland / Österreich), Golineh Atai (Peter Scholl-Latour Preis), Sigfredo Ramírez (Preis International) und Jessica Acosta (Sonderpreis Medienprojekt). ©Michael Fahrig
12.11.2015

Bewerbungsstart für den Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte 2016

Wickert vergibt mit seiner Stiftung auch 2016 wieder einen Journalistenpreis für Reportagen und Features, die sich beispielhaft mit der Lebenswirklichkeit von Kindern in Entwicklungsländern und speziell der Situation von Mädchen auseinandersetzen. Im Rahmen des Medienpreises wird außerdem der Peter Scholl-Latour Preis für die Berichterstattung über das Leid von Menschen in Krisen- und Konfliktgebieten verliehen.

Einreichungen sind bis zum 31. März 2016 möglich. Alle Sieger werden auf einer Veranstaltung des Kinderhilfswerks Plan im September 2016 ausgezeichnet. „Unser Journalistenpreis hat sich zu einer bedeutenden Auszeichnung für die Autorinnen und Autoren entwickelt, die fundiert recherchieren und couragiert über die Lebenswirklichkeit von Kindern in Entwicklungsländern berichten“, sagt Ulrich Wickert. „Die diesjährige Preisträgerin des Peter Scholl-Latour Preises, Golineh Atai, hat uns zudem in beeindruckender Weise gezeigt, was Journalistinnen und Journalisten in Krisen- und Konfliktgebieten leisten müssen. Unsere Auszeichnungen bestärken die Sieger, weiterzumachen, sich für die Kinder dieser Welt und ihre Rechte einzusetzen.“

Zur Bedeutung des Ulrich Wickert Preises für Kinderrechte sagt Golineh Atai: „Die Auszeichnung ist motivierend für unabhängige, kritische Auslandsberichterstattung in einem schwierigen Umfeld.“ Dr. Nicola Albrecht, die den Preis Deutschland/Österreich erhielt, meint: „Neben der Wertschätzung meines Beitrags ist mir wichtig, dass dieser Journalistenpreis zusätzliche Aufmerksamkeit auf den Brennpunkt Webcam-Prostitution von Kindern in den Philippinen lenkt.“ Und auch für den internationalen Preisträger Sigfredo Ramírez aus El Salvador ist die Auszeichnung etwas Besonderes: „Nach der Verleihung mit dem Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte ist meine Reportage „Land der Waisen“ von etlichen Zeitungen in Deutschland gedruckt und in El Salvador erneut aufgegriffen worden. So hat sie weitere Menschen bewegt, etwas für die Kinder zu tun.“

Eine Bewerbung von frei- und hauptberuflich tätigen Journalistinnen und Journalisten von Print- und Onlinemedien sowie Radio- und Fernsehsendern ist bis Ende März 2016 möglich. Eingereicht werden können Beiträge in deutscher, englischer, französischer und spanischer Sprache, die zwischen dem 1. Januar und 31. Dezember 2015 veröffentlicht worden sind unter www.ulrich-wickert-stiftung.de. Über die Preisvergabe entscheidet eine hochkarätig besetzte Jury. Der Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte 2016 ist mit insgesamt 24.000 Euro dotiert.

Ulrich Wickert unterstützt die Projekte und Kampagnen von Plan International seit 1995 und ist ehrenamtliches Mitglied des Kuratoriums der deutschen Organisation. 2011 gründete er die Ulrich Wickert Stiftung, die den Journalistenpreis vergibt. Peter Scholl-Latour war Gründungs- und Kuratoriumsmitglied von Plan International Deutschland. Der Sonderpreis mit seinem Namen wird in Ehren an das besondere Engagement des Verstorbenen vergeben.


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