Eine Geburtsurkunde bestätigt offiziell die Existenz eines Kindes und ist ein wichtiges Dokument zur Umsetzung und zum Schutz seiner Rechte
Eine Geburtsurkunde bestätigt offiziell die Existenz eines Kindes und ist ein wichtiges Dokument zum Schutz seiner Rechte. © Plan / Luca Tommasini

Digitale Geburtenregistrierung in Pakistan

In Pakistan ist nur rund ein Drittel der Kinder unter fünf Jahren in ein Geburtenregister eingetragen. Es sind vor allem Kinder armer und benachteiligter Familien, die nicht registriert sind. Mit diesem Projekt wollen wir Kindern ihr Recht auf eine Geburtsurkunde, einen Namen, eine Staatsangehörigkeit und auf die offizielle Anerkennung ihrer Existenz sichern.

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Das Projekt in der Übersicht

Projektregion:
Sindh und Punjab

Projektlaufzeit:
Januar 2016 – Dezember 2018

Ziele:
Kindern ihr Recht auf eine Identität, einen Namen und eine Staatsangehörigkeit sichern

    Maßnahmen:

    • Einführung eines digitalen Modells zur Geburtenregistrierung
    • Aufklärung in den Gemeinden, um die Nachfrage nach Geburtenregistrierung zu erhöhen
    • Schulung von Behörden- und Gesundheitspersonal zur Anwendung der neuen Registrierungssysteme

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      Was uns in Pakistan erwartet

      Jedes Kind hat von Geburt an das Recht auf einen Namen, eine Staatsangehörigkeit und eine Geburtsurkunde. In Pakistan ist jedoch nur rund ein Drittel der Kinder unter fünf Jahren in ein Geburtenregister eingetragen. Es sind vor allem Kinder armer und benachteiligter Familien, die nicht registriert sind. Häufig leben sie in abgelegenen Gebieten weit entfernt von den zentralen Meldestellen. Die Mädchen und Jungen mögen zwar einen Namen erhalten, doch ohne einen offiziellen Identitätsnachweis bleiben sie für die Behörden unsichtbar. Grundlegende soziale, wirtschaftliche und politische Rechte bleiben ihnen dadurch verwehrt. Denn die Geburtsurkunde ist beispielsweise Voraussetzung, um einen Ausweis zu erhalten oder ein Konto zu eröffnen. Auch bei der Einschulung oder um zu heiraten, ist ein Identitätsnachweis erforderlich. Gleichzeitig hilft die Geburtsurkunde Kindern, ihr Alter und ihre Nationalität nachzuweisen und sie vor Frühverheiratung, Kinderarbeit, sexueller Ausbeutung oder Menschenhandel zu schützen.

      Die Gründe, warum Eltern ihre Kinder nicht registrieren lassen, sind vielfältig. Eine umfassende Situationsanalyse im Zuge der Projektvorbereitung ergab, dass weiten Teilen der Bevölkerung nicht bewusst ist, wie wichtig die Geburtenregistrierung ist. Eltern und auch Behördenmitarbeitern ist häufig nicht klar, mit welchen Risiken es verbunden ist, wenn ein Kind nicht registriert ist. Denn auch für den Staat hat die Nicht-Registrierung der Kinder gravierende Nachteile, so fehlen beispielsweise verlässliche Daten für die Planung von sozialen Leistungen, öffentlichen Verwaltungsaufgaben und Infrastrukturmaßnahmen. Dennoch ist der Registrierungsprozess besonders in ländlichen Regionen mit vielen Hürden verbunden. So können Eltern ihr Kind nicht direkt im Krankenhaus oder der Gesundheitsstation registrieren lassen, sondern müssen dafür zentrale Meldestellen aufsuchen, die für die ländliche Bevölkerung oft nur schwer zu erreichen sind.

      Die Projektziele

      Mit diesem Projekt wollen wir Kindern ihr Recht auf eine Geburtsurkunde, einen Namen, eine Staatsangehörigkeit und auf die offizielle Anerkennung ihrer Existenz sichern. Damit leisten wir einen direkten Beitrag zu den globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung, wie sie 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedet wurden. Deren Ziel 16.9 besagt, dass bis 2030 insbesondere durch die Registrierung der Geburten alle Menschen eine rechtliche Identität haben sollen. Innerhalb der dreijährigen Projektlaufzeit werden wir in drei Distrikten der Provinzen Sindh und Punjab ein innovatives Pilot-Modell zur digitalen Geburtenregistrierung umsetzen. So wollen wir erreichen, dass 80 Prozent der Neugeborenen in den Projektgemeinden innerhalb von 60 Tagen nach der Geburt registriert werden. Aber nicht nur Neugeborene, sondern auch ältere Kinder sollen mit dem neuen System registriert werden können. Durch Aufklärungskampagnen erfahren Eltern und andere Sorgeberechtigte, wie wichtig eine Geburtsurkunde ist, damit Kinder ihre grundlegenden Rechte wahrnehmen können.

      Was wir bisher für den Projekterfolg getan haben

      Exemplarische Projektkosten

      150 Euro:
      Ausstattung einer Gesundheitshelferin mit einem Mobiltelefon zur digitalen Geburtenregistrierung

      328 Euro:
      Statistische Berichte zum Fortschritt der Geburtenregistrierung

      1235 Euro:
      Ausstattung einer zentralen Registrierungsstelle (Union Councils) für digitale Geburtenregistrierung

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      • Projektausgaben (81,8%)
      • Werbeausgaben und Öffentlichkeitsarbeit (12,8%)
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