Medizinstudent Prince Gwetu arbeitet am Hospital in Silobela. © Plan

Vom Patenkind zum Medizinstudenten

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort haben viel erreicht. So konnten viele der mittlerweile erwachsenen Patenkinder eine Schulbildung abschließen und einen Beruf erlernen. Einer von ihnen ist Prince, Medizinstudent aus Silobela.

Seit 1986 arbeitet Plan in Simbabwe und betreut dort heute über 44.000 Patenkinder. Stolz schauen die Mitarbeiter von Plan Simbabwe auf das zurück, was sie mit Unterstützung der Paten in den vergangenen 25 Jahren in den sieben Programmgebieten erreicht haben. Viele der mittlerweile erwachsenen Patenkinder haben eine Schulbildung abschließen und einen Beruf erlernen können – trotz ärmster Verhältnisse. Einer von ihnen ist der 22-jährige Medizinstudent Prince Gwetu, der inzwischen am Hospital in Silobela arbeitet. Seine Familie und seine Gemeinde sind sehr stolz auf ihn.

Pate als Vorbild

Prince weiß die Unterstützung, die er erfahren hat, sehr zu schätzen. „Schon als kleiner Junge wurde ich von Plan in das Patenschaftsprogramm aufgenommen. Es gab mir die Möglichkeit, mich auf meine Schulbildung zu konzentrieren – und mich weniger um andere Dinge zu sorgen."

Solange Prince denken kann, wollte er einen Beruf ausüben, der den Menschen zugutekommt! Sein Pate Bernhard Authier aus Burghausen in Deutschland hat ihn dabei sehr inspiriert: "Herr Authier und ich haben uns in vielen Briefen ausgetauscht. Als Physiker hat er umweltfreundliche Energiesysteme entwickelt und den Menschen und der Natur geholfen." Prince ließ sich anstecken von der Wissbegierde seines Paten und entschied sich, Medizin zu studieren. Mittlerweile ist er Student im vierten Jahr an der Hochschule für Medizin in Simbabwe und nebenbei im Hospital in Silobela tätig.

Starke Inspiration

Die Briefe seines Paten bestärkten Prince in seiner Vision und motivierten ihn, hart zu arbeiten. "Dafür möchte ich Herrn Authier sehr danken – er hat mich sehr inspiriert", erzählt Prince. Der 22-Jährige wurde 1992 von Plan in das Patenkindprogramm aufgenommen. Er ist das Letztgeborene von vier Kindern und wuchs bei seiner Mutter auf. Der Vater verstarb kurz nach seiner Geburt.

Bernhard Authier, Physiker im Bereich der Solartechnik und Träger des Walter-Schottky-Preises, freut sich, dass er mit seiner Patenschaft zum Werdegang von Prince beitragen konnte: „Prince war vier Jahre alt, als ich die Patenschaft für ihn übernahm, mehr als 14 Jahre konnte ich seinen Werdegang begleiten und erleben, wie motiviert er seine Schulbildung wahrnahm und sein Ziel verfolgte, zu studieren."

Als die Patenschaft für Prince endete, weil dieser volljährig wurde, übernahm Bernhard Authier die Patenschaft für ein Mädchen in Äthiopien.

Motivation für Jüngere

"Heute sind meine Familie und die Menschen aus meiner Gemeinde stolz auf mich, da ich der Erste aus der Region bin, der eine Universität besucht," berichtet Prince. Seinen Urlaub verbringt er damit, ehrenamtlich am Krankenhaus in Silobela zu arbeiten. Außerdem hilft er jüngeren Studenten beim Lernen und motiviert sie, ihre Ziele zu verfolgen. "Trotz meiner Herkunft war es mir möglich, mein Ziel zu erreichen. Ich danke Plan für die Unterstützung und meinem Paten, der mich dazu inspirierte, der zu sein, der ich heute bin", sagt Prince stolz.

Prince hat sich vorgenommen, nach seiner Ausbildung zum Mediziner auf lange Zeit im abgelegenen Silobela-Krankenhaus in seiner Heimat zu arbeiten. "Ich hoffe, dass auch ich Jugendliche dazu ermutige, sich in der Schule Mühe zu geben. Es gibt viele Jungen und Mädchen, die das Potenzial dafür haben, Barrieren zu durchbrechen. Dazu brauchen sie Vorbilder aus ihrer Heimat."

Ja, ich möchte in Simbabwe helfen!
Ihre Hilfe kommt an!
  • Projektausgaben (81,9%)
  • Werbeausgaben und Öffentlichkeitsarbeit (12,4%)
  • Verwaltungsausgaben (5,7%)
Interessant? Weitersagen: