Gewalt und fehlende Gleichberechtigung betrifft viele Mädchen in Sierra Leone.
Gewalt und fehlende Gleichberechtigung betrifft viele Mädchen in Sierra Leone. © Plan / Mary Matheson. Bild stammt aus einem ähnlichen Plan-Projekt in Sierra Leone.

Schutz vor Kinderheirat und sexueller Gewalt

In Sierra Leone wird landesweit die weibliche Genitalverstümmelung praktiziert. 90 Prozent der Mädchen und Frauen zwischen 15 und 49 Jahren sind beschnitten. Auch Frühverheiratung ist weit verbreitet. Mit diesem Projekt wollen wir dazu beitragen, dass Mädchen vor Beschneidung, früher Heirat und sexueller Gewalt geschützt werden. In 20 Gemeinden schaffen wir dafür Beratungsangebote zu sexueller und reproduktiver Gesundheit und unterstützen die Umsetzung von Gesetzen, um Mädchen vor Frühverheiratung und Genitalverstümmelung zu schützen.

Ja, ich möchte helfen!
  • DZI-Geprüft: Ihre Hilfe kommt an
  • Steuerlich absetzbar
  • Gefördert durch öffentliche Geber
Mädchen vor Beschneidung schützen. Helfen auch Sie!

Das Projekt in der Übersicht

Projektregion:
Koinadugu

Projektlaufzeit:
September 2016 – Juli 2019

Ziel:
Schutz der sexuellen und reproduktiven Gesundheit von Mädchen und ihrer damit verbundenen Rechte

Maßnahmen:

  • Zusammenarbeit mit den Gemeinden für ein Verbot von weiblicher Genitalverstümmelung und Kinderheirat
  • Aufklärung über die Folgen von sexueller Gewalt, Frühverheiratung und Teenagerschwangerschaften
  • Schulung von Vertrauenslehrerinnen und -lehrern an 40 Projektschulen
  • Einrichten von jugendfreundlichen Beratungsstellen in vier Gesundheitszentren

Ja, ich unterstütze dieses Projekt!

Was uns in Sierra Leone erwartet

In Sierra Leone haben Mädchen und junge Frauen kaum Möglichkeiten, ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit und sexuelle Gesundheit zu schützen. Landesweit wird die weibliche Genitalverstümmelung praktiziert. 90 Prozent der Mädchen und Frauen zwischen 15 und 49 Jahren sind beschnitten. Auch Frühverheiratung ist weit verbreitet, und so heiraten 39 Prozent der Mädchen, noch bevor sie 18 Jahre alt sind; 13 Prozent heiraten sogar vor ihrem 15. Geburtstag. Die Mädchen sind daher oft noch sehr jung, wenn sie schwanger werden: 36 Prozent bekommen ihr erstes Kind, bevor sie 18 Jahre alt sind. Komplikationen während der Schwangerschaft oder Geburt sind häufig die Folge und gefährden das Leben der Mutter und des Kindes.

Eine wesentliche Ursache, warum die Gesundheit von Mädchen und Frauen so erheblich gefährdet wird, liegt im fehlenden Wissen und Bewusstsein über die schweren negativen Folgen von Genitalverstümmelung, Frühverheiratung und frühen Schwangerschaften. Zum anderen gibt es die traditionell weit verbreitete Meinung, dass Frauen weniger Rechte haben als Männer, und so fehlt es in vielen Bereichen an Gleichberechtigung: in der Schule, der Familie, beruflich und wirtschaftlich. Zusätzlich verhindern ein unzureichender gesetzlicher Schutz sowie fehlende Sexualaufklärung, dass Frauen selbstbestimmt und eigenverantwortlich über ihre Sexualität und Familienplanung entscheiden können.

Unsere Projektziele

Mit diesem Projekt wollen wir dazu beitragen, dass Mädchen vor Beschneidung, früher Heirat und sexueller Gewalt geschützt werden. In den 20 Gemeinden, in denen das Projekt umgesetzt wird, profitieren circa 6.400 Mädchen zwischen 11 und 19 Jahren direkt von den Projektmaßnahmen.

Rund 60.500 Mädchen in vier kommunalen Verwaltungsregionen, sogenannten Chiefdoms, ermöglicht das Projekt einen besseren Schutz ihrer sexuellen und reproduktiven Rechte durch entsprechende Gesetze und Verordnungen. Sie profitieren zudem von einem verbesserten Zugang zu Beratungsstellen und Gesundheitsangeboten. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt die Projektmaßnahmen in zwei der insgesamt vier Regionen.

Was wir bisher für den Projekterfolg getan haben

Im September 2016 trafen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Plan International mit den am Projekt beteiligten Partnerorganisationen zu einem dreitägigen Auftaktworkshop in Kabala, dem Hauptort des Distriktes Koinadugu. Dort tauschten sie sich über die Ziele und Maßnahmen des Projektes aus, klärten Fragen und entwickelten so ein gemeinsames Verständnis für die Projektinhalte. Darüber hinaus identifizierten die insgesamt 78 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Treffens auch Risiken, die einem erfolgreichen Projektverlauf im Wege stehen könnten, und entwickelten Maßnahmen, um diesen frühzeitig entgegenzuwirken.

Projektberichte

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  • Werbeausgaben und Öffentlichkeitsarbeit (12,8%)
  • Verwaltungsausgaben (5,4%)
Dieses Projekt wird unterstützt von:
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