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Solarstrom bietet große Chancen für wirtschaftliche Entwicklung. © Plan / Alf Berg

Solarenergie für ländliche Gemeinden

Jahrelanger Bürgerkrieg hat die Wirtschaft und die Infrastruktur Liberias stark beschädigt. Vor allem die Stromversorgung ist sehr schlecht. Der Zugang zu einer nachhaltigen und umweltschonenden Energieversorgung ist jedoch ein Schlüssel zur Reduzierung von Armut und ein wesentlicher Bestandteil nachhaltiger Entwicklung. In fünf entlegenen ländlichen Gemeinden der Region Lofa wird Plan International deshalb den Aufbau von Solarstromanlagen unterstützen.

Das Projekt in der Übersicht

Projektregion:
Lofa County

Projektlaufzeit:
Juli 2015 – Juni 2017

Ziel:
In fünf entlegenen ländlichen Gemeinden der Region Lofa unterstützt Plan den Aufbau
von Solarstromanlagen.

Maßnahmen:

  • Organisation von Gemeindetreffen, um über die Funktionsweise der Solarenergie zu informieren
  • Installation von Solaranlagen
  • Schulungen von Gemeindemitgliedern zur Nutzung von solarbetriebenen Wasserpumpen

Was uns in Liberia erwartet

Jahrelanger Bürgerkrieg hat die Wirtschaft und die Infrastruktur Liberias stark beschädigt. Mehr als 80 Prozent der Menschen leben in absoluter Armut (Unicef 2015). Der wichtigste Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft. Ein Großteil der Bevölkerung ist dort tätig und produziert hauptsächlich für den Eigenbedarf. Nach Schätzungen der Weltbank von 2011 hat das Land eine der niedrigsten Elektrifizierungsraten der Welt. Wenn es Abend wird, gibt es nur wenig Beleuchtung in den Haushalten. Die Straßen liegen im Dunkeln und kleine Läden haben es schwer, noch etwas zu verkaufen. Mädchen und Frauen fürchten sich auf den unbeleuchteten Wegen. Auch einige Gesundheitseinrichtungen müssen bei der Versorgung ihrer Patienten ohne Strom auskommen und haben nachts nur unzureichendes Licht für ihre Arbeit.

Nur die Hauptstadt Monrovia und benachbarte Städte sind teilweise mit Elektrizität versorgt. Im übrigen Land werden Holzkohle und Biomasse als Energiequelle genutzt. Gekocht wird auf offenem Feuer oder einfachen Herden, die mit Feuerholz oder Holzkohle betrieben werden. Die starke Rauchentwicklung belastet die Gesundheit vor allem der Frauen und Kinder, die sich häufig in der Nähe der Kochstellen aufhalten. Die Abholzung der Wälder bedroht die biologische Vielfalt des Landes. Dabei ist Liberia schon jetzt den negativen Folgen des Klimawandels ausgesetzt und die Waldflächen schwinden zunehmend durch Abholzung und Brandrodung. Deshalb werden die Felder in der Regenzeit häufig überschwemmt, die Trockenzeiten dauern hingegen immer länger und führen vermehrt zu Ernteausfällen.

Die Projektziele

Der Zugang zu einer nachhaltigen und umweltschonenden Energieversorgung ist ein Schlüssel zur Reduzierung von Armut und ein wesentlicher Bestandteil nachhaltiger Entwicklung. In fünf entlegenen ländlichen Gemeinden der Region Lofa wird Plan deshalb den Aufbau von Solarstromanlagen unterstützen. Fünf Schulen, eine Gesundheitsstation sowie lokale Geschäfte und mehr als 8.000 Bewohnerinnen und Bewohner werden davon profitieren. Die Stromversorgung der Gemeinden leistet einen wesentlichen Beitrag zu ihrer wirtschaftlichen Entwicklung, zu verbesserten Einkommensmöglichkeiten und zur Reduzierung der Armut. Langfristig trägt die Nutzung von erneuerbaren Energien zum Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen im Projektgebiet bei. Das Projekt wird von der Europäischen Union gefördert. Bei der Planung und Umsetzung der Maßnahmen arbeitet Plan in Liberia eng mit der nationalen Behörde für ländliche Entwicklung und erneuerbare Energien (RREA) zusammen. Vor Ort unterstützt zudem die liberianische Nichtregierungsorganisation Volunteers to Support International Efforts in Developing Africa (VOSIEDA).

Was wir für den Projekterfolg tun

Aktuelle Projektbeschreibung

Dieses Projekt wird unterstützt von:
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