Plan International Deutschland e.V. http://www.plan.de Plan Deutschland de-DE Plan International Deutschland e.V. Sat, 21 Jul 2018 11:09:40 +0000 Sat, 21 Jul 2018 11:09:40 +0000 www.plan.de news-878 Mon, 16 Jul 2018 07:30:00 +0000 Nach dem Vulkanausbruch: Kindern ein Stück Normalität zurückgeben https://www.plan.de/news/detail/artikel/nach-dem-vulkanausbruch-kindern-ein-stueck-normalitaet-zurueckgeben.html Der Ausbruch des Feuervulkans in Guatemala hat viele Menschen traumatisiert - besonders Kinder leiden unter dem Verlust des eigenen Zuhauses. Plan International hat in den Notunterkünften daher Kinderschutzzonen eingerichtet, in denen sie auch psychologisch betreut werden.

Unbefangen spielen, lernen, einfach Kind sein - das fällt zurzeit nicht leicht in Escuintla, einem Gebiet, das besonders schwer von den Folgen der Eruption des Volcán de Fuego betroffen ist. Über 100 Menschen sind Anfang Juni ums Leben gekommen. Von den rund 13.000 Evakuierten leben immer noch knapp 4.000 in Notunterkünften. Ein Ende der Nothilfe ist daher noch nicht absehbar.

Obwohl nach wie vor für über 20.000 Haushalte die höchste Alarmstufe für Vulkanaktivitäten gilt, geht diese Woche in Escuintla die Schule wieder los. Damit soll sich für die Kinder endlich wieder ein Gefühl der Normalität einstellen. Auch ein Spielplatz, der von Plan International und freiwilligen Helfern aus den Gemeinden wieder aufgebaut wurde, soll dazu beitragen.

Plan International konzentriert sich mit seiner Arbeit auf die Sicherheit und den Schutz von Kindern in drei der größten Unterkünfte in Escuintla. Dazu wurden so genannte „Child Friendly Spaces“ eingerichtet, in denen bereits über 800 Kinder Ruhe, Schutz und Ablenkung finden, um das Erlebte zu verarbeiten. Das Trauma der Katastrophe und der Verlust des eigenen Zuhauses hinterlassen insbesondere bei Kindern tiefe Spuren. In den Schutzzonen helfen Psychologen den Kindern durch Gespräche, Spiele und künstlerische Aktivitäten damit umzugehen. Die kinderfreundlichen Orte werden auch dafür genutzt, die Eltern über Gesundheit und Hygiene, sanitäre Anlagen und die Sicherheit ihrer Kinder aufzuklären.

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news-879 Fri, 13 Jul 2018 12:00:00 +0000 Plan International ist Charity-Partner der Leichtathletik-EM 2018 in Berlin https://www.plan.de/news/detail/artikel/plan-international-ist-charity-partner-der-leichtathletik-em-2018-in-berlin.html Zwischen dem 7. und 12. August findet in Berlin die Leichtathletik-Europameisterschaft statt und wir freuen uns sehr, dass Plan International Deutschland Charity-Partner des Sportevents ist. Rund 1.600 Athletinnen und Athleten werden im Olympiastadion in 47 Disziplinen um die Medaillen kämpfen. Um zu gewinnen, brauchen sie Selbstvertrauen, Willensstärke, Teamgeist und Fairness. Werte, die auch in den Projekten von Plan immer eine Rolle spielen.

„Seit mehr als zehn Jahren nutzen wir die Kraft des Sports in unseren Projekten. Sport gibt Kindern, vor allem Mädchen, Selbstbewusstsein und ein Gesicht in ihren Gemeinden. Dadurch erhalten sie die Chance, sich für ihre Rechte stark zu machen. Dazu gehören das Recht auf Gesundheit und der Zugang zu sauberem Trinkwasser“, sagt Maike Röttger, Vorsitzende der Geschäftsführung von Plan International Deutschland.

Die Einnahmen aus verschiedenen gemeinsamen Aktionen während der EM fließen deshalb in das Plan-Projekt „Wasser für Schulen und Gemeinden in Ghana“. In den Projektregionen im Südosten von Ghana haben nur 20 Prozent der Menschen Zugang zu sauberem Wasser. An vielen Schulen fehlen sanitäre Einrichtungen. Infektionen und Krankheiten breiten sich durch die schlechten Bedingungen schnell aus und sind gerade für Kleinkinder lebensbedrohlich. Ziel des Projekts ist es, dass 15.600 Gemeindemitglieder durch den Bau von Brunnen und Sanitäranlagen Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten. „Dass sich die Leichtathletik-EM Berlin 2018 jetzt gemeinsam mit uns dafür engagiert, ist ein großer Gewinn für Plan und die Menschen in Ghana“, so Maike Röttger.

Teil der Aktionen ist beispielweise eine vergünstigte Plan International FanCard für 5 Euro, die für die Vormittagssession am 7. August angeboten wird. 50 Prozent davon fließen in das Plan-Projekt in Ghana. Auch „Berlino“, das Maskottchen der Europameisterschaft, macht sich während der Wettkampftage im Stadion für die Arbeit von Plan stark. Damit ist auch die Leichtathletik-EM Berlin 2018 Teil von Plans Sport-Initiative "Kinder brauchen Fans!", mit der sich viele porminente Sportlerinnen und Sportler sowie Vereine und Verbände gemeinsam mit Plan für Kinder in Entwicklungsländern engagieren.

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news-876 Wed, 11 Jul 2018 09:30:00 +0000 Familienplanung ist ein Menschenrecht https://www.plan.de/news/detail/artikel/familienplanung-ist-ein-menschenrecht.html Obwohl Familienplanung seit 50 Jahren international als Menschenrecht anerkannt ist, haben viele Frauen noch immer keinen Zugang zu Verhütungsmitteln. Anlässlich des heutigen Weltbevölkerungstages machen wir auf die sexuellen und reproduktiven Rechte von Mädchen und Frauen aufmerksam. In vielen Ländern der Welt ist es Mädchen und Frauen nicht möglich, selbstbestimmt über die Anzahl und den Zeitpunkt der Geburt ihrer Kinder zu entscheiden. Tatsächlich wollen rund 214 Millionen Frauen weltweit im gebärfähigen Alter eine Schwangerschaft vermeiden, nutzen jedoch zurzeit keine moderne Verhütungsmethode. Darunter sind circa 23 Millionen Mädchen im Alter zwischen 15 und 19 Jahren.

Eingeschränkter Zugang zu Verhütungsmitteln

Jedes Jahr werden 308 Millionen ungeplante Schwangerschaften mithilfe moderner Verhütungsmittel verhindert. Wenn wir den Bedürfnissen von allen Mädchen und Frauen gerecht würden, könnten jährlich 67 Millionen weitere ungeplante Schwangerschaften abgewendet werden. Dennoch gibt es 35 Länder auf der Welt, die mindestens ein Gesetz haben, das den Zugang zu Verhütungsmitteln für Mädchen und junge Frauen einschränkt.

Diese Gesetze beinhalten, dass unverheiratete Frauen keine Verhütungsmittel kaufen dürfen oder dass sie die Zustimmung ihrer Eltern benötigen, um Verhütungsmittel zu erhalten. Abgesehen davon gibt es viele weitere Barrieren, die Mädchen und Frauen davon abhalten, ihre sexuellen und reproduktiven Rechte wahrzunehmen. Dazu gehören der Mangel an Beratungsstellen für Jugendliche unzureichende Informationen, soziales Stigma und finanzielle Mittel.

Recht auf freie Entscheidungen

Plan International setzt sich dafür ein, dass Mädchen über ihre Körper selbst bestimmen können. Um Gleichberechtigung der Geschlechter zu erreichen, muss sichergestellt werden, dass alle Mädchen und Frauen ihre vollen sexuellen und reproduktiven Rechte verwirklichen können. Diese beinhalten das Treffen von freien Entscheidungen auf Basis von Informationen, zu denen sie Zugang haben müssen. Auch die Kontrolle über die eigene sexuelle und reproduktive Gesundheit und das eigene Leben zu haben, frei von Zwang, Gewalt, Diskriminierung und Missbrauch, gehört dazu.

Die Möglichkeit, verhüten zu können, wirkt sich auf alle Bereiche des Lebens einer Frau aus - auch auf ihre Bildung und ihren Job. Jedes Mädchen und jede Frau ist unterschiedlich und hat verschiedene Wünsche. Trotz dieser persönlichen Vielfalt, sind Menschenrechte für jeden gleich. Alle haben das Recht, frei und verantwortungsvoll über die eigene Familienplanung zu entscheiden.

* Zurzeit gibt es keine Daten über den Zugang zu Verhütungsmitteln für Mädchen unter 15 Jahren.

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news-872 Tue, 03 Jul 2018 08:47:00 +0000 Afrikas Sonne liefert die Energie für ein eigenes Einkommen https://www.plan.de/news/detail/artikel/afrikas-sonne-liefert-die-energie-fuer-ein-eigenes-einkommen.html Mit der Installation von Nigers erstem solarbetriebenen Netzwerk startet ein neues Programm von Plan International, das mehr als 6.000 Frauen in Mali, Niger und Senegal zugutekommen wird. Die nun vorhandene Energie aus nachhaltiger Quelle ermöglicht es Frauen, wirtschaftlich unabhängig zu werden. So fördert das Projekt die Gleichberechtigung von Frauen und verbessert ihre Lebensqualität sowie die ihrer Gemeinden. Erneuerbare Energie und Gleichberechtigung sind Schlüsselfaktoren für nachhaltige Entwicklung und wirtschaftliches Wachstum. Das Projekt richtet sich deshalb auch gegen Diskriminierungen und Ungerechtigkeiten, mit denen Frauen in der Region zu kämpfen haben. Sie sollen als Unternehmerinnen gefördert und ihr Zugang zu Finanz- und Energiedienstleistungen soll verbessert werden.

Frauen können Veränderungen bewirken

„Frauen spielen auf der ganzen Welt eine entscheidende Rolle im Sozialwesen und für das Wohlergehen ihrer Gemeinden. Unsere Arbeit wird ihnen die notwendigen Ressourcen bieten, dies zu tun. Außerdem entwickeln sie ihre technischen Fähigkeiten, sodass sie ökonomisch unabhängig werden, sich entfalten und Veränderungen bewirken können, die ihnen und ihren Gemeinden nutzen”, erklärt Concha López, Landesdirektorin von Plan International Spanien.

Das Projekt zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung von Frauen mithilfe erneuerbarer Energie in der Sahelzone wird von Plan International Spanien und sieben Partnern, darunter Ministerien und nationalen Behörden für erneuerbare Energien, über einen Zeitraum von fünf Jahren durchgeführt. Einen Teil des Projektes finanziert die Europäische Union mit einem Zuschuss von 7,6 Millionen Euro. 

Die erste Solaranlage wurde in einem kleinen Dorf im Südwesten von Niger aufgebaut. Das Stromnetz versorgt nun 107 Haushalte, eine Schule, ein Gesundheitszentrum, zwei Moscheen und einige Läden mit Strom. Dadurch können die Geschäfte jetzt auch Eis und gekühlte Getränke verkaufen. Auch eine neue elektrische Wasserpumpe wurde installiert, sodass die Bevölkerung sauberes Wasser zum Trinken, Waschen und für die Bewässerung ihrer Pflanzen hat.

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news-870 Thu, 21 Jun 2018 12:01:06 +0000 Plan International vergibt Sonderpreis für entwicklungspolitisches Engagement https://www.plan.de/news/detail/artikel/plan-international-vergibt-sonderpreis-fuer-entwicklungspolitisches-engagement.html Bei der Preisverleihung des Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik „alle für EINE WELT für alle“ in Berlin hat Plan International Deutschland einen Sonderpreis an Schülerinnen und Schüler des Stromberg Gymnasiums in Vaihingen verliehen. Unter dem Motto „‘Sei weltbewegend!‘ Verantwortungsvoll handeln. Miteinander gestalten“ waren Schulen in ganz Deutschland dazu eingeladen, im Sinne der 17 Ziele zur nachhaltigen Entwicklung (SDGs) Handlungsideen zu entwickeln und umzusetzen. Rund 32.000 Schülerinnen und Schüler sind diesem Aufruf gefolgt. Die Gewinner wurden aus 516 Einsendungen von einer unabhängigen Jury ausgewählt.

Über 100 Schülerinnen und Schüler wurden bei der Preisverleihung am 21. Juni 2018 beim Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik ausgezeichnet. Neben Preisen in fünf Kategorien werden auch Sonderpreise von zivilgesellschaftlichen Partnern des Wettbewerbs vergeben, darunter auch Plan International. Mit den Sonderpreisen werden Beiträge ausgezeichnet, die sich mit der Perspektive von Kindern und Jugendlichen in Afrika, Asien oder Lateinamerika auseinandersetzen.

Plan International verleiht den so genannten „Hoffnungsträger“ in diesem Jahr an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 12 des Stromberg Gymnasiums in Vaihingen, Baden-Württemberg, für ihr Dokumentarfilmprojekt „Univers croisés“. Darin dokumentieren die Jugendlichen ihren Austausch mit Schülerinnen und Schülern aus Porto Novo, Benin. Der Film zeigt, wie unsere inneren Bilder von Afrika und Europa durch Begegnungen und Erfahrungen in Frage gestellt und verändert werden können. Plan International hat dieses Projekt für den Sonderpreis ausgewählt, weil es eine interkulturelle Begegnung auf Augenhöhe darstellt und die Erfahrungen der Lerngruppe auf eindrucksvolle Weise in die Schulgemeinschaft getragen wurden. Da Plan International die Fortführung der interkulturellen Begegnung unterstützen möchte, laden wir die Gewinnerinnen und Gewinner des Sonderpreises zu einem Film-Workshop ein, der den Auftakt für die Fortführung des Projektes im nächsten Schuljahr bilden wird.

Erwähnenswert ist auch der Gewinn der Maria-Ward-Mädchenrealschule in Bayern, die im Wettbewerb mit einem Schulpreis für ihr kontinuierliches entwicklungspolitisches Engagement ausgezeichnet wurde. Die Schule hat zwei Patenschaften bei Plan International Deutschland übernommen und unter anderem eine Aktion zum Welt-Mädchentag zur Unterstützung der Plan-Bewegung „Because I am a Girl“ durchgeführt.

Der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik „Alle für Eine Welt – Eine Welt für Alle“ steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und wird alle zwei Jahre im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) von Engagement Global ausgerichtet. Ziel des Wettbewerbs ist es, den Lernbereich „Globale Entwicklung“ im Unterricht aller Jahrgangsstufen zu unterstützen und Kinder und Jugendliche für die „Eine Welt“ zu sensibilisieren und zu aktivieren.

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news-869 Wed, 20 Jun 2018 07:04:29 +0000 Rohingya-Mädchen: Ein Leben wie im Gefängnis https://www.plan.de/news/detail/artikel/rohingya-maedchen-ein-leben-wie-im-gefaengnis.html In den Flüchtlingscamps in Bangladesch leben fast eine Million Rohingya auf engstem Raum. Die Lebensbedingungen sind schlimm - vor allem für die Mädchen. Eine neue Plan-Studie beschreibt jetzt ihren Alltag: isoliert, eingesperrt und ohne Rechte. Die Gewalt, die sie erlebt haben, ist unvorstellbar. Viele von ihnen mussten mit ansehen, wie ihre Dörfer niedergebrannt und ihre Familien ermordet wurden, einige wurden Opfer von Vergewaltigung oder Folter. Die Flucht aus ihrer alten Heimat Myanmar sollte für die Mädchen der Rohingya ein Neustart werden. Doch ihr neues Zuhause entpuppt sich als Gefängnis. Denn sie haben kaum Rechte und dürfen die notdürftigen und beengten Zelte, in denen sie jetzt leben, kaum noch verlassen - obwohl die Temperaturen dort oft über 40 Grad klettern.

Eine neue Studie von Plan International hat die Lebenssituation der Mädchen in den Flüchtlingscamps der Rohingya untersucht. Das Ergebnis: Sie sind in ihrer Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt und verbringen die meiste Zeit des Tages mit Haushaltspflichten wie Putzen und Kochen oder kümmern sich um ihre jüngeren Geschwister. Nur 28 Prozent von ihnen besuchen eine Schule oder irgendeine Form von Unterricht. Die Zelte dürfen sie nur selten verlassen, zum Beispiel um Feuerholz zu sammeln oder Wasser zu holen. Wenn sie raus gehen, haben sie Angst vor Übergriffen oder sexueller Belästigung. Sie dürfen keine eigenen Entscheidungen treffen und haben damit auch keine Chance, zur Schule zu gehen und ihre Lebenssituation langfristig zu verbessern.

„Mädchen sind ohne Zweifel die größten Opfer dieser humanitären Krise“, sagt Orla Murphy, Länderdirektorin von Plan International Bangladesch. „Die Bedingungen, die in den überfüllten Camps, aber auch in den notdürftigen Zelten herrschen, in denen sie jetzt zu Zuhause sind, haben verheerende Auswirkungen auf ihr weiteres Leben. Viele von ihnen haben schlimmste Formen von Gewalt erlebt und sind dringend auf Unterstützung angewiesen. Aber sie können diese Hilfe nicht in Anspruch nehmen, weil sie ihre Zelte nicht verlassen können.“

Und auch in den Zelten sind sie häufig nicht sicher. Eines von vier Mädchen hat bei der Befragung angegeben, kürzlich Gewalt erfahren zu haben - fast 90 Prozent davon waren Fälle von häuslicher Gewalt. Zudem sind sie der ständigen Gefahr ausgesetzt, verheiratet zu werden. Ein 18-Jähriges Mädchen erzählt: „Meine Eltern werden mich zwingen zu heiraten. Ich kann nichts dagegen tun.“ Bereits jetzt ist rund ein Fünftel der Mädchen verheiratet, mehr als zwei Drittel davon haben mindestens ein Kind. Für die Eltern ist es oft der einzige Ausweg, um die Versorgung ihrer Töchter zu sichern.

Plan will mit der Studie deutlich machen, wie wichtig es ist, die Hilfsmaßnahmen in den Camps auch auf die speziellen Bedürfnisse junger Mädchen auszurichten - damit sie den gleichen Zugang zu Bildung, medizinischer Versorgung, sanitären Einrichtungen und psychosozialer Unterstützung erhalten und damit sie ein sicheres und selbstbestimmtes Leben führen können. Ein Teil von Plans Nothilfemaßnahmen vor Ort ist bereits speziell auf die Bedürfnisse von Mädchen und Frauen ausgerichtet, zum Beispiel das Errichten sicherer Waschgelegenheiten oder das Verteilen von Menstruations-Sets.

Für die Studie „Adolescent Girls in Crisis: Voices of the Rohingya“  wurden im Zeitraum von März bis April 2018 insgesamt 300 Mädchen im Alter von 10 bis 19 Jahren in den Camps der Region Cox’s Bazar in Bangladesch befragt. Die Analyse erfolgte in Zusammenarbeit mit der Monash University in Melbourne.

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news-867 Tue, 19 Jun 2018 07:37:01 +0000 Jury nominiert Journalisten für Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte 2018 https://www.plan.de/news/detail/artikel/jury-nominiert-journalisten-fuer-ulrich-wickert-preis-fuer-kinderrechte-2018.html Kinderhilfsorganisation Plan International lädt zur Preisverleihung am 27. September Die diesjährigen Finalisten des Journalistenpreises der Ulrich Wickert Stiftung stehen fest. Für den Preis Deutschland/Österreich nominierte die Jury drei Journalistinnen, die beeindruckende Reportagen über Kinder in Entwicklungsländern eingereicht haben. Darüber hinaus können vier Journalisten auf den Peter Scholl-Latour Preis hoffen, der für die Berichterstattung über das Leid von Menschen in Krisen- und Konfliktgebieten vergeben wird. Anuradha Nagaraj, Korrespondentin der Thomson Reuters Foundation in Indien, steht bereits als internationale Preisträgerin fest. Der Sonderpreis für die Medienarbeit von Jugendlichen geht an das Radioprogramm „Rincón Juvenil“ (Jugendecke) in Bolivien. Ulrich Wickert wird alle Finalisten am 27. September 2018 in Berlin begrüßen, wo die Siegerinnen und Sieger auf einer feierlichen Preisverleihung bekannt gegeben werden.

Im Rahmen des Ulrich Wickert Preises für Kinderrechte 2018 sind nominiert
für den Preis Deutschland / Österreich:
•    Stefanie Appel: „Fatema, das Surfergirl von Cox's Bazar“, KiKA
•    Sabine Bohland: „Die Perlenmädchen von Kenia“, ARD Weltspiegel
•    Margarete Blümel: „Sie behandeln uns wie Dreck! Straßenkinder in Indien“, SWR2 Tandem

für den Peter Scholl-Latour Preis:
•    Raphael Geiger: „Unter Ruinen das Leben“, Stern
•    Claas Relotius: „Löwenjungen“, Der Spiegel
•    Fritz Schaap: „Es war einmal eine Nation“, Der Spiegel
•    Patrick Witte: „Sun Ladies - Nie wieder Opfer“, NEON

Für den Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte 2018 wurden 95 Medienbeiträge aus 20 Ländern eingereicht. Zur unabhängigen Jury des Journalistenpreises gehören Karl Günther Barth (Autor und Publizist), Alice Bota (Die Zeit), Marko Brockmann (RadiJojo), Karen Heumann (thjnk), Brigitte Huber (Brigitte), Rudi Klausnitzer (Medienmanager), Christoph Lanz (Thomson Foundation), Markus Lanz (ZDF), Charlotte Maihoff (RTL aktuell), Renate Meinhof (Süddeutsche Zeitung), Jürgen Merschmeier (Journalist, Politikberater), Paul-Josef Raue (Redaktionsberater und Autor), Ulrich Wickert und Dr. Werner Bauch (Plan International Deutschland).

Ulrich Wickert unterstützt die Projekte des Kinderhilfswerks Plan International seit 1995 und ist ehrenamtliches Mitglied des Kuratoriums der deutschen Organisation. 2011 gründete er die Ulrich Wickert Stiftung, die den Journalistenpreis vergibt. Peter Scholl-Latour war Gründungs- und Kuratoriumsmitglied von Plan International Deutschland. Der Sonderpreis mit seinem Namen wird in Ehren an das besondere Engagement des Verstorbenen vergeben.

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news-866 Fri, 15 Jun 2018 09:45:00 +0000 Malaria: Alle zwei Minuten stirbt ein Kind https://www.plan.de/news/detail/artikel/malaria-alle-zwei-minuten-stirbt-ein-kind.html Heute ist Tag des afrikanischen Kindes. Immer noch fordern behandelbare Krankheiten wie Malaria in Afrika viele Todesopfer - die meisten von ihnen sind Kinder. Plan International fördert Projekte, um die Gesundheitsvorsorge zu verbessern - zum Beispiel in Uganda. Durchfall, Malaria und Lungenentzündungen sind Krankheiten, die inzwischen vermeidbar und gut behandelbar sind. Trotzdem stirbt immer noch alle zwei Minuten ein Kind auf der Welt an Malaria.

Besonders verbreitet ist die Tropenkrankheit in Afrika - 90 Prozent der weltweiten Fälle wurden 2016 dort verzeichnet. Am stärksten betroffen sind Kinder unter 5 Jahren, weil ihr Immunsystem besonders anfällig ist. 70 Prozent aller Todesfälle kommen in dieser Altersgruppe vor.

Plan International setzt sich in Uganda für eine bessere Gesundheitsvorsorge ein. Mit dem Projekt sollen vor allem Kinder Zugang zu medizinischer Versorgung und Medikamenten erhalten. Aber auch junge Mütter und schwangere Frauen profitieren davon, denn die Müttersterblichkeit in Uganda ist hoch und das HI-Virus weit verbreitet. Ohne medizinische Betreuung haben infizierte Frauen ein hohes Risiko, die Krankheit auf ihr Kind zu übertragen. Plan unterstützt mehrere Gesundheitszentren in den südlichen Regionen Kamuli und Buyende. Sie erhalten zum Beispiel medizinische Geräte, neue sanitäre Anlagen oder weitere Ausstattung. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können an Fortbildungen zur medizinischen Versorgung von Schwangeren und Kindern teilnehmen und Fachkräfte werden im Umgang mit Kinderkrankheiten geschult.

Damit auch entlegene Gemeinden Zugang zu medizinischer Versorgung erhalten, werden über 500 ehrenamtliche Gesundheitshelferinnen und -helfer ausgebildet. Bei Anzeichen einer Erkrankung sind sie die ersten Ansprechpartner für Betroffene und können mit medizinischem Material und Medikamenten aushelfen. Zudem werden ambulante Gesundheitsdienste angeboten, die unter anderem Schwangerschaftsvorsorge, Impfungen und HIV-Tests umfassen. HIV-positive Mütter werden in ein Präventionsprogramm aufgenommen, regelmäßig untersucht und bei der Behandlung unterstützt.

Um auch langfristig eine bessere medizinische Vorsorge zu gewährleisten, setzt Plan International sich auf lokaler und nationaler Ebene für ein höheres Budget im Gesundheitsbereich ein. In den Gemeinden wird zusätzlich über Patientenrechte, Mutter-Kind-Gesundheit, Familienplanung und HIV/Aids informiert. Im Fokus stehen dabei auch Männer - sie lernen zum Beispiel, welche Rolle sie für die Gesundheit ihrer Partnerin und Kinder spielen. Jugendliche werden über sexuelle und reproduktive Gesundheit aufgeklärt, damit sie eigene Entscheidungen zur Familienplanung treffen können.

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news-856 Fri, 08 Jun 2018 09:00:00 +0000 Glitzern und flitzen: Women’s Run 2018 mit Plan https://www.plan.de/news/detail/artikel/glitzern-und-flitzen-womens-run-2018-mit-plan.html Endlich wieder Laufwetter! Wir von Plan freuen uns, bereits zum sechsten Mal Charity-Partner der Laufserie Barmer Women’s Run zu sein! Die Saison 2018 mit dem Motto „Glitzerflitzer“ startet morgen, am 9. Juni in Stuttgart. Die Kolleginnen von Plan International Deutschland in Hamburg freuen sich ganz besonders auf den 7. Juli, denn dann gastiert der Barmer Women’s Run wieder im Hamburger Stadtpark - erstmals in Kombination mit einem Yoga-Special am Vormittag. Natürlich kann auch hier wieder über Distanzen von fünf oder acht Kilometer gewalkt oder gelaufen werden. Und in bester Tradition treten wieder zwei Plan-Teams in Hamburg an und werden die beiden Distanzen gemeinsam bewältigen. 

Weniger als um Bestzeiten geht es jedoch darum, das sportliche Event mit einer Menge Spaß zu verknüpfen. Dafür gibt es wie in den Vorjahren ein umfangreiches Programm auch neben der Strecke. 

Weil viele Mädchen und Frauen nicht die Möglichkeit haben, sich frei zu bewegen, kooperiert der Veranstalter zum sechsten Mal in Folge mit Plan International Deutschland als Charity-Partner und sammelt Spenden, die in den Mädchen-Fonds von Because I am a Girl fließen. Damit werden Projekte finanziert, die Mädchen ein gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Aufwachsen ermöglichen sollen.

Vor Ort gut informiert 

Wer mehr über die Charity-Partnerschaft wissen will, kann sich vor Ort informieren: Auf allen Laufevents - in Stuttgart, Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln, München und Hannover - sind wir mit einem Stand vertreten. Dort informieren die Ehrenamtlichen unserer Plan-Aktionsgruppen über die Charity-Partnerschaft und die Arbeit von Plan International, besonders natürlich über unseren Einsatz für Mädchen unter dem Dach von Because I am a Girl.

Erstmals ist Hannover als siebte Women’s Run-Stadt dabei - hier wird das Saisonfinale am 29. September ausgetragen. Mehr Informationen, Termine und Anmeldungen für die Women’s Runs sind hier online zu finden.

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news-855 Thu, 07 Jun 2018 07:01:29 +0000 Vulkanausbruch in Guatemala https://www.plan.de/news/detail/artikel/vulkanausbruch-in-guatemala.html Nur wenige Tage nach der ersten Eruption des Feuervulkans in Guatemala mit rund 100 Toten ist der Volcán de Fuego erneut ausgebrochen. Plan leistet vor Ort Nothilfe - die Programmgebiete sind von der Vulkanaktivität jedoch nicht direkt betroffen. Schätzungsweise 1,7 Millionen Menschen sind laut der Regierung in Guatemala vom Ausbruch des Feuervulkans direkt betroffen. Die Zahl der Todesopfer beim schwersten Ausbruch des Vulkans seit 40 Jahren stieg auf mindestens 75. Rund 200 Menschen werden noch vermisst. Knapp 3.500 Bewohner konnten in Sicherheit gebracht werden, viele Orte in den betroffenen Gebieten wurden evakuiert. In weiten Teilen brach die Strom- und Wasserversorgung zusammen.

Guatemalas Präsident Jimmy Morales rief für drei Gebiete rund um den Vulkan den Notstand aus: Escuintla, Chimaltenango und Sacatepéquez. Auf diese Weise werden internationale Hilfseinsätze ermöglicht, an denen sich auch Plan International beteiligt. Das Länderbüro vor Ort arbeitet zur Koordination der Nothilfe eng mit dem nationalen Katastrophenschutz und dem Team der humanitären Hilfe zusammen. Tausende Menschen wurden in Notlagern untergebracht - Plan stellte dafür 500 Matratzen und weitere Güter zur Verfügung. Außerdem werden Sammellager für die notwendigsten Hilfsmittel wie Trinkwasser und Medikamente eingerichtet.

Der Feuervulkan in Guatemala liegt im Süden des Landes, gut 60 Kilometer südwestlich der Hauptstadt, dem Sitz des Länderbüros von Plan International. Die Mitarbeiter dort befinden sich ebenso wie die Patenkinder, ihre Familien und Gemeinden in den Programmgebieten von Plan im Osten und Nordwesten des Landes (Jalapa, Polochic, Carchá, Salamá/ Rabinal) in Sicherheit.

Die Bevölkerung von Guatemala ist einer Vielzahl von Katastrophen ausgesetzt. Neben Vulkanausbrüchen wie diesem ziehen auch Erdbeben, tropische Stürme und Dürren das Land regelmäßig in Mitleidenschaft. Deshalb unterstützt Plan mit der kindzentrierten Katastrophenvorsorge und -hilfe vor Ort die Gemeinden darin, sich bestmöglich auf drohende Gefahren vorzubereiten und die Risiken zu minimieren. Dazu werden - unter Einbezug der Kinder - Vorsorgemaßnahmen und Schutzmechanismen sowie konkrete Notfallpläne für verschiedene Katastrophenszenarien entwickelt und trainiert. Die dringende Schutzbedürftigkeit von Kindern und Frauen wird dabei besonders berücksichtigt.

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news-854 Tue, 05 Jun 2018 07:09:56 +0000 G7 Gipfel: Mädchen in Krisenregionen stärken https://www.plan.de/news/detail/artikel/g7-gipfel-maedchen-in-krisenregionen-staerken.html Plan International fordert: Staaten müssen sich mehr für die Bildung von Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten einsetzen. 62 Millionen Kinder auf der Welt gehen in Folge von langanhaltenden Konflikten oder Krisen nicht zur Schule. Für Mädchen ist das Risiko ohne Bildung aufzuwachsen sogar 2,5 Mal höher, wenn sie in solchen Kontexten leben. Plan International fordert die Staats- und Regierungschefs der G7 deshalb auf, sich mit einer Deklaration für die Stärkung von Mädchen in Not- und Krisensituationen einzusetzen – durch politische und finanzielle Verpflichtungen. Der G7-Gipfel am 8. und 9. Juni in Kanada steht in diesem Jahr im Zeichen der Gleichberechtigung und Stärkung von Mädchen und Frauen. Ein zentraler Aspekt ist das Thema Bildung, denn Mädchen haben in vielen Ländern noch immer keinen Zugang dazu. Besonders drastisch ist die Situation in Krisenregionen.

„Die G7-Staaten haben jetzt die Chance, den globalen Blick auf ein weitgehend vernachlässigtes Thema zu lenken: Mädchen in Krisensituationen. Die verheerende Kombination aus alters- und geschlechterspezifischer Diskriminierung, langanhaltenden Krisen und knappen finanziellen Ressourcen erfordert dringend klare politische und finanzielle Zusagen“, sagt Maike Röttger, Geschäftsführerin von Plan International Deutschland.

Bildungsprogramme in Krisenregionen sind meist auf Kurzfristigkeit angelegt, chronisch unterfinanziert und in Zeiten von Krisen und Konflikten meist die ersten, die ausgesetzt, und die letzten, die wieder aufgenommen werden. In den vergangenen Jahren sind weniger als zwei Prozent der weltweiten finanziellen Mittel für humanitäre Hilfe in Bildungsinitiativen geflossen. „Eine ausreichende Finanzierung ist jedoch entscheidend, um das Menschenrecht auf Bildung auch für Mädchen zu verwirklichen“, betont Maike Röttger. Mit der Deklaration muss sich die G7 verpflichten, innerhalb der nächsten drei Jahre zusätzliche 1,3 Milliarden US-Dollar für internationale Bildungsprogramme bereitzustellen, einschließlich der Globalen Partnerschaft für Bildung (GPE) und des Fonds‘ Education Cannot Wait (ECW). Der Fokus muss dabei auf Mädchen in Krisenregionen liegen.

Humanitäre Krisen werden zunehmend komplexer und dauern immer länger an. Betroffene Familien sind im Schnitt 26 Jahre lang auf der Flucht – als Flüchtlinge im Ausland oder als Binnenvertriebene im eigenen Land. Für Mädchen sind die Folgen verheerend. Mangelnder Zugang zu Bildung macht sie in derartigen Situationen noch verletzlicher für gravierende Menschenrechtsverletzungen wie Zwangsverheiratung, ungewollte frühe Schwangerschaft, sexualisierte und andere Formen von Gewalt, Zwangsprostitution und Menschenhandel.

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news-852 Wed, 30 May 2018 14:30:24 +0000 Große Charity-Auktion der VELUX EHF Champions League zugunsten von Plan https://www.plan.de/news/detail/artikel/grosse-charity-auktion-der-velux-ehf-champions-league-zugunsten-von-plan.html Am vergangenen Wochenende trafen die vier besten europäischen Handball Clubs in der Lanxess Arena in Köln zum VELUX EHF FINAL4 aufeinander. Nach 4 Spielen konnte sich das Team von Montpellier HB bei seiner ersten Teilnahme an dem Finale den begehrten Pokal sicher. Mit dabei auch Plan, denn seit der Saison 17/ 18 wird die Kinderhilfsorganisation als Charity-Partner von der VELUX EHF Champions League tatkräftig unterstützt. Nach vielen gemeinsamen Aktionen über die Saison war Plan nun auch als Teil des Finales in Köln auf der Spielfläche sichtbar und konnte an einem Aktions-Stand im Umlauf der Halle seine Arbeit vorstellen. Und auch für eingefleischte Fans war etwas dabei: Jeder Fan konnte in der Plan-Foto-Box Teil eines großen FINAL4 Charity-Fotos werden.

Und wer etwas Gutes  tun und gleichzeitig eine einmalige Erinnerung an dieses großartige Turnier haben möchte: Gemeinsam mit der Velux EHF Champions League werden bis zum 19. Juni 2018 über eine Online-Auktion exklusive Gegenstände aus dem Turnier versteigert. Das Highlight dieser tollen Aktion: der Original Handball aus dem Finale. Die Spenden aus dieser Auktion fließen in den Mädchen-Fonds.

Mit den Mitteln des Mädchen-Fonds finanziert Plan Projekte, die Mädchen ein gleichberechtigtes Aufwachsen ermöglichen sollen. Denn weltweit gehen 130 Millionen Mädchen nicht zur Schule. Die Gründe sind: Armut, Diskriminierung und Gewalt. Damit wird Mädchen Tag für Tag ihr Recht auf Bildung genommen. Jedes dritte Mädchen in Entwicklungsländern wird vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet. Und Teenagerschwangerschaften zählen zu den häufigsten Todesursachen für Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren. Wenn Kinder selber Kinder bekommen, bedeutet das fast immer auch das Ende ihrer Schulbildung und ihrer weiteren Entwicklungschancen.

Zu den Projekten, die durch den Mädchen-Fonds finanziert werden, gehören deshalb auch Projekte, die Plan im Rahmen von „Because I am a Girl“, der weltweiten Kampagne für Mädchen, realisiert: Bekämpfung der weiblichen Genitalverstümmelung, Schutz vor sexueller Gewalt und Ausbeutung oder das Engagement für Schulbildung für Mädchen.

Hier geht’s zur Auktion: https://www.unitedcharity.de/Specials/VELUX-EHF-FINAL4

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news-851 Tue, 29 May 2018 11:18:30 +0000 Jedes vierte Mädchen in Südsudan denkt an Selbstmord https://www.plan.de/news/detail/artikel/jedes-vierte-maedchen-in-suedsudan-denkt-an-selbstmord.html Neue Plan-Studie zur Situation von Mädchen im Bürgerkriegsland Südsudan Vier Millionen Menschen sind in Südsudan auf der Flucht, mehr als die Hälfte davon sind Kinder. Zwei Millionen Mädchen und Frauen droht offiziellen Schätzungen zufolge sexualisierte Gewalt. Massiv betroffen von Hunger, Traumatisierung und Gewalt sind vor allem Mädchen - wie die neue Studie „Heranwachsende Mädchen in  Krisenregionen: Stimmen aus Südsudan“ von Plan International zeigt. 26 Prozent der befragten Mädchen und jungen Frauen zwischen zehn und 19 Jahren gaben an, im letzten Jahr an Selbstmord gedacht zu haben. Jedes dritte Mädchen sagte, aufgrund der eskalierenden Gewalt schon einmal körperlich verwundet worden zu sein und 13 Prozent der Befragten hatten eine Entführung überlebt. Krieg und Bürgerkrieg haben in Südsudan - einst Hoffnungsträger und jüngster Staat der Welt - viele Familien auseinandergerissen.

Maike Röttger, Vorsitzende der Geschäftsführung von Plan International Deutschland: „Das Ausmaß an Leid, das bei dieser Studie zutage kam, ist alarmierend. Die humanitäre Hilfe in Südsudan muss besser auf die Bedürfnisse von heranwachsenden Mädchen zugeschnitten werden, sonst sind sie Gewalt und Traumatisierung schutzlos ausgeliefert. Mädchen müssen auch in Krisenregionen sicher zur Schule gehen können und davor geschützt werden, dass ihre Eltern sie aus Not zur Einkommensquelle machen.“

Um einer drohenden Zwangsverheiratung gegen Brautgeld zu entgehen und um ihre Familie finanziell zu entlasten, gaben Mädchen an, über ihre körperlichen Grenzen hinweg zu arbeiten, beispielsweise indem sie Feuerholz sammelten und verkauften. Angst vor Frühverheiratung und Gewalt - bis hin zu Todesängsten - waren dabei die größten Sorgen der interviewten Mädchen. 76 Prozent gaben außerdem an, häufig hungrig ins Bett zu gehen. Ebenso berichteten sie, dass ihre Familien kein Geld hätten, um ihnen Menstruationsprodukte wie Binden zu kaufen.

Die Bildungsrate in Südsudan ist eine der niedrigsten der Welt. Nur 16 Prozent der Mädchen über 15 Jahren können lesen und schreiben. Die Plan-Studie „Adolescent Girls in Crisis: Voices from South Sudan“ wurde 2017 an fünf Orten in Südsudan durchgeführt. Insgesamt 249 Mädchen und junge Frauen wurden befragt sowie 28 Diskussionsrunden mit jeweils etwa zehn Teilnehmerinnen aus der Fokusgruppe organisiert. In 32 Interviews kamen zudem Gemeindeoberhäupter und andere Vertreter der Zivilgesellschaft zu Wort.

Fotos und Case Studies zum Download finden Sie in unserem Pressebereich.

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news-850 Thu, 24 May 2018 09:09:00 +0000 Menstruation nimmt Mädchen die Chance auf Bildung https://www.plan.de/news/detail/artikel/menstruation-nimmt-maedchen-die-chance-auf-bildung.html Studie zeigt: Armut, schlechte Hygienebedingungen und Stigmatisierung führen dazu, dass Mädchen aufgrund ihrer Periode die Schule abbrechen müssen. Für Milliarden von Mädchen und Frauen auf der Welt ist die Menstruation Teil ihres Alltags. Trotzdem ist das Thema noch immer stark tabuisiert und schließt sie aus vielen Bereichen des Lebens aus. Eine neue Studie von Plan International zeigt, wie gravierend die Auswirkungen vor allem für junge Mädchen in Entwicklungsländern sind. In Indien brechen 20 Prozent der Mädchen die Schule ab, sobald sie ihre Periode haben. In Malawi verpassen 70 Prozent von ihnen jeden Monat bis zu drei Tage Unterricht, weil es an den Schulen keine Möglichkeit gibt, sich zu waschen, die Binde zu wechseln oder sie sich keine Hygieneartikel leisten können. Aufgrund der Fehlzeiten müssen viele von ihnen die Schule verlassen. 

„Die Folgen für die Mädchen sind dramatisch und wirken sich auf ihr gesamtes Leben aus: Sie machen keinen Schulabschluss, haben kein eigenes Einkommen und laufen Gefahr, bereits im Kindesalter verheiratet zu werden“, sagt Maike Röttger, Geschäftsführerin von Plan International Deutschland. In Uganda schließen laut einer Statistik der Regierung nur etwa 57 Prozent aller Mädchen die Schule ab. „Eine entscheidende Rolle spielen dabei die Menstruation und die Schwierigkeiten, die damit verbunden sind.“

Die weibliche Menstruation ist in vielen Kulturen negativ behaftet und wird oft von Schweigen, Ausgrenzung und Scham begleitet. In Nepal beispielsweise werden Frauen, die ihre Periode haben, aus dem Haus verbannt und dürfen in dieser Zeit keine anderen Menschen und kein Wasser berühren. Zwar ist dieser Brauch seit einigen Jahren offiziell verboten, in Teilen des Landes wird er jedoch noch immer praktiziert. In vielen Ländern können Mädchen mit niemandem über ihre Periode sprechen, weil sie sich zu sehr schämen. Dieses Schweigen hat meist eine große Unwissenheit zur Folge. Fast die Hälfte aller Mädchen im Iran glaubt, dass Menstruation eine Krankheit ist. Und in Malawi wussten acht von zehn Mädchen bei ihrer ersten Periode nicht, was mit ihrem Körper passiert.

Das Tabu ist nicht nur in Entwicklungsländern verbreitet – auch in Europa ist die Monatsblutung häufig mit peinlichem Schweigen und Scham verbunden. Der 28. Mai wurde deshalb zum „Internationalen Tag der Menstruationshygiene“ erklärt, um auf die Problematik aufmerksam zu machen. In Großbritannien ist es laut der Studie knapp der Hälfte der Mädchen peinlich, wenn sie ihre Periode haben. Jede zehnte junge Frau dort kann sich keine Hygieneartikel leisten – auch weil Tampons und Binden in vielen Ländern so hoch besteuert werden wie Luxusartikel. Viele Mädchen, vor allem in einkommensschwachen Ländern oder in Krisen- und Konfliktregionen, behelfen sich während der Menstruation mit alten Lappen, Blättern oder anderen Notlösungen. Das Risiko von Infektionen ist dadurch sehr hoch, besonders in Gebieten, in denen es kein sauberes Wasser gibt.

„Die Probleme, mit denen Mädchen und Frauen durch ihre Periode zu kämpfen haben, sind bisher noch viel zu wenig beachtet worden – dabei schließen sie sie vom gesellschaftlichen Leben aus und nehmen ihnen die Chance darauf, später ein selbstbestimmtes Leben und unabhängiges Leben zu führen“, betont Maike Röttger. „Wir müssen dafür sorgen, dass Mädchen sich für ihre Periode nicht mehr schämen müssen und die nötigen Voraussetzungen schaffen, damit sie weiterhin zur Schule gehen können.“ Dazu gehören zum Beispiel der Bau von getrennten Toiletten und Waschmöglichkeiten sowie das Verteilen von Hygieneartikeln. In gesundheitlichen Schulungen lernen die Mädchen – und auch die Jungen – wie der weibliche Zyklus funktioniert und wie sie sich vor Infektionen schützen können. In Zusammenarbeit mit lokalen Partnern hat Plan in Uganda zudem ein Projekt initiiert, bei dem Mädchen auswaschbare Binden selbst herstellen können. In dem ostafrikanischen Land kostet ein Paket Monatsbinden im Schnitt zwei US Dollar – das ist mehr, als die meisten Menschen dort am Tag verdienen.

In dem ostafrikanischen Land kostet ein Paket Monatsbinden im Schnitt zwei US Dollar – das ist mehr, als die meisten Menschen dort am Tag verdienen. Das von Plan geförderte Projekt kann auch durch den Erwerb von Clutches im Plan Shop unterstützt werden.

Die Studie und Fotos zum Download finden Sie in unserem Pressebereich unter www.plan.de/presse

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news-849 Tue, 22 May 2018 12:23:49 +0000 Safe Schools Declaration - Deutschland macht wichtigen Schritt zum weltweiten Schutz von Schulen in Konflikten https://www.plan.de/news/detail/artikel/safe-schools-declaration-deutschland-macht-wichtigen-schritt-zum-weltweiten-schutz-von-schulen-in.html Die Bundesregierung hat in Genf bekannt gegeben, die Erklärung zum Schutz von Schulen in bewaffneten Konflikten - die Safe Schools Declaration - zu unterzeichnen. Damit hat Deutschland einen wichtigen Schritt zum weltweiten Schutz von Bildungseinrichtungen in Konflikten gemacht. Plan International Deutschland begrüßt gemeinsam mit dem Deutschen Komitee für UNICEF, Kindernothilfe, Save the Children Deutschland e.V., terre des hommes undWorld Vision Deutschland die von der Bundesregierung angekündigte Unterzeichnung der Safe Schools Declaration. Die Safe Schools Declaration ist eine rechtlich nicht bindende politische Erklärung, die im Zusammenhang mit dem geltenden Völkerrecht als Richtlinie für verantwortliches militärisches Handeln gilt.

Mit der Unterzeichnung folgt Deutschland dem guten Beispiel 74 anderer Staaten, die eigene Verpflichtung zum Schutz humanitärer und menschenrechtlicher Standards weltweit zu unterstreichen. So leistet das Land einen wesentlichen Beitrag zum besseren Schutz von SchülerInnen und LehrerInnen in bewaffneten Konflikten.

Die Unterstützung der deutschen Bundesregierung kommt nicht nur passend zum dritten Jahrestag nach Verabschiedung der Safe Schools Declaration im Mai 2015. Angesichts zunehmender Angriffe auf Schulen und Universitäten in Konfliktregionen setzt sie auch ein wichtiges und dringend notwendiges Zeichen für den Schutz von Bildungseinrichtungen. Denn Bildung ist nicht nur essentiell für jedes Kind und die Entwicklung eines Landes nach dem Ende eines Konfliktes. Schulen dienen auch während Konflikten als Schutzräume und sichere Orte für Kinder – oft die Einzigen.

Das Ausmaß an Angriffen auf Bildungseinrichtungen ist erschreckend hoch: Der aktuell veröffentlichte Bericht „Education Under Attack 2018“ dokumentiert zwischen 2013 und 2017 mehr als 12.700 Angriffe auf Bildungseinrichtungen, bei denen mehr als 21.000 Lernende und Lehrende verletzt oder getötet wurden. Mehr als 1.000 Angriffe (gezielt oder als „Kollateralschaden“) auf Schulen wurden jeweils in der Demokratischen Republik Kongo (alleine 639 hiervon in der Kasai Region in den Jahren 2016/2017), in Israel und den Palästinensischen Gebieten, in Nigeria und im Jemen dokumentiert. Von zwischen 500 und 999 Angriffen auf Schulen wurde sowohl in Afghanistan als auch im Südsudan, in Syrien und in der Ukraine berichtet.

Die Unterzeichnung der Safe Schools Declaration ist daher ein wichtiger Schritt. Um zu vermeiden, dass während Krisen und Konflikten eine verlorene Generation heranwächst und langfristig inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung für alle im Sinne der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) tatsächlich zu ermöglichen, müssen jedoch noch zahlreiche weitere Schritte folgen – unter anderem für den Schutz von Kindern in bewaffneten Konflikten sowie für den Zugang zu Bildung in Krisen und Konflikten.

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news-848 Fri, 18 May 2018 10:16:33 +0000 Kleiner Brunnen mit großer Wirkung https://www.plan.de/news/detail/artikel/kleiner-brunnen-mit-grosser-wirkung.html Aufgrund von Wasserknappheit sollte die Grundschule in dem kleinen Ort Mutoko in Simbabwe geschlossen werden. Durch den Bau eines Brunnens konnte Plan dabei helfen, die Schulschließung zu verhindern - und gleichzeitig noch viel mehr bewirken. Simbabwes Landschaftsbild ist geprägt von Trockensavannen und kargen Hochebenen. Die Temperaturen erreichen fast täglich 30 Grad, Regentage gibt es kaum. Gerade die ländlichen Gemeinden, die überwiegend von Ackerbau und Viehzucht leben, treffen die langen wiederkehrenden Dürreperioden besonders schwer. Vor allem Frauen und Kinder müssen oft kilometerweit laufen, um Wasser zu finden.

Auch für die Grundschule von Mutoko, die im Norden des Landes liegt, war die Wasserknappheit ein großes Problem. Direktorin Chikanya erinnert sich: „Die Kinder mussten ihr eigenes Trinkwasser mitbringen und das war fast immer aus verdreckten und unsicheren Quellen. Dadurch waren sie oft krank, konnten nicht lernen, weil sie Wasser holen mussten, und wir verzeichneten eine hohe Personalfluktuation.“

Drei Versuche, einen Brunnen zu bauen, waren gescheitert, weil der Untergrund zu hart war. Der Schule drohte deshalb die Schließung. Für viele Kinder hätte das einen stundenlangen Weg bedeutet, denn die nächste Schule liegt 20 Kilometer weit entfernt. Im schlimmsten Fall hätten viele Mädchen und Jungen den Unterricht ganz abbrechen müssen.

Um das Wasserproblem zu lösen, hat Plan einen solarbetriebenen Brunnen gebaut und gleichzeitig ein Leitungswassersystem installiert. Außerdem wurden Schultoiletten und Waschbecken errichtet, um die Hygienesituation zu verbessern. „Einige der Kinder hatten noch nie gesehen, wie Wasser aus Hähnen läuft und umschwärmten erstaunt die Waschbecken“, erzählt Lehrer Simbiso Danda.

Doch das saubere Trinkwasser ist nicht der einzige Vorteil, den der Brunnen mit sich bringt: Zusätzlich konnte ein eigener Gemüsegarten für die Schüler angelegt werden, dessen Pflanzen mit dem Wasser aus dem Brunnen versorgt werden. Außerdem betreuen die Schüler jetzt eine Ziegenherde und ein Fischerei-Projekt, durch die sie viel über Nutztiere und Fischzucht lernen und sich so bereits die Basis für eine spätere Einkommensquelle schaffen können. „Unsere Absolventen sind eigenständiger und sicherer, nachdem sie sieben Jahre lang diese wirtschaftlichen Schlüsselkompetenzen erworben haben“, sagt Direktorin Chikanya. Die Projekte tragen außerdem zur täglichen Ernährung bei und ergänzen den Speiseplan in der Schule. „Ziegenfleisch und Fisch gehören jetzt zu unseren Lieblingsmahlzeiten“, erzählt ein Mädchen.

Neben der Schule in Mutoko, die seitdem mehr Schüler hat als vorher, beziehen auch 56 umliegende Gemeinden ihr Wasser aus dem neuen Brunnen. „Das Projekt wird noch lange seine Kreise ziehen und zukünftigen Generationen helfen“, so Khulekani Nkomo, Gebietsleiter bei Plan International.

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news-845 Tue, 15 May 2018 10:51:04 +0000 Neue App soll Kinderheirat in Bangladesch bekämpfen https://www.plan.de/news/detail/artikel/neue-app-soll-kinderheirat-in-bangladesch-bekaempfen.html Hamburg, 15. Mai 2018 - Mit ihrem Handy können Standesbeamte künftig das Alter von Braut und Bräutigam überprüfen. In sechs Monaten wurden so bereits 3750 Kinderehen verhindert. Mehr als die Hälfte der Mädchen in Bangladesch wird vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet. In vielen Fällen sind sie sogar jünger als 15 Jahre – obwohl Kinderehen in Bangladesch seit 1929 verboten sind. Um ihre Töchter oder Söhne trotzdem so früh wie möglich zu verheiraten, fälschen viele Eltern die Geburtsurkunden oder Personalausweise. Eine neue App, die gemeinsam von Plan International und der Regierung in Bangladesch entwickelt wurde, soll das jetzt verhindern: Mit Hilfe einer Datenbank können Standesbeamte, Geistliche oder Heiratsvermittler prüfen, wie alt Braut und Bräutigam zum Zeitpunkt der Eheschließung sind. In der sechsmonatigen Testphase konnten auf diese Weise bereits 3750 Kinderehen verhindert werden.

Die App ist mit einer Datenbank verbunden, die die Identifikationsnummer jedes Einwohners gespeichert hat – und somit auch dessen Geburtsdaten. Wird die Nummer auf dem Handy eingegeben, zeigt die App sofort mit einem grünen oder roten Licht an, ob die geplante Ehe legal ist oder nicht. Bei einem Verstoß drohen jedem, der an der Eheschließung beteiligt war, ein Bußgeld von 50.000 Taka (etwa 500 Euro) oder bis zu drei Jahre Gefängnis. Dazu gehören die Eltern der Kinder ebenso wie die Heiratsvermittler, Standesbeamten oder Geistlichen, die die Trauung durchführen.

„Es ist ein wichtiger Schritt, dass wir im Kampf gegen Frühverheiratung auch das Potenzial neuer Medien erkennen“, sagt Maike Röttger, Geschäftsführerin von Plan International Deutschland. Da inzwischen fast 80 Prozent der 160 Millionen Menschen in Bangladesch ein Handy besitzen, hat die App eine große Reichweite. Jedoch haben nur 20 Prozent der Bevölkerung Zugang zum Internet, weshalb es sowohl eine Online- als auch eine Offline-Version gibt, die via SMS funktioniert. So können auch schwer erreichbare ländliche Gemeinden die Technik nutzen. Die Menschen in diesen Regionen zu erreichen ist wichtig, da Kinderehen dort besonders verbreitet sind: Zwei von drei Mädchen werden bereits als Minderjährige verheiratet.

„Frühverheiratung hat verheerende Folgen für das Leben eines Mädchens: Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie nach der Hochzeit die Schule abbricht und sehr früh schwanger wird. Dadurch ist sie nicht nur einem hohen gesundheitlichen Risiko ausgesetzt, sondern läuft auch Gefahr, Opfer von häuslicher oder sexueller Gewalt zu werden. Ihr wird damit jegliches Recht auf Sicherheit, Gesundheit und Bildung genommen“, sagt Maike Röttger.

Durch die Flüchtlingskrise und den Zustrom von Menschen aus Myanmar hat sich das Problem der Kinderheirat in Bangladesch noch verschlimmert. Viele Eltern versuchen in Notsituationen, ihre Kinder dadurch vor Armut zu schützen. Um Perspektiven zu schaffen und gesellschaftliche Strukturen aufzubrechen, leistet Plan International Aufklärungsarbeit. In Trainings lernen Standesbeamte, Geistliche oder Heiratsvermittler nicht nur, wie sie die neue App nutzen können, sondern auch, welche negativen Auswirkungen Frühverheiratung hat. Plan fördert zudem einkommensschaffende Maßnahmen für die Familien, damit die Eltern ihre Kinder nicht aus finanzieller Not heraus verheiraten müssen. Mädchen werden darin gestärkt, ihre Rechte wahrzunehmen und sich gegen eine frühe Heirat zu wehren – damit sie eine Chance auf Bildung, ein eigenes Einkommen und ein selbstbestimmtes Leben haben.

Fotos und Case Studies zum Download finden Sie in unserem Pressebereich unter: www.plan.de/pressemitteilungen.html

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news-842 Wed, 25 Apr 2018 15:01:19 +0000 Vier Schritte zur digitalen Gleichberechtigung https://www.plan.de/news/detail/artikel/vier-schritte-zur-digitalen-gleichberechtigung.html Weltweit nutzen weniger Frauen als Männer das Internet und Technik. Heute ist der Tag für Mädchen in der Informations- und Kommunikationstechnik (engl.: „Girls in ICT Day“). Deshalb macht Plan International darauf aufmerksam, dass die Gleichberechtigung von Mädchen bei  Internet und Technik vorangetrieben werden muss.

Trotz der Bemühungen in den vergangenen 20 Jahren, Gleichberechtigung zu erreichen, müssen Mädchen und Frauen aufgrund ihres Geschlechts immer noch Hürden überwinden, wenn es um digitales Training, Erfahrungen, Karrieren und Möglichkeiten geht. Am größten ist dieser Unterschied zwischen den Geschlechtern, die so genannte „digital gender gap“ in Südasien: Die Wahrscheinlichkeit, dass Frauen ein Mobiltelefon besitzen. ist um 26 Prozent geringer als bei Männern. Diese Geschlechterkluft ist in den letzten Jahren nicht kleiner, sondern größer geworden.

Damit Mädchen und Frauen in der digitalen Welt Erfolg haben können, müssen vier Schritte passieren:

1. Gleiche Bildung für Mädchen

Der erste Schritt, um den Zugang zu digitaler Technologie für Mädchen und Frauen zu verbessern, ist, die Bildung und die Teilhabe der Mädchen in diesen Gebieten zu fördern. So haben sie in Zukunft die gleichen Chancen auf dem IT-Arbeitsmarkt.

Dazu müssen Regierungen, Familien, Gemeinden und Organisationen die Stereotype anfechten, die Mädchen davon abhalten, Berufe der Informations- und Kommunikationstechnik zu studieren.

Dies kann man zum Beispiel erreichen, indem man Vorbilder und Mentoren für die Mädchen fördert, sodass sie in dem Wissen aufwachsen können, dass ihr Geschlecht kein Hindernis für ihren späteren Beruf darstellt.

In Partnerschaft mit „Accenture“ hilft Plan International Brasilien mit dem Projekt „Youth Building the Future“ (dt. etwa: „Jugendliche gestalten die Zukunft“) jungen Frauen, häufiger Karrieren in der Informations- und Kommunikationstechnik zu verfolgen. Sie können dafür Qualifikationen durch Kompetenztraining und Karriereberatung erhalten.

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news-841 Mon, 23 Apr 2018 12:00:00 +0000 Drei Jahre nach Erdbeben in Nepal: Immer noch Krisenregion https://www.plan.de/news/detail/artikel/drei-jahre-nach-erdbeben-in-nepal-immer-noch-krisenregion.html Emilia Schüle engagiert sich als Botschafterin für Mädchen in Krisengebieten    Auch drei Jahre nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal sind die Menschen noch immer nicht zur Normalität zurückgekehrt. Die Wiederaufbaumaßnahmen sind noch immer nicht abgeschlossen. Die beiden aufeinanderfolgenden Beben im April und Mai 2015 kosteten mehr als 8.900 Menschen das Leben und zerstörten über 600.000 Häuser. „Immer noch leben Familien in Übergangsunterkünften, teilweise unter schwierigen Bedingungen“, sagt Maike Röttger, Geschäftsführerin von Plan International Deutschland. Verstärkte Regenfälle, politische Unruhen und bevorstehende Wahlen haben den Wiederaufbau zusätzlich erschwert. „Den Menschen stehen staatliche Beihilfen zur Instandsetzung ihrer Häuser zu, doch es geht zu langsam voran. Die zerstörten Schulen und Gebäude müssen dringend wieder aufgebaut werden – und das möglichst erdbebensicher.“

Plan International fördert den Wiederaufbau und unterstützt die Menschen vor Ort mit Schulungen zur Katastrophenvorsorge, um sie möglichst gut auf erneute Erdbeben in der Region vorzubereiten. Prominente Unterstützung erhält die Kinderhilfsorganisation dabei von der jungen Schauspielerin Emilia Schüle, die sich seit einem Jahr als Botschafterin für Mädchen in Krisenregionen bei Plan International engagiert.

„Durch die Begegnung mit den betroffenen Familien habe ich erfahren, was es bedeutet, den Schock der Katastrophe zu überwinden und wieder nach vorne zu schauen“, sagt Emilia Schüle. „Die Kinderhilfsorganisation gibt den Menschen Sicherheit und Vertrauen zurück, zum Beispiel durch Schulungen zum Katastrophenschutz oder psychosoziale Unterstützung. Aber auch die Regierung muss sich an internationale Abmachungen halten und Schulen und Häuser erdbebensicher instand setzen. Sonst bleibt für viele Menschen die Rückkehr in ihr vertrautes Leben unmöglich.“

Emilia Schüle besuchte Anfang 2018 Wiederaufbau- und Katastrophenschutz-Projekte im Distrikt Makwanpur in Nepal. Gemeinsam mit Plan setzt sie sich dafür ein, dass Mädchen in Krisensituationen geschützt und gestärkt werden. „Sehr berührt hat mich die Begegnung mit einem Mädchen aus einem Bergdorf, das beim Spielen vor dem Haus verschüttet wurde. Der Boden bebte so stark, dass es nicht vor der einstürzenden Hauswand weglaufen konnte. Nur durch einen glücklichen Zufall wurde es gerettet. Mit Hilfe von Plan hat das Mädchen es geschafft, sein Trauma zu überwinden. Sie lebt heute in einer Übergangsunterkunft in den Bergen. Ihre Familie hofft wie viele andere auf die staatliche Beihilfe zum Wiederaufbau, damit sie bald wieder in ihr altes Heimatdorf zurückkehren kann.“

Gerade in Krisenzeiten sind vor allem Mädchen in Entwicklungsländern gefährdet. „Ihr Schutz und ihre psychosoziale Betreuung sind uns ein besonderes Anliegen“, sagt Maike Röttger. „Denn es sind vor allem Mädchen, die Opfer von Missbrauch werden, zum Beispiel wenn sie von ihren Familien getrennt sind. Wir sorgen dafür, dass sie Schutzräume erhalten, die ihnen einen Rückzugsort bieten und die sie vor möglichen Übergriffen bewahren.“

Plan International ist seit vielen Jahren in Nepal tätig und hat mit seinen Nothilfe- und Wiederaufbaumaßnahmen bisher über 290.000 Menschen erreicht. In den betroffenen Distrikten errichtete das Hilfswerk über 300 Übergangsschulen für mehr als 21.000 Kinder.

Darüber hinaus wurden mehr als 830 Lehrkräfte geschult und 20 Schulen gebaut. Dabei konnte Plan International seine langjährigen Erfahrungen mit den Auswirkungen von Katastrophen weltweit einbringen. Eine spezielle Konstruktionsweise, basierend auf Plans Knowhow in Erdbebenregionen, ermöglichte den Bau von Schulen, die deutlich weniger einsturzgefährdet sind.

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news-839 Fri, 13 Apr 2018 12:05:15 +0000 Hilfe für Vertriebene nach IS-Kämpfen auf den Philippinen https://www.plan.de/news/detail/artikel/hilfe-fuer-vertriebene-nach-is-kaempfen-auf-den-philippinen.html Fünf Monate lang lieferten sich philippinische Truppen und IS-Milizen erbitterte Kämpfe in Marawi. Mehrere Hunderttausende mussten fliehen. Mittlerweile gilt die Stadt als befreit - trotzdem benötigen viele Menschen noch humanitäre Hilfe. Plan International leistet vor Ort Nothilfe. Marawi liegt auf der philippinischen Südinsel Mindanao. Im Mai 2017 griffen islamistische Terroristen die Stadt an und brachten sie unter ihre Kontrolle, um dort nach dem Vorbild der Dschihadistengruppe Islamischer Staat ein Kalifat als Regierungsform auszurufen . Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte rief daraufhin das Kriegsrecht auf der gesamten Insel aus. Vorausgegangen war den Angriffen ein seit längerem schwelender religiöser Konflikt. Bereits seit den 1960er-Jahren kämpfen immer wieder muslimische Rebellengruppen für Unabhängigkeit auf den überwiegend christlich geprägten Philippinen.

Mehr als 350.000 Menschen, darunter Tausende Kinder, wurden durch die Belagerung und Kämpfe zwischen der philippinischen Armee und der Terroristengruppe aus ihrer Heimat vertrieben und mussten in Evakuierungslagern untergebracht werden. Die schlechten hygienischen Bedingungen in den Camps, Nahrungsknappheit und fehlende medizinische Versorgung lösten eine humanitäre Krise aus.

Plan International leistet vor Ort Nothilfe. Dafür wurden Kinderschutzzonen eingerichtet. Dort finden Kinder einen sicheren Ort zum Spielen und Lernen, während Frauen einen Platz haben, um sich auszutauschen und wo sie Unterstützung bekommen. Denn gerade Kinder und Frauen sind in Krisensituationen davon bedroht, Opfer von Missbrauch und Gewalt zu werden.

Plan stellt zudem Wasser- und Hygienekits, Trennwände für eine bessere Privatsphäre und Toiletten- und Waschmöglichkeiten zur Verfügung. 28.000 Menschen  wurden durch diese Maßnahmen bereits unterstützt.

Nothilfe-Teams arbeiten eng mit der Regierung zusammen, um die Situation und die Bedürfnisse der betroffenen Kinder einzuschätzen und entsprechende Hilfsmaßnahmen zu ergreifen.

Obwohl Marawi seit Oktober 2017 von islamistischen Terroristen befreit ist, ist die Krise noch nicht beendet. Die Stadt liegt in Trümmern und es wird mehrere Jahre dauern, um sie wieder aufzubauen. Anfang April konnten Teile der Bevölkerung für kurze Zeit in die Stadt zurückkehren, um ihre verbliebenen Besitztümer mitzunehmen. Mehr als 40.000 Familien werden weiterhin in Evakuierungslagern bleiben müssen.

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news-837 Fri, 06 Apr 2018 06:38:03 +0000 Mangelernährung bei Kindern in Nigeria bekämpfen https://www.plan.de/news/detail/artikel/mangelernaehrung-bei-kindern-in-nigeria-bekaempfen.html Am 7. April ist Weltgesundheitstag. In vielen Teilen Nigerias haben die Menschen nicht genügend Lebensmittel. Darunter leiden vor allem die Kinder. Ein Projekt gegen Mangel- und Unterernährung soll Familien dabei helfen, dass ihre Kinder gesund aufwachsen können. Die Stadt Maiduguri im Nordosten Nigerias. Die Wege sind gesäumt von Müll und Unrat, Kinder spielen neben einem Abwasserkanal. Ein fauliger Geruch liegt in der Luft. Die hygienischen Bedingungen sind hier katastrophal, es gibt kaum sauberes Wasser und nicht genügend Nahrung. Krankheiten breiten sich aus, viele Kinder leiden an Mangelernährung oder Durchfall. Über drei Millionen Menschen leben in der Stadt, ihre Zahl hat sich in den letzten Jahren fast verdoppelt. Schuld ist der andauernde Konflikt zwischen der islamistischen Gruppe Boko Haram und der Armee, der Millionen Menschen gezwungen hat, ihre Heimat zu verlassen.

Die Folgen für die humanitäre Situation des Landes sind verheerend: Fast fünf Millionen Menschen in Nigeria sind auf die Versorgung mit Hilfsgütern angewiesen. „Wir haben so gut wie keine Möglichkeit, unser eigenes Geld zu verdienen, und die Kosten für Lebensmittel steigen immer weiter an“, erzählt eine Mutter, die mit ihren Kindern nach Maiduguri geflüchtet ist. Dieses Problem kennt auch die 23-jährige Mariam. Sie konnte ihren Kindern oft tagelang nichts anderes als Frühstücksflocken und Wasser geben. „Jeden Morgen, wenn ich bei Sonnenaufgang aufgewacht bin, musste ich sie hungrig zurücklassen und mich auf die Suche nach Lebensmitteln machen“, schildert sie. Viele Male kam sie mit leeren Händen zurück.

Gemeindehelfer klären über gesunde Ernährung auf

Plan International hat in Zusammenarbeit mit dem nigerianischen Gesundheitsministerium ein Programm zur Bekämpfung von Mangelernährung gestartet. Wir bilden freiwillige Gemeindehelfer aus, die mit den Familien über ausgewogene Ernährung sprechen und ihnen erklären, wie wichtig regelmäßige Mahlzeiten oder auch das Stillen in den ersten Lebensmonaten für die Gesundheit ihrer Kinder sind. Außerdem lernen sie, wie sie aus den vorhandenen lokalen Lebensmitteln nährstoffreiche Mahlzeiten zubereiten können.

Zusätzlich werden Vorsorgeuntersuchungen für Kinder unter fünf Jahren angeboten. Sind die Kinder krank oder unterernährt, werden sie medizinisch behandelt und erhalten spezielle Aufbaunahrung, die aus einer energiehaltigen Paste aus Erdnüssen besteht. „Um die Sauberkeit in den Haushalten zu verbessern, verteilen wir außerdem Hygiene-Kits an die Familien - so reduzieren wir die Infektionsrate“, erklärt Sisay Tadesse von Plan International Nigeria.

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news-836 Wed, 28 Mar 2018 11:04:39 +0000 Plan hilft Jugendlichen, ihre Ziele zu verfolgen https://www.plan.de/news/detail/artikel/plan-hilft-jugendlichen-ihre-ziele-zu-verfolgen.html Das Bildungsprojekt BLOOM+ von Plan International bestärkt Jugendliche darin, ihre Lebensziele zu verfolgen und selbstbewusster zu werden. Rund 1200 Mädchen und Jungen in Nigeria nehmen an den Kursen teil. Auch die Lebensbedingungen der 16-jährigen Bright haben sich durch dieses Projekt verbessert.

Frühe Schwangerschaften, Kinderheirat und geschlechtsspezifische Gewalt sind in Nigeria alltäglich und oft eine Konsequenz der Armut und des Mangels an Bildung, die in den Gemeinden verbreitet sind.

Eine von vier nigerianischen Frauen erfährt als Kind sexuelle Gewalt. In einem Land, in dem Frauen als den Männern untergeordnet gelten, geht diese Kultur der sexuellen Unwissenheit mit verstärkten Stereotypen einher, erniedrigt Frauen und trägt zu der Ungleichheit bei, die die Entwicklung der Gesellschaft behindert.

Um das Risiko der Gewalt gegen Mädchen und Frauen zu reduzieren, geht Plan International gegen diese Ursachen vor. Wir helfen Jugendlichen dabei, ihre Persönlichkeit zu stärken. Dazu gehören, ihr Selbstbewusstsein, ihre zwischenmenschliche Kommunikation und ihre berufliche Planung zu fördern. Dieses Ziel erreichen wir durch unser „Better Life Options and Opportunities Model+”, kurz BLOOM+, (dt. etwa: Modell für bessere Lebensbedingungen und -möglichkeiten).

Ziele setzen

„Unser Kursleiter hat uns beigebracht, uns Ziele im Leben zu setzen. Das hat mich an meinen Traum erinnert, den ich schon seit der Grundschule hatte: Bücher zu schreiben”, sagt die 16-jährige Bright, die mit ihrer Tante und ihren Cousins in Cross River State lebt.

Plan International hat eine Gruppe von Kursleitern trainiert, von denen die meisten ausgebildete Lehrer sind. Sie nutzen den so genannten „Choose a Future”-Lehrplan (dt. etwa: wähle eine Zukunft), welcher speziell dafür entworfen wurde, 1200 junge Mädchen (80%) und Jungen (20%) über einen Zeitraum von 16 Wochen zu unterrichten.

„In den Klassen, habe ich gelernt, meine Emotionen zu kontrollieren und die Kommunikation mit meiner Familie zu verbessern. Bevor ich diesen Unterricht besuchte, habe ich meiner Tante oft widersprochen. Jetzt habe ich diese Angewohnheit geändert”, erklärt Bright, die ihre Eltern verloren hat, als sie sechs Jahre alt war.

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news-835 Tue, 27 Mar 2018 12:00:00 +0000 Neue Chance für Schulabbrecher in Ghana https://www.plan.de/news/detail/artikel/neue-chance-fuer-schulabbrecher-in-ghana.html In Ghanas ländlichen Gemeinden müssen viele Kinder die Schule abbrechen, weil ihre Familien zu wenig Geld haben. Das Projekt REACH soll sie wieder auf den Unterricht vorbereiten und Kinder aus einkommensschwache Familien finanziell unterstützen. Die 14-jährige Hamdiya wohnt mit ihren Eltern und ihren Geschwistern in einer kleinen ländlichen Gemeinde im Norden Ghanas. Die siebenköpfige Familie lebt von der Landwirtschaft, doch das Geld reicht gerade für das Nötigste. Hamdiya musste die Schule abbrechen, weil ihre Eltern sich die Bücher und die Schuluniform nicht mehr leisten konnten. „Es war sehr schwer für uns, mit der Situation umzugehen“, erzählt ihre Mutter Senatu, „vor allem für unsere Tochter.“ Für Hamdiya brach eine Welt zusammen. Sie hatte immer Spaß am Lernen und war eine gute Schülerin. Durch ihren Abschluss wollte sie etwas verändern, sich eine Perspektive schaffen, um später einmal ein eigenes Einkommen zu haben. Doch der Traum von einem besseren Leben war damit geplatzt.

So wie Hamdiya ergeht es vielen Kindern in Ghana. Etwa ein Fünftel der Bevölkerung ist von extremer Armut betroffen, der Großteil davon lebt auf dem Land. Über die Hälfte der Ghanaer ist jünger als achtzehn Jahre. Mit dem Projekt „Reaching and teaching Out-of-School Children in Ghana“ (REACH) unterstützt Plan International in Zusammenarbeit mit dem ghanaischen Bildungsministerium Kinder wie Hamdiya dabei, wieder zur Schule zu gehen. Neun Monate lang werden sie in komprimierten Lerneinheiten darauf vorbereitet, am normalen Unterricht teilzunehmen, indem sie den verpassten Stoff nachholen. Außerdem trainiert Plan die Lehrkräfte, damit sie ehemalige Schüler besser in den Schulalltag integrieren können. Durch die Vergabe von Stipendien erhalten auch Kinder aus einkommensschwachen Familien die Möglichkeit, die Schule regelmäßig zu besuchen und ihren Abschluss zu machen.

Als ihre Eltern von dem Programm hörten, meldeten sie Hamdiya sofort an. „Wir haben ihr weniger Aufgaben im Haushalt und auf dem Feld zugeteilt, damit sie genug Zeit für die Kurse hat“, sagt ihre Mutter. Keine einfache Entscheidung, denn oft sind die Eltern auf die Hilfe der Kinder angewiesen. Bereut haben sie es trotzdem nicht - im Gegenteil. Nachdem die 14-Jährige das REACH-Programm abgeschlossen hatte, wechselte sie wieder auf ihre ehemalige Schule. Der Einstiegt fiel ihr nicht schwer. „Durch die Vorbereitungskurse konnte ich dem Unterricht gut folgen und meine Noten waren sogar besser als vorher“, sagt sie.

Hamdiya machte ihren Abschluss als beste ihres Jahrgangs und wurde sogar für ihre herausragenden Leistungen ausgezeichnet. „Als wir erfuhren, dass unsere Tochter zu den besten Schülerinnen der Schule gehört, waren wir sehr stolz“, erzählt ihr Vater. „Es hat uns klar gemacht, dass wir sie ermutigen müssen, weiter zu studieren. Wir haben unser Ackerland erweitert, damit wir von der zusätzlichen Ernte ihre Ausbildung bezahlen können.“ Auch Hamdiya selbst hat schon Pläne für ihre Zukunft. Sie möchte Krankenschwester werden, damit sie sich später einmal um ihre Eltern kümmern und ihre Gemeinde unterstützen kann.

Bis zum Jahr 2020 soll die Regierung von Ghana das Projekt REACH übernehmen und die Arbeit in ländlichen Gemeinden weiterführen. Auf diese Weise soll langfristig sichergestellt werden, dass alle Kinder die Chance auf Bildung und einen Schulabschluss erhalten und ihr volles Potenzial ausschöpfen können.

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news-834 Thu, 22 Mar 2018 09:30:00 +0000 Weltwassertag: Sauberes Trinkwasser für Flüchtlinge in Uganda https://www.plan.de/news/detail/artikel/weltwassertag-sauberes-trinkwasser-fuer-fluechtlinge-in-uganda.html 663 Millionen Menschen auf der Welt haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Über eine Million davon leben in den Flüchtlingscamps im Norden Ugandas. Plan International unterstützt den Bau von Brunnen und führt Hygiene-Schulungen durch, um die Lebenssituation der Menschen zu verbessern. Mehr als eine Million Menschen, die in den vergangenen Jahren vor dem Bürgerkrieg in Südsudan nach Uganda geflohen sind, leben in den Flüchtlingscamps unter schwierigsten hygienischen Bedingungen: es gibt kein sauberes Trinkwasser und nicht genügend Toiletten. Die Folgen sind verheerend, vor allem für die Kinder. „Der schlechte Zugang zu Wasser- und Sanitäranlagen begünstigt die Verbreitung von Krankheiten wie Durchfall und Cholera“, sagt Rashid Javed, Länderdirektor von Plan International in Uganda. Allein 66 Kinder auf der Welt sterben jede Stunde an einer Durchfallerkrankung.

Als die 50-jährige Malia Cizirina im Camp Baratuku in Uganda ankam, musste sie das Trinkwasser aus einem nahegelegenen Fluss holen. „Es war sehr schmutzig und mein Sohn wurde davon krank. Ich musste ihn zu Fuß bis ins nächste Krankenhaus tragen, damit er dort behandelt werden konnte“, erzählt sie. Für Malias Sohn war das die Rettung.

Frauen und Mädchen verbringen täglich 125 Millionen Stunden damit, Wasser zu holen

Die Verbesserung der Wasser- und Hygieneversorgung ist einer der Schwerpunkte von Plans Nothilfe-Programm in Uganda. Durch den Bau von Brunnen erhalten die Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Dadurch wird nicht nur sichergestellt, dass keine Krankheiten mehr durch verunreinigtes Wasser übertragen werden, sondern auch, dass die Frauen nicht mehr viele Stunden am Tag für das Wasserholen aufwenden müssen. Weltweit verbringen vor allem Frauen und Mädchen täglich 125 Millionen Stunden damit, Wasser zu holen.

Malia ist auch Mitglied im Wasser-Komitee ihrer Gemeinde. Sie ist dafür verantwortlich, dass die Brunnen instand gehalten werden. Plan unterstützt sie und die anderen Mitglieder mit Schulungen und Trainings. „Wir haben 30 Pumpen-Mechaniker ausgebildet und sie auch mit dem entsprechenden Werkzeug ausgestattet“, sagt Arnold Okello, Mitarbeiter von Plan Uganda. Die Kosten für die Instandhaltung der Brunnen trägt die Gemeinde selbst. Dafür zahlt jeder Haushalt einen kleinen Betrag pro Monat (umgerechnet 22 Cent) ein. So wird sichergestellt, dass die Versorgung mit frischem Trinkwasser auch langfristig gewährleistet ist.

Zusätzlich bildet Plan auch Hygiene-Beauftragte aus, die als Multiplikatoren in den Camps dafür sorgen, dass alle Bewohner etwas über Hygiene-Maßnahmen lernen und diese auch umsetzen. So kontrollieren sie zum Beispiel, dass jeder Haushalt eine eigene Toilette und eine Möglichkeit zum Händewaschen hat. „Seitdem ist die Zahl der Erkrankungen deutlich zurückgegangen“, sagt Job, der als Hygiene-Beauftragter tätig ist.

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news-833 Wed, 21 Mar 2018 10:31:50 +0000 Wie Dorfvorsteherinnen junge Mädchen und Frauen inspirieren, ihre Meinung zu äußern https://www.plan.de/news/detail/artikel/wie-dorfvorsteherinnen-junge-maedchen-und-frauen-inspirieren-ihre-meinung-zu-aeussern.html Dorfvorsteherin Juliana hilft Mädchen und Frauen, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. „Ich habe bemerkt, dass es in unserer Gesellschaft oft keinen Platz für Mädchen und Frauen gibt, ihre Rechte zu verwirklichen. Männer besetzen die höheren Führungspositionen. Diese Diskriminierung gab es schon bei unseren Vorfahren und ist noch immer stark.“

Die 32-Jährige ist nun seit etwas über einem Jahr Dorfvorsteherin ihres Dorfes in Timor-Leste. „Manche Frauen haben mir gesagt, dass sie sehr stolz sind. Mit einer Frau, die das Dorf leitet, haben sie das Gefühl, ihre Meinung zum ersten Mal frei ausdrücken zu können.“

Trotzdem hatten einige Männer in ihrem Dorf mit dieser neuen Führung der Frauen in der Gemeinde zu kämpfen.

„In meinem Dorf respektieren die Männer meine Entscheidungen. Nicht alle von ihnen sind es gewohnt, einer Frau zuzuhören. Aber weil ich die Dorfvorsteherin bin, müssen sie hören, was ich sage, und es akzeptieren.“

Für die Rechte von Frauen und Mädchen eintreten

„Bei den Versammlungen trete ich immer für die Rechte von Mädchen und Frauen ein und spreche über die Rechte von Kindern - wie sie ihre eigenen Entscheidungen treffen und Maßnahmen für ihre Zukunft ergreifen können.“

Viele Leute unterstützen sie bei ihrem Plan, Dorfvorsteherin zu werden: „Die Person, die mich am meisten unterstützt hat, war mein Mann. Als ich diese Aufgabe angenommen habe, hat er angefangen, viel mehr im Haushalt zu helfen. Wenn Leute zu Besuch kommen, macht er Kaffee und Snacks. Er kümmert sich auch um das Baby.“

Julianas Position hat vielen Frauen geholfen, sich mit ihren Beiträgen und Vorschlägen in Angelegenheiten der Gemeinde einzubringen.

„Vor ein paar Jahren war die Beteiligung bei Gemeindeversammlungen viel geringer. Es war außerdem etwas langweilig, wenn sich immer nur Männer mit Beiträgen einbrachten. Aber jetzt kommen auch die Frauen zu den Treffen und sie beteiligen sich viel mehr als in der Vergangenheit.“

Frauen und Mädchen inspirieren, zu führen

„Wir, Mädchen und Frauen, haben die Macht, zu führen. Frauen und Männer sollten gleichberechtigt sein - in jedem Aspekt des Lebens. Mädchen müssen heutzutage die Möglichkeit haben, in der Entwicklung der Nation durch Bildung, Politik, Wirtschaft und Soziales teilzuhaben.“

Zudem habe sie bemerkt, dass Männer mittlerweile auch hören möchten, was Frauen denken und was ihre Meinung ist.

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