Ebola ist eine der ansteckendsten Krankheiten weltweit. Einfache Maßnahmen wie Händewaschen können aber eine Ansteckung vermeiden und die Ausbreitung verhindern.
09.04.2014

Wissen ist der Schlüssel zur Eindämmung von Ebola

Seit dem Ebola-Ausbruch in Guinea werden immer wieder Verdachtsfälle aus anderen westafrikanischen Länder bekannt. Kenntnisse in den lokalen Gemeinden über die Krankheit sind elementar in der Eindämmung von Ebola.

Den Menschen muss bewusst gemacht werden, wie sie sich durch Maßnahmen im Gesundheitswesen und eigene Hygienevorkehrungen vor einer Ansteckung mit dem tödlichen Virus schützen können. Durch mangelhafte Informationspolitik werden Gerüchte über die Krankheit geschürt, die die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen wie Plan und der Regierungen erschweren.

„Wir befinden uns in einem Wettlauf mit dem tödlichen Virus. Angemessene und rechtzeitige Informationen können Leben retten und vor Ebola schützen“, erklärt Adama Coulibaly, Regionaldirektor Plan in West- und Zentralafrika. „Es gibt weder eine Impfung, noch eine Medizin gegen Ebola. Allerdings können einfache Maßnahmen wie Händewaschen die Ausbreitung der Krankheit verhindern und eine Ansteckung vermeiden. Wir müssen jetzt handeln und die Informationen in die Gemeinden in den betroffenen Gebieten bringen.“

Ebola gehört zu den ansteckendsten Krankheiten weltweit. In Guinea sind seit dem Ausbruch der Krankheit 98 Menschen an Ebola gestorben, es gab auch Todesfälle in der Hauptstadt Conakry. Erwiesene Ebola-Fälle gibt es auch im Nachbarland Liberia, dort sind 10 Menschen Opfer des Virus geworden.

In den betroffenen Gemeinden wurden schreckliche Szenen beobachtet. Menschen starben an schwerem Erbrechen, Durchfall und Blutungen. Die Heftigkeit der Infektion und die offensichtlichen Symptome befeuern Gerüchte über die Krankheit und eigene Erklärungen über die plötzlichen Todesfälle. „Vergangene Woche haben die Menschen fluchtartig den lokalen Markt ihrer Gemeinde verlassen, als sie die Nachricht über Ebola-Fälle in der Region hörten. Manche Bewohner sind überzeugt, dass Ebola auch über die Luft eingeatmet werden kann“, beschreibt eine Einwohnerin aus Voinjama in Liberia. Voinjama liegt in Lofa County, hier wurden bis jetzt die meisten Ebola-Fälle Liberias verzeichnet.

„Die betroffenen Länder belegen die hintersten Plätze beim Human Development Index und haben auch ohne eine Epidemie große Schwierigkeiten ein angemessenes Gesundheitssystem aufrecht zu erhalten. Wenn sich Ebola weiter ausbreitet kann es schnell zu einem Zusammenbruch der Gesundheitssysteme kommen, die schon jetzt an ihre Grenzen stoßen“, erklärt Coulibaly weiter.

Plan arbeitet in den von Ebola betroffenen Gemeinden in Guinea und Liberia und hat umgehend auf den Ausbruch des Virus reagiert. Die Plan-Mitarbeiter unterstützen lokale Autoritäten bei der Logistik und der Verbreitung von Informationen zum Gesundheitsschutz. Besonders aktiv ist Plan in Schulen.

Prävention ist der einzige Weg, Ebola einzudämmen – diese Botschaft verbreitet Plan mit Nachdruck. Mit Postern, Handzetteln, SMS, Radio- und TV-Spots versuchen Plan-Mitarbeiter so viele Menschen wie möglich zu erreichen, auch in den entferntesten Gemeinden. Zusätzlich startet Plan in den angrenzenden Ländern mit der Aufklärungsarbeit, denn eine Ausbreitung in Nachbarländer ist zu befürchten. Bei Verdachtsfällen von Ebola in Ghana und Sierra Leone konnte Entwarnung gegeben werden, in Mali sind in vier Fällen die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen.


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