Malala Yousafzai aus Pakistan engagiert sich für das Recht von Mädchen auf Bildung.
10.10.2014

Welt-Mädchentag: Plan gratuliert Malala zum Friedensnobelpreis

Kinderhilfswerk macht sich für die Rechte von Mädchen stark.

Hamburg, 10. Oktober 2014 - Durch ihr beherztes Engagement für Bildungschancen von Mädchen erlangte Malala Yousafzai Berühmtheit. Nun wird die junge Frau aus Pakistan mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Die Auszeichnung fällt zusammen mit dem morgigen Welt-Mädchentag, der auf Initiative von Plan International von den Vereinten Nationen (UN) ausgerufen wurde. Der Welt-Mädchentag erinnert an die Diskriminierung und Benachteiligung von Mädchen weltweit und fordert mehr Einsatz für ihre Rechte - unter anderem für das Recht auf Bildung. Im Oktober 2012 hatten Taliban-Kämpfer auf Malala geschossen, weil sie für sich und ihre Mitschülerinnen den weiteren Schulbesuch durchsetzen wollte.

"Malalas Schicksal brachte die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Verhältnisse in dieser Welt", sagt Maike Röttger, Vorsitzende der Geschäftsführung von Plan International Deutschland. "Mädchen verdienen mehr Gerechtigkeit und Malalas mutiger Einsatz, dafür aufzustehen und verbriefte Rechte selbst einzufordern, sollte ein Ansporn sein. Auch die Auszeichnung des indischen Kinderrechtlers Kailash Satyarthi hat große Bedeutung - Kinder dürfen nicht weiter ausgebeutet werden. Es muss eine Selbstverständlichkeit sein, dass Mädchen wie Jungen überall auf der Welt zur Schule gehen und geschützt aufwachsen können. Das unterstützt Plan International in seiner Projektarbeit."

Malala Yousafzai hatte im Sommer 2012 die Aktion "Raise your Hand" von Plan International unterstützt, mit der sich das Kinderhilfswerk für das Recht auf Bildung für Mädchen einsetzt. Insgesamt haben 2,3 Millionen Menschen symbolisch ihre Hände gehoben und damit ein starkes Zeichen gesetzt. Die Aktion unterstützt Plans Kampagne Because I am a Girl, mit der das Kinderhilfswerk sich für die Belange von Mädchen einsetzt.

"Ich freue mich sehr für dieses mutige und willensstarke Mädchen", sagt die neue Because I am a Girl-Botschafterin Toni Garrn. "Über Malala weiß ich, dass sie immer große Unterstützung von ihrem Vater erfahren hat - Unterstützung von ihren Vätern wünsche ich mir für viele andere Mädchen auch. Bei meinem Besuch in West-Afrika habe ich gesehen, dass es sehr wichtig ist, auch die Jungen und Männer davon zu überzeugen, dass Mädchen gleichberechtigt aufwachsen und Zugang zu Bildung haben. Denn ein gebildetes Mädchen hat die besseren Zukunftschancen - und mit ihr die ganze Familie.

Ziel der Plan-Kampagne Because I am a Girl ist es, vier Millionen Mädchen direkten Zugang zu Bildung zu ermöglichen und Gleichberechtigung für 40 Millionen Mädchen und Jungen zu erreichen. Von Gesetzesänderungen und einem Politikwandel sollen 400 Millionen Mädchen und Jungen profitieren.

Pressekontakt und weitere Informationen über:


Interessant? Weitersagen: