Plan baut Vorschulen für Mädchen und Jungen in Kambodscha © Plan
Plan baut Vorschulen für Mädchen und Jungen in Kambodscha © Plan
20.05.2015

Vorschulbildung für Kinder in Kambodscha

In Kambodscha hat Plan International mit Unterstützung der Europäischen Union (EU) ein Projekt zur Förderung frühkindlicher Bildung begonnen. Ziel ist es, die Vorschulbildung für Kinder in vier Gemeinden der Provinz Ratanakiri nachhaltig zu verbessern.

In Kambodscha mangelt es landesweit an Vorschulen und Kindergärten. Kinder in abgelegenen Regionen, ethnische Minderheiten oder Kinder mit Behinderungen sind besonders stark benachteiligt. Plans Ansatz soll als Vorbild für die Ausweitung der nationalen Strategie zur frühkindlichen Erziehung in weiteren Regionen in Kambodscha dienen. Zu den Kernaktivitäten zählen der Bau von 14 gemeindebasierten und vier mobilen Vorschulen, Schulungen und Trainings von Gemeinderäten und die Gründung von Elterngruppen. Da Unterernährung bei Kindern unter 6 Jahren ein großes Problem in der Projektregion ist, gehört zum Vorschulangebot auch ein tägliches Frühstück für die Kinder. Um die Ernährungssituation zu überprüfen, wird bei diesem Projekt auch das Personal lokaler Gesundheitsstationen und Krankenhäuser miteinbezogen.

Für die Nachhaltigkeit ist besonders wichtig, Eltern, Lehrkräfte und einflussreiche Dorfbewohner in den Gemeinden über die mannigfaltigen Aspekte der frühkindlichen Förderung zu informieren. Die Familien erfahren von Plan, wie sie die Entwicklung ihrer Kinder umfassend und altersgerecht unterstützen können. Dazu gehören regelmäßige Schulungen zu Themen wie Gesundheit und Hygiene, kindgerechte Erziehungsmethoden oder dem Schutz von Kindern vor Gewalt und Missbrauch. Dabei integriert Plan bewusst positive traditionelle Erziehungsformen und greift vorhandene Kompetenzen der Gemeindemitglieder auf.

Mit den Projektaktivitäten werden rund 1.700 Kinder und mehr als 14.000 - vorwiegend ethnischen Minderheitengruppen angehörende - Gemeindemitglieder in den vier Gemeinden erreicht. Das Projekt ist im März 2015 gestartet und endet im Februar 2018. Die Europäische Union (EU) fördert das Projekt mit 700.000 Euro.


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