Wirtschaftsprüfer Carlos Aparicio war einst Patenkind in Kolumbien. © Plan
Wirtschaftsprüfer Carlos Aparicio war einst Patenkind in Kolumbien. © Plan
18.01.2017

Vom Patenkind zum Vorstandsmitglied

Seine Geschichte klingt wie ein Märchen. Vor 48 Jahren wird Carlos Aparicio in Bogotá geboren und wächst mit seinen Eltern in ärmlichen Verhältnissen auf. Der Kolumbianer ist heute Universitätsdirektor – und Vorstandsmitglied bei jener Organisation, die ihm diese Chance eröffnete.

Als der Junge fünf Jahre alt ist, startet Plan International die ersten Projekte in seiner Gemeinde. Ein neues Gesundheitszentrum des Kinderhilfswerks rettet das Leben des kleinen Carlos. Die aufmunternden Briefe seiner Patin spornen ihn an, seine Träume zu verwirklichen. Er lernt fleißig und ist mit 16 der Jüngste seiner Klasse, der die Sekundarstufe abschließt. Danach studiert er Englisch und arbeitet als Übersetzer für Plan. So kann er sein Studium finanzieren und schließt es als diplomierter Wirtschaftsprüfer ab.

Mädchen und Jungen Bildung zu ermöglichen, blieb auch im Verlauf seiner Karriere Aparicios große Leidenschaft – vor allem für Kinder, denen sie verwehrt bleibt. Als Vertreter sämtlicher kolumbianischer Universitäten reiste er in die USA und beschaffte einen Kredit, der Tausenden jungen Menschen in seiner Heimat half, ein Studium aufzunehmen. Seit 2010 engagiert er sich als Schatzmeister im Vorstand von Plan in Kolumbien und wurde vor kurzem zum Mitglied des internationalen Vorstands gewählt. Damit ist er das erste ehemalige Patenkind in diesem Plan-Gremium.

„Veränderung ist nur möglich, wenn wir das große Potenzial, das in Kindern steckt, fördern. Ich habe das am eigenen Leib erfahren und hoffe, dass mein Beispiel zeigt, was Plan International für junge Menschen erreichen kann“, sagt Aparicio.


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