Ein Moskitonetz kann eine ganze Familie vor Malaria schützen.
21.10.2014

Vier Millionen Moskitonetze für Familien in Togo

Plan International Togo hat ein Programm gestartet, in dessen Verlauf landesweit vier Millionen imprägnierte Moskitonetze an Familien verteilt werden. Diese schützen vor einer Ansteckung mit Malaria. Malaria ist in Togo die Parasitenerkrankung mit der höchsten Erkrankungsrate und Sterblichkeit.

Allein im Jahr 2013 wurden in Togo rund 900.000 Malaria-Erkrankungen registriert. In 40 Prozent der Fälle waren die erkrankten Kinder unter fünf Jahren. Daher werden bei der Verteilung der imprägnierte Netze Frauen und Kinder besonders berücksichtigt. Finanziert wird das Programm durch den Global Fund in Westafrika, der sich dem Kampf gegen AIDS, Tuberkulose und Malaria widmet. Unterstützung gibt es auch seitens des Gesundheitsministeriums.

„Mein Kind ist in diesem Jahr zwei Mal an Malaria erkrankt. Beim ersten Mal war es nicht schlimm. Beim zweiten Mal war es sehr ernst. Mein Kind brauchte Bluttransfusionen gegen Anämie. Ich musste fast 10.000 CFA-Franc (15 Euro) zahlen, obwohl ich mir das eigentlich nicht leisten kann. Ich freue mich über das Netz, denn wenn wir da drunter schlafen, stecken wir uns nicht mit Malaria an und das ist der beste Schutz“, sagt die 25-jährige Kossiwa.

Die Moskitonetze wurden an 1.400 Ausgabepunkten im ganzen Land verteilt. Parallel dazu wurden Gesundheitsheferinnen und -helfer geschult und Aufklärungskampagnen durchgeführt. Durch soziale Mobilisierung sollten möglichst viele Menschen motiviert werden, sich die Netze abzuholen.

Plan International Togo ist im Kampf gegen Malaria aktiv, da Malaria eine der Hauptursachen in der Region ist, um medizinische Versorgung in Anspruch zu nehmen. Kinder zwischen null und fünf Jahren sind besonders gefährdet. Die meisten und schlimmsten Krankheitsfälle gibt es in der Regenzeit. Oft werden an Malaria erkrankte Kinder nicht ausreichend medizinisch versorgt, da die Kapazitäten der Gesundheitsstationen nicht ausreichen. Dies führt im schlimmsten Fall zum Tod der Kinder. Plan fokussiert sich daher auch auf die Schulung von Gesundheitshelferinnen und -helfern in den Gemeinden. Sie spielen eine wichtige Rolle in der Bekämpfung von Malaria.


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