Zum Welt-Mädchentag am 11. Oktober hat Plan International Deutschland bundesweit Zeichen gesetzt und bekannte Gebäude und Wahrzeichen in kräftigem Pink erstrahlen lassen.
Zum Welt-Mädchentag am 11. Oktober hat Plan International Deutschland bundesweit Zeichen gesetzt und bekannte Gebäude und Wahrzeichen in kräftigem Pink erstrahlen lassen.
29.12.2016

Unsere 10 Highlights aus dem Jahr 2016

2016 war ein bewegtes Jahr. Und ein arbeitsreiches: Plan International setzt Projekte in mehr als 51.800 Gemeinden um. 69,1 Millionen Menschen profitierten direkt von Plans Arbeit. Einige Aktivitäten aus dem deutschen Plan-Büro sind uns besonders im Gedächtnis geblieben - hier sind unsere 10 Highlights 2016.

1. Modellprojekt zum Schutz von Flüchtlingskindern gestartet
Flüchtlingskinder sind besonders gefährdet, Opfer von Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch zu werden. Das gilt auch für Mädchen und Jungen in Flüchtlingseinrichtungen in Deutschland. Um die internationalen Standards der humanitären Hilfe auch in Unterkünften in Deutschland zu einem festen Bestandteil zu machen, hat Plan International in Hamburg in Kooperation mit der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. ein Modellprojekt gestartet. Das Programm mit dem Titel "Stärkung einer kinderfreundlichen Umgebung und Sicherstellung des Kinderschutzes in Hamburger Flüchtlingsunterkünften" wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) mit 500.000 Euro gefördert.


2. Humanitäre Hilfe: Plan Action auf der "Youth in Humanitarian Action"
Knapp 100 Jugendliche aus der ganzen Welt setzten sich auf der internationalen Jugendkonferenz "Youth in Humanitarian Action" in Berlin mit den Herausforderungen der internationalen, humanitären Hilfe auseinander. Auch Helene, Nam und Tim von Plan Action, der Jugendgruppe von Plan International, nahmen teil.


3.  Studie: Mitsprache der Betroffenen macht Nothilfe erfolgreicher
Zum ersten Weltgipfel für Humanitäre Hilfe in Istanbul bat Plan Binnenflüchtlinge und Opfer von Naturkatastrophen im Westen Kolumbiens um ihre Einschätzung. Finanziert wurde die Befragung vom Auswärtigen Amt. Die Interviewten wiesen unter anderem darauf hin, dass die Hilfeleistungen zu wenig auf ihre Bedürfnisse abgestimmt sind. Plans Ergebnisbericht „Putting People at the Centre“ zeigt, wie Nothilfe optimiert werden kann, wenn die betroffenen Menschen aktiv beteiligt und Feedback- und Beschwerdemechanismen eingeführt werden.


4. Plan International stärkt das Bündnis "Entwicklung Hilft"
Das Bündnis Entwicklung Hilft hat das Kinderhilfswerk Plan International Deutschland zum 1. Juli 2016 als assoziiertes Mitglied aufgenommen. „Wir sind überzeugt, dass wir in Zusammenarbeit mit unseren Bündnispartnern künftig noch wirkungsvoller auf Notsituationen und Katastrophen reagieren können“, so der Vorstandsvorsitzende von Plan International Deutschland, Dr. Werner Bauch.


5. Charity-Aktion mit Toni Garrn an Bord der EUROPA 2
Toni Garrn, international bekanntes Model und Plan-Botschafterin für die Kampagne „Because I am a Girl“, präsentierte am 23. August an Bord der EUROPA 2 von Hapag-Lloyd Cruises die Charity-Aktion des Abends. Insgesamt konnten 100.000 Euro im Rahmen des Events Fashion2Night gesammelt werden, die einem Plan-Projekt in Simbabwe zugutekommen. 


6. Kampagne zu vergessenen humanitären Krisen gestartet
Millionen Menschen weltweit leben in vergessenen humanitären Krisen. Es mangelt an medialer Aufmerksamkeit und politischer Unterstützung für diese Menschen. Plan International hat am 28. August zusammen mit anderen internationalen Hilfsorganisationen und dem Auswärtigen Amt die Kampagne #nichtvergesser gestartet, um an diese humanitären Krisen zu erinnern.

7. Ein rekordverdächtiges Finale: Der CRAFT Women’s Run-Saisonabschluss
Mit insgesamt knapp 31.300 Streckenköniginnen wurde 2016 ein neuer CRAFT Women’s Run Rekord geknackt. Nicht der einzige Rekord der Laufsaison: Die Veranstalter haben während der CRAFT Women’s Run Saison 2016 stolze 19.000 Euro Spenden für den Mädchen-Fonds von Because I am a Girl gesammelt, so viel wie noch nie in der Geschichte der Charity-Partnerschaft.

8. Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte zum fünften Mal verliehen
Vier Siegerinnen und Sieger wurden auf einer festlichen Veranstaltung des Kinderhilfswerks Plan International geehrt: Joanna Michna erhielt für ihren KiKA-Beitrag „Marleny - und es gibt mich doch!“ den Preis Deutschland/Österreich. Den diesjährigen Peter Scholl-Latour Preis für die Berichterstattung über das Leid von Menschen in Krisen- und Konfliktgebieten überreichte Ulrich Wickert an Erika Harzer. Sie überzeugte die Jury mit ihrem Hörfunk-Feature für den Bayerischen Rundfunk „Wenn Kinder nur noch weg wollen – Der mittelamerikanische Exodus“. Mit dem Preis International wurde der Redakteur der kolumbianischen Zeitung „El País“ Yefferson Ospina Bedoya für seinen Artikel „Cxha Cxha Wala F.C. – der Fußball und der Krieg im Norden von Cauca“ geehrt. Der Sonderpreis ging an das Filmprojekt Laahiru Children’s Media Federation in Sri Lanka.

9. Der Welt-Mädchentag 2016
Am 06. Oktober stellte Plan International Deutschland den Mädchenbericht „Bildung für Mädchen in der Entwicklungspolitik - Bundesregierung auf dem Prüfstand“ vor. Zeitgleich startet die Online-Kampagne #Pink4GenderEquality, die Bildung für Mädchen weltweit fordert. Die Bilanz des Berichts ist ernüchtert: 1,4 Milliarden Euro hat Deutschland 2014 für Bildung in der Entwicklungszusammenarbeit ausgegeben, doch nur 126 Millionen flossen in die Förderung von Grundbildung von Mädchen und Jungen in Entwicklungsländern. Besonders betroffen von dieser ungleichen Verteilung sind Mädchen in vielen afrikanischen Ländern, denn in den ärmsten Ländern schließt nur gut die Hälfte aller Mädchen die Grundschule ab und nur jedes vierte Mädchen südlich der Sahara kann eine weiterführende Schule besuchen. Um auf die prekäre Situation von Mädchen weltweit aufmerksam zu machen, erstrahlten am Welt-Mädchentag am 11. Oktober in rund 20 Städten in ganz Deutschland bekannte Gebäude und Wahrzeichen in eine kräftige Pink.


10. Plan unterstützt Bündnis "Alliance for Child Protection in Humanitarian Action"
Fast 250 Millionen Kinder weltweit leben in Regionen mit bewaffneten Konflikten. 50 Millionen Mädchen und Jungen sind von Katastrophen betroffen. Um insbesondere den Kindern künftig besser helfen zu können, startete am 15. November 2016, die Alliance for Child Protection in Humanitarian Action in Genf.


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