Kinder haben auch ein Recht auf Bildung, wie diese Mädchen in Myanmar.
17.11.2014

UN-Kinderrechte werden am 20. November 25 Jahre alt

Lernen, spielen und gewaltfrei aufwachsen - für viele Mädchen und Jungen in Deutschland ist das selbstverständlich, aber ein Großteil der Kinder in anderen Teilen der Welt kann davon nur träumen. Am 20. November wird die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen 25 Jahre alt.

Wenn Wunsch und Wirklichkeit nicht weiter auseinanderklaffen sollen, müssen die Kinderrechte in ihrem Jubiläumsjahr unverzüglich in den Mittelpunkt der Entwicklungszusammenarbeit gestellt werden. Plan International fordert deshalb, dass Kinderrechte als Thema in die Zukunftscharta des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit aufgenommen werden.

„Kinder haben Rechte. Das wissen wir, und dennoch finden ihre Belange zu wenig Gehör“, sagt Maike Röttger, Geschäftsführerin von Plan International Deutschland. „Vor allem in Entwicklungsländern muss die UN-Kinderrechtskonvention konsequent umgesetzt werden. Dabei ist auch die Bundesregierung am Zug: Kinderrechte müssen in die neue Zukunftscharta aufgenommen werden. Denn diese soll uns verdeutlichen, wie wir im Kleinen und Großen Verantwortung für die ‚Eine Welt‘ übernehmen können. Wir müssen alles dafür tun, dass Mädchen zum Beispiel nicht frühverheiratet werden, sondern zur Schule gehen können.“

Plan International Deutschland arbeitet für Kinder und mit ihnen. Das Kinderhilfswerk engagiert sich in Afrika, Asien und Lateinamerika, um Kinder zu ihren verbrieften Rechten zu verhelfen. In Jugend- und Freizeitclubs werden Mädchen und Jungen in den Gemeinden über ihre Rechte aufgeklärt. Außerdem führt Plan Trainings für Erwachsene durch, schult Lehrkräfte zur gewaltfreien Erziehung oder beteiligt Minderjährige aktiv an der Gestaltung ihrer Lebensumwelt – gemäß der UN-Kinderrechtskonvention. Am Prozess der Ausarbeitung der Zukunftscharta war Plan beteiligt und brachte Vorschläge zur Aufnahme von Kinderrechten ein. Die Ergebnisse des Werkes sollen 2015 in die neue UN-Entwicklungsagenda einfließen.


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