Verleihung des Ulrich Wickert Preises für Kinderrechte 2016 am 29. September 2016 im Axica in Berlin. © Alexander Schumann
Verleihung des Ulrich Wickert Preises für Kinderrechte 2016 am 29. September 2016 im Axica in Berlin. v.l.n.r.: Ulrich Wickert, Yefferson Ospina Bedoya (Preisträger International), Maike Röttger und Dr. Werner Bauch. © Alexander Schumann
29.09.2016

Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte zum fünften Mal verliehen

Ulrich Wickert wird am 4. Oktober für sein Lebenswerk und Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Heute vergab er in Berlin zum fünften Mal den Journalistenpreis seiner Stiftung.

Vier Siegerinnen und Sieger wurden auf einer festlichen Veranstaltung des Kinderhilfswerks Plan International geehrt: Joanna Michna erhielt für ihren KiKA-Beitrag „Marleny - und es gibt mich doch!“ den Preis Deutschland/Österreich. Für das junge Publikum der Sendereihe „Schau in meine Welt!“ porträtierte sie äußerst einfühlsam ein zehnjähriges Mädchen, das ohne Papiere in der Dominikanischen Republik lebt. Den diesjährigen Peter Scholl-Latour Preis für die Berichterstattung über das Leid von Menschen in Krisen- und Konfliktgebieten überreichte Ulrich Wickert an Erika Harzer. Sie überzeugte die Jury mit ihrem Hörfunk-Feature für den Bayerischen Rundfunk „Wenn Kinder nur noch weg wollen – Der mittelamerikanische Exodus“. Mit dem Preis International wurde der Redakteur der kolumbianischen Zeitung „El País“ Yefferson Ospina Bedoya für seinen Artikel „Cxha Cxha Wala F.C. – der Fußball und der Krieg im Norden von Cauca“ geehrt. Der Sonderpreis ging an das Filmprojekt Laahiru Children’s Media Federation in Sri Lanka.

„Die Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz würdigt den großartigen ehrenamtlichen Einsatz von Ulrich Wickert für unser Kinderhilfswerk und freut uns sehr“, betont Dr. Werner Bauch, Vorstandsvorsitzender von Plan International Deutschland.„Seit über 20 Jahren unterstützt er unsere Entwicklungszusammenarbeit. Seit 2011 fördert er mit seiner Stiftung Medienprojekte in unseren Partnergemeinden und vergibt einmal jährlich den Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte. Sein Engagement ist vielen Mitbürgern ein Vorbild, das sie zu eigenem Handeln motiviert.“

Wolfgang Schmidt, Staatsrat der Freien und Hansestadt Hamburg, hielt die Festrede zur Preisverleihung: „Ulrich Wickert würdigt mit seinem Journalistenpreis Medienschaffende, die genau beobachten, gründlich recherchieren und mit außergewöhnlichen Reportagen Verletzungen der Kinderrechte sichtbar machen. Sich für die schwächsten Mitglieder einer Gesellschaft einzusetzen und sensibel mit ihren Geschichten umzugehen, zeigt Mut und Engagement. Das vedient unser aller Respekt und Anerkennung.“

Plan-Unterstützer und Stifter Ulrich Wickert meint: „Die eingereichten Medienbeiträge für den Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte 2016 zeigen eine beeindruckende journalistische Qualität und sensibilisieren die Öffentlichkeit für die Situation von Kindern in ärmeren Ländern. Aber was viel wichtiger ist: Der Preis hat eine positive Wirkung. Er ermutigt Journalisten, unbequemen Fragen nachzugehen und Zivilcourage zu zeigen. Die Veröffentlichungen sorgen dafür, Missbrauch und Ausbeutung von Kindern aufzudecken. Darüber hinaus geben die Preisträger den Mädchen und Jungen eine Stimme und ermutigen sie, ihr Leben in die Hand zu nehmen.“

Für den Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte, der jährlich im Rahmen des Welt-Mädchentags verliehen wird, bewarben sich in diesem Jahr 117 Journalistinnen und Journalisten. Der Medienpreis ist in den vier Sparten mit je 6.000 Euro dotiert. Zum Welt-Mädchentag am 11. Oktober 2016 werden Plan International und seine ehrenamtlichen Aktionsgruppen wieder bundesweit markante Bauwerke im kräftigen Pink der Bewegung Because I am a Girl erstrahlen lassen – um damit ein sichtbares Zeichen für die Rechte der Mädchen zu setzen.


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