Mädchen des Projekts "Zurück zur Schule" führen einen Tanz vor © Plan
Mädchen des Projekts "Zurück zur Schule" führen einen Tanz vor © Plan
28.08.2015

Südsudanesen flüchten nach Äthiopien

Die Zahl der südsudanesischen Flüchtlinge steigt rasant an: 75.000 Menschen müssen allein in Äthiopien neu untergebracht werden. Hunderte Kinder sind auf der Flucht von ihren Eltern getrennt worden. Plan International arbeitet mit Hochdruck daran, die Hilfsmaßnahmen zu verstärken.

Äthiopien erlebt derzeit einen starken Zustrom an Flüchtlingen die vor der Gewalt im Südsudan fliehen. Bisher wurden über 1.100 Kinder und Minderjährige registriert, die ihre Angehörigen verloren haben. Die Gefahr von Ausbeutung, Kinderhandel und Missbrauch ist gerade in Krisen enorm groß. Plan International arbeitet eng mit UNHCR und UNICEF zusammen und fokussiert sich auf die Versorgung der Kinder, um diese Risiken zu minimieren. Zudem verteilt Plan mit den Partnerorganisationen Schuhe, Kleidung und Hygieneartikel an die Kinder.

Plan macht sich seit Jahren in Gebieten des heutigen Südsudan wie auch in Sudan über seine Patenschaftsprojekte für Mädchen und Jungen stark und genießt das Vertrauen von Gemeinden und lokalen Behörden – ein lebenswichtiges Netzwerk in der Nothilfe. So gehört Plan zu den wenigen internationalen Organisationen, die Zugang vor Ort haben und Nothilfe leisten können.
Seit dem Ausbruch der Gewalt im Dezember 2014 im Südsudan sind laut UN Refugee Agency (UNHCR) mehr als 110.000 Menschen nach Äthiopien geflüchtet. Bisher sind von ihnen 102.000 Menschen registriert worden. Insgesamt sind mehr als 1,3 Millionen Menschen vor der Gewalt im Land auf der Flucht: Weit über 200.000 Südsudanesen sind nach Uganda, Sudan und Kenia geflohen, während rund 923.000 Menschen als Vertriebene in ihrem eigenen Land gelten.

Das Auswärtige Amt fördert unser Nothilfe-Projekt seit Juni 2015 mit 300.000 Euro. Die Flüchtlingskrise im Südsudan ist dennoch nach wie vor drastisch unterfinanziert. Durch eine Spende in den Nothilfe-Fonds können Sie diese und ähnliche Projekte zur Unterstützung von Menschen in akuten Notsituationen fördern.

Dieses Projekt wird unterstützt von:
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