Wenn Mädchen zu früh verheiratet werden, erleben sie eher Gewalt und Missbrauch oder werden zum Geschlechtsverkehr gezwungen.©Plan
Wenn Mädchen zu früh verheiratet werden, erleben sie eher Gewalt und Missbrauch oder werden zum Geschlechtsverkehr gezwungen.©Plan
22.01.2016

Simbabwe verbietet Kinderheirat

Die Regierung von Simbabwe hat das Mindestalter für Hochzeiten für beide Geschlechter auf 18 Jahre erhöht. Zuvor durften Mädchen bereits mit 16 Jahren verheiratet werden, Jungen durften ab einem Alter von 18 Jahren heiraten.

„Wir begrüßen diesen Meilenstein in der Gesetzgebung. Das Gesetz ist tonangebend dafür, dass Mädchen künftig ihr volles Potenzial entfalten können“, sagt Lennart Reinius, Länderdirektor von Plan International Simbabwe. „Wir haben mit unserem Projekt „18+ End Child Marriage“ hart daran mitgearbeitet, dass sich ein sozialer und politischer Wandel vollzieht und Frühverheiratung verboten wird.“ Im Rahmen der Kampagne Because I am a Girl hat Plan International durch Aufklärungskampagnen in den Gemeinden, mit Dorfältesten und der nationalen Regierung über die Risiken von früher Heirat aufgeklärt.

Im November hatte bereits die Regierung von Guatemala nach jahrelanger politischer Arbeit und Aufklärungskampagnen durch Plan International ebenfalls No linkhandler TypoScript configuration found for key news... Kinderheirat ist eine gravierende Kinderrechtsverletzung: Millionen von Mädchen werden weltweit durch eine Verheiratung weit vor ihrer Volljährigkeit ihrer Kindheit beraubt. Diese Mädchen sind gezwungen, die Schule vorzeitig zu verlassen und in ein Leben mit wenigen beruflichen oder persönlichen Perspektiven zu starten. Gleichzeitig steigt das Risiko für sie, Opfer von Gewalt oder Missbrauch zu werden.  Viele dieser Mädchen müssen gegen ihren Willen Männer heiraten, die häufig um ein Vielfaches älter sind. Jedes 7. Mädchen in Entwicklungsländern wird verheiratet, bevor es 15 Jahre alt ist. Jedes dritte Mädchen in Entwicklungsländern wird vor seinem 18. Geburtstag verheiratet.

Lesen Sie mehr in unserer Hintergrundinformation "Nein zu Frühverheiratung".