Plan-Mitarbeiter halten Schulungen ab. (© Plan)
03.02.2015

Sichere Schulen und Gemeinden in Lateinamerika

Erdbeben, Vulkanausbrüche, Überschwemmungen oder Erdrutsche bedrohen in Ländern Südamerikas das Leben vieler Menschen. Mit Unterstützung der Europäischen Union (ECHO) arbeitet Plan mit Behörden und Schulen daran, die Katastrophenprävention zu verbessern – und so die Gefahren für Kinder in Notsituationen zu minimieren.

Schulen sind hierzulande solide konstruiert und selten drohen dort den Kindern Gefahren. Anders die Situation in Lateinamerika: Hier müssen sich viele Eltern Sorgen um die Sicherheit ihrer Töchter und Söhne machen, wenn sie in ihre Klassen gehen. Minderjährige sind in den meisten Katastrophen überproportional betroffen – sowohl von den direkten Auswirkungen, als auch wegen der erhöhten Gefahren durch Ausbeutung und Missbrauch. Plan rückt daher den Schutz von Mädchen und Jungen in den Fokus seiner Arbeit. Kinder und Jugendlichen werden eingebunden bei Maßnahmen, die zu ihrem Schutz entwickelt werden.

Diese Herangehensweise hat sich bewährt und soll auch im Bereich der Präventionsarbeit weiter ausgebaut werden. Plan probt zum Beispiel in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito das Verhalten bei Notfällen. In Rollenspielen werden Schulkinder, Lehrpersonal und andere Gemeindeverantwortliche für die Gefahren durch Erdbeben, Überschwemmungen oder Erdrutsche sensibilisiert. Sie entwickeln Notfallpläne und trainieren Maßnahmen für den Katastrophenfall. Plan arbeitet daran, dass diese Schutzmaßnahmen in Ecuador Teil der nationalen Lehrpläne werden.

Ethnische Minderheiten beteiligt

Im benachbarten Kolumbien arbeitet Plan in der Region Chocó am Pazifischen Ozean mit Schulen und Gemeinden an einer  fundierten
Katastrophenvorsorge. Im Fokus stehen vor allem die afro-kolumbianischen und indigenen Gemeinden, die wegen ihrer sozialen Ausgrenzung besonderen Risiken ausgesetzt sind. Ähnlich wie in Ecuador stärkt Plan hier mit Trainings und Schulungen die Kenntnisse über Katastrophen. Das ebnet die Wege für einen besseren Schutz vor ihren Auswirkungen. Dafür werden in Chocó auch Frühwarnsysteme installiert. Notfallkomitees in Schulen und Gemeinden werden ausgerüstet und gestärkt. Das Vorhaben profitiert von den Kenntnissen aus einem anderen Projekt in Kolumbien, das das Auswärtige Amt bis 2013 förderte.

Unterstützung für den  Katastrophenschutz

Plan stärkt den nachhaltigen Katastrophenschutz in Lateinamerika – und bekommt Unterstützung vom Amt der Europäischen Union für Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz (ECHO). Es fördert Plans Präventionsmaßnahmen im Bildungssektor Ecuadors mit 200.000 Euro, die Schutzprojekte für afrokolumbianische und indigene Gemeinden im kolumbianischen Chocó mit 500.000 Euro sowie mit 120.000 Euro den Schutz der Kleinbauern
und ihrer Gemeinden in besonders trockenen Regionen Guatemalas und Nicaraguas.


Plan International Deutschland beteiligt sich an den Vorhaben mit insgesamt 293.491 Euro aus dem Nothilfe-Fonds – helfen Sie uns dabei, weitere Präventionsmaßnahmen umzusetzen.



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